Vergiftungsgefahr
Der Verzehr von Rohkost kann Risiken bergen.Etwa 3.000 EHEC- und 855 HUS-Erkrankungen: Am 26. Juli 2011 erklärte das RKI den bis heute größten EHEC-Ausbruch (Enterohämorrhagisches Escherichia coli) in Deutschland offiziell für beendet: Insgesamt registrieren die Behörden 3.842 Erkrankungsfälle, 2.987 EHEC- und 855 HUS-Erkrankungen. Bundesweit sind 35 Menschen infolge einer HUS-Erkrankung gestorben, weitere 18 an EHEC. Es ist nicht nur der größte EHEC-Ausbruch in der Geschichte der Bundesrepublik - bezogen auf die Anzahl der HUS-Fälle sprechen die Behörden sogar vom größten Ausbruch weltweit. Im Folgenden finden Sie einige Artikel die dieses Risiko besprechen. |
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TAG ID: 160
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! Hinweise zum Anbau
Wenn Keimlinge selbst gezogen werden muss ganz besonders auf die Hygiene von Keimgeräten, Keimhilfen und auch der Umgebung geachtet werden.
Auch durch zu wenig Wässern der Samen kann sich eine starke Keimbelastung bilden und zu Schimmel führen. Sollte die Saat einmal mit Schimmel befallen sein, muss diese komplett beseitigt werden. Das Keimgerät und alle befallenen Utensilien müssen gründlich desinfiziert werden.
Die meisten Bohnen enthalten den giftigen Eiweißstoff Phasin, der erst durch das Kochen oder eine andere Art der Hitzezufuhr zerstört wird. Daher dürfen diese Bohnen und ihre frisch gekeimten Sprossen nicht roh gegessen werden. Das trifft auch auf Sprossen zu die aus Sojabohnen oder beispielsweise Erbsen gezogen werden. Diese Sprossen müssen daher vor dem Verzehr 10 – 15 Minuten erhitzt werden. Ebenso muß bei Kartoffeln und Tomaten das giftige Solanin im anschließenden Verarbeitungsprozess berücksichtigt werden.
Der Giftstoff Solanin kann nicht durch erhitzen neutralisiert werden !
In den USA gelten Sprossen als gefährliche Lebensmittel
Aufgrund der vorgenannten Gefahren werden Sprossen als Nahrungsmittel in den USA und anderen, englischsprachigen Ländern als besonders gefährlich eingestuft.
Die dortigen Behörden nennen anfällige Lebensmittel TCS-Foods, wobei TCS für time/temperature-control-for-safety steht. Ist ein Lebensmittel als TCS-Food gekennzeichnet, darf es nur für ganz kurze Zeit den ungünstigen (warmen) Temperaturen ausgesetzt sein. Die stetige kühlung dieser Kategorie von Nahrungsmittel ist sehr wichtig. Andernfalls sönnen sich schädliche Keime vermehren. Diese Vorschriften gelten für verschiedene Produkte, etwa Fleisch, Milcherzeugnisse, etc. sowie natürlich Sprossen.
Sprossen als Auslöser für EHEC-Epidemien
Trotz seiner gesunden Inhaltsstoffe können so nahrhafte Lebensmittel wie Sprosse in seltenen Fällen gefährliche Erkrankungen oder sogar Epidemien auslösen.
Bei EHEC handelt es sich um eine Durchfallerkrankung, die durch eine Variante der Escherichia Colibakterien ausgelöst wird. Diese Darmbakterien lösen häufig blutige Durchfälle aus und führen in schweren Fällen zu Nierenversagen. Einige der Betroffenen können an diesem Nierenversagen, HUS genannt, sterben.
Brüssel plant neue Bestimmungen
Die EU will die Bestimmungen für Hersteller von Sprossen und dessen Saatgut schärfer reglementieren. Verbessert werden sollen nicht nur die Hygiene bei der Zucht, sondern auch der Export und die Verarbeitung.
Kontext:
ID: 285
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! Kleine Sprosse, große Gefahr?
"Depressed musician" by The British Library, CC0 1.0 Kleine Sprossen - große Gefahren ?
Nein, Sprossen sind nicht gefährlich. Es gibt jedoch ein paar Hinweise, die man befolgen sollte. So gilt zum einen Vorsicht bei der Sojasprosse. Zum anderen sollten auch genau wie bei den Microgreens keine Nachtschattengewächse angebaut werden, da ihre Blätter giftig sind.
Der Soja Mythos
Hinter der frischen Sojasprosse aus dem Weckglas steht in Wahrheit eine ganz andere Sprosse, nämlich die der Mungbohnen. Dieser Irrtum liegt der Tatsache zu Grunde, dass die echten Sojasprossen im rohen Zustand giftig sind. Die Sprossen der Sojabohne müssen nach der Ernte erhitzt, gegart, gekocht oder fermentiert werden, so dass sie bedenkenlos verzehrt werden können. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie Sojasprossen ziehen möchten.
So wie in einigen anderen Pflanzen und Lebensmitteln kommt es dabei vor allem auf die Lektine und Solanine an, die unter anderem in Erdnüssen und Weizen vorkommen. Diese Lektine sind in der Sojasprosse in hoher Anzahl enthalten und machen diese im rohen Zustand ungenießbar.
Nachtschattengewächse
Ebenso wie für die Microgreens gilt auch für den Anbau von Sprossen, dass keine Nachtschattengewächse angebaut werden dürfen. Vor allem in ihren Blättern enthalten sie das giftige Solanin und sind somit ungenießbar. Zu den Nachtschattengewächsen gehören unter anderem Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen.
Hinweise zur Verwendung und hygienischen Verarbeitung der Sprossen Jede Anzucht von Pflanzen birgt im Geheimen das Risiko der Vermehrung von Mikroorganismen, die unter Umständen schädlich sind. Da in Aquaponik- und Hydroponik-Anlagen Lebensmittel hergestellt werden, die am Ende von Menschen verzehrt werden, steht ein jeder Betrieb in der Verpflichtung, die Pflanzen hygienisch zu behandeln und zu verarbeiten. Dies ist vor allem bei frischen Lebensmitteln von besonderer Bedeutung. Im Gegensatz zu konservierten Lebensmitteln steht bei Gemüse und Obst die Frische und der Geschmack im Vordergrund.
Sprossen nehmen im Bereich der Hygiene eine besondere Rolle ein. Sie werden am besten in humider Umgebung bei warmen Temperaturen gezüchtet. Darüber hinaus befinden sich viele Samen im Anzuchtbehältnis. Dadurch wird eine durchgehende Luftzirkulation beeinträchtigt. Es ist daher unverzichtbar, dass die Siebe und Behälter regelmäßig gewendet und bewegt werden um eine ausreichende Belüftung aller Samenoberflächen zu ermöglichen. Während der Keimung finden in dem Keimling viele Stoffwechselvorgänge statt. Dabei werden unter anderem komplexe, mehrgliedrige Kohlenhydrate wie Stärke zu einfachen kurzgliedrigen Zuckern umgewandelt, die vor allem von Bakterien schnell verstoffwechselt werden können.
Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat in einer umfangreichen Studie zur mikrobiologischen und molekularbiologischen Untersuchung der Sprossen herausgefunden, dass einzelne der 80 untersuchten Proben eine unweigerlich erhöhte Anzahl von Pathogenen aufwies (Pathogene: retronymes Kofferwort aus griechisch πάθος pathos „Leiden, Krankheit“ und γένεσις genesis „Erzeugung, Geburt“, vgl. -genese). Auch wenn die Werte der meisten dieser auffälligen Proben unter den Grenzwerten lagen, kann man als Produzent niemals gründlich genug sein.
Die wichtigen Bakterien im Überblick:
Salmonellen (Salmonella)
Salmonellen sind Bakterien aus der Familie der Enterobakterien (Bazillen) und werden indirekt über die Nahrung aufgenommen und verbreitet. Im Bereich der Lebensmittelbranche sind die Salmonellen keine Unbekannte.Listerien
Listerien sind Bakterien, die hauptsächlich durch nicht-pasteurisierte Lebensmittel verbreitet werden, darunter weich gereifter Käse wie Camembert oder Blauschimmelkäse.Escherichia coli
Escheria Bakterien sind eine Gattung der Bazillen und werden sowohl über belastetes Essen als auch Wasser übertragen. Es kommt in Fleischprodukten und einigen rohen Pflanzenprodukten vor, darunter auch Sprossen.Empfehlungen zur Anzucht und Verarbeitung der Sprossen
- Ausreichende belüftung der Samen
Eine effektive Maßnahme zur Reduktion von Bakterien und deren Vermehrung auf den Samen bildet eine ausreichende Luftzirkulation. Diese schließt auch mit ein, nach einem jeden Tränken im Wasser die Samenbehältnisse anschließend zu bewegen und zu wenden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das gesamte Wasser verdunstet und ein Anstauen der Feuchtigkeit verhindert wird.
- Ausreichendes Waschen nach der Ernte
Die Sprossen sollten direkt nach der Ernte ausgiebig mit frischem und kaltem Wasser gewaschen werden. Die Sprossen müssen anschließend auch wieder getrocknet werden, bevor sie verpackt werden. Die Europäische Kommission hat für abgepackte Sprossen Grenzwerte festgelegt, die während des Haltbarkeitsdatums nicht überschritten werden dürfen.
Diesbezüglich finden Sie die Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 hier: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2005/2073/oj
- Kombination mit Aufbereitetem Wasser
Sowohl die frischen Samen als auch die geernteten Sprossen können mit aufbereitetem Wasser gewaschen werden, wodurch Bakterien und andere Keime effektiv bekämpft werden. Dafür wird zum Beispiel Chlordioxid verwendet, das nach Herstellerangaben mit Frischwasser vermischt wird. Frische Sprossen können für 3 bis 5 Minuten gereinigt werden, anschließend nochmals mit klarem Frischwasser gewaschen und anschließend verpackt werden.
- Bezug von vorgewaschenen Samen
Die Samen, die für Sprossen zum Einsatz kommen, sind landwirtschaftliche Produkte und besitzen somit von Haus aus eine gewisse Keimbelastung. Achten Sie darauf, dass die Samen bestenfalls schon vom Erzeuger vorgewaschen werden, sodass weniger Bakterien in ihr System transferiert werden. Andernfalls können Sie die Samen auch mit Chlordioxid aufbereitetem Wasser waschen, bevor Sie diese zur Anzucht verwenden. Verifizierte Kontrolle der Sprossen
Da es sich bei dem Anbau von Sprossen und anderem Gemüse oder Obst um frische Lebensmittel handelt, werden im gewerblichen Bereich nicht nur die Lebensmittelerzeugnisse selbst kontrolliert, sondern auch der Zustand Ihres Betriebs und die Umstände, unter denen vor Ort gearbeitet wird. Die regelmäßigen Kontrollen sind größtenteils unangemeldet und werden von regionalen Lebensmittel-Ämtern wie den Kreisverwaltungsbehörden durchgeführt. Dies ist gängige Praxis. Die breitgefächerten Kontrollen stellen sicher, dass der Erzeugungs- und Verarbeitungsprozess ordnungsgemäß abläuft. Auch wenn diese Kontrollen sicherstellen, dass die Erzeugnisse von den Verbrauchern sorgenlos verzehrt werden können, ist es ebenso von Vorteil, auch eigenständige Kontrollen durchzuführen. Wenn Sie regelmäßig Ihre Produkte von Lebensmittel-Laboren untersuchen lassen, können Sie nicht nur mit den positiven Resultaten werben und sich so von der breiten Masse abheben, sondern auch den eigenen Verarbeitungsprozess kontrollieren und unter Umständen einzelne Abschnitte verbessern oder Mängel beheben, noch bevor diese erkannt werden können. Ein gesunder und routinierter Ablauf in jedem Verarbeitungsschritt sorgt dafür, dass Ihre Produktion stabil und kontinuierlich abläuft. Somit ist jede Kontrolle, ob eigenständig oder nicht, im Endeffekt von Vorteil für Sie und Ihre Produkte.
Kontext:
Quellen unter anderen:
https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/lebensmittelgruppen/obst_gemuse/knackige-sprossen-und-keimlinge-knackig-frisch-und-unbedenklich-73023.html
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/hygiene/bakterien/ehec/index.htm
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32005R2073&from=DE
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/ueberwachung/index.htm
ID: 292 - Ausreichende belüftung der Samen
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Erbse (Microgreens)
Erbse
Fakten Unverträglich bei Histamin-Intoleranz / HIT Geschmack Frisch, süß Keimung 2 - 3 Tage Wachstum bis zur Ernte 6 - 14 Tage Stickstoffbedarf gering - Schwachzehrer pH - Bereich 6,0 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 0,8 - 1,8 passende Fische Größe 10 cm Anzucht Einweichen der Samen empfohlen (6 - 24 Stunden) Tränken des Mediums ja Wachstumsmedium - Blumenerde gemixt (organisch bevorzugt)
- Kokosnuss Erde
- Torffreie Anzuchterde
- HanfmattenLicht 12 Stunden Belichtung pro Tag Keimungstemperatur 21 ° C Bewässerung - 2 mal täglich fluten und abfließen
- morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühenBevorzugtes System Nährwerte pro 100g Kohlenhydrate 8 g Fasern 3 g Proteine 2 g Vitamin A 2% tägl. Bedarf Vitamin C 50% tägl. Bedarf Vitamin K 15% tägl. Bedarf Calcium 4% tägl. Bedarf Eisen 10% tägl. Bedarf Magnesium 22 mg
Schritte der Anzucht
1. Geben Sie die Samen für 6 - 24 Stunden in eine Schüssel mit klarem Wasser um sie einzuweichen, die Samen werden doppelt so groß werden wie im trockenen Zustand
2. Wachstumsmedium vorbereiten und großzügig oberflächlich befeuchten
3. Samen gleichmäßig verteilen und partielle Anhäufungen meiden
4. Die Samen ausgiebig mit Wasserzerstäuber befeuchten
5. Mit einer beliebigen Abdeckung abdecken und beschweren (z.B. zwei Backsteine), dunkel lagern
6. Keimung erfolgt in 2 - 3 Tagen
7. Abdeckung entfernen und in das Aquaponik-System übertragen
8. Nach 6 bis 14 Tagen können die reifen Microgreens geerntet werden
9. Ernte sollte morgens oder abends stattfinden aufgrund der kühleren Temperaturen
Bild: //www.flickr.com/photos
Kontext:
ID: 215
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Grüne Erbse (Sprossen)
Grüne Erbse
Fakten Im rohen Zustand bedenklich ! Geschmack Süßlich, kräftig, frisch Keimung 1 bis 2 Tage Wachstum bis zur Ernte 3 Tage Stickstoffbedarf niedrig - Schwachzehrer pH - Bereich 6,0 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 0,8 - 1,8 passende Fische Größe bis 7 cm Anzucht Einweichen der Samen Für 8 bis 12 Stunden Wachstumsmedium - Edelstahl-Sprossensieb
- Sprießer aus Glas oder Plastik
- Trays, gelocht, verschiede Größen erhältlichLicht nicht notwendig, Dunkelkeimer Keimungstemperatur 17°C - 21°C Bewässerung - 2 bis 3 mal täglich fluten und abfließen, morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen falls trocken Bevorzugtes System Ebbe - Flut Systeme Nährwerte pro 100g Kalorien 124 kcal Kohlenhydrate 27,1 g Proteine 8,8 g Magnesium 56 mg Vitamin C 10,4 mg Kalium 381 mg Natrium 20 mg Calcium 36 mg Eisen 2,3 mg Fett 0,7 g Schritte der Anzucht
1. Samen zuerst kurz waschen und dann in klares, kühles Wasser geben
2. Für 8 bis 12 Stunden einweichen
3. Die Samen nach dem Einweichen in die Sprieß-Gefäße der Wahl übertragen
4. Die Sprossen müssen jeden Tag 2 bis 3 mal mit Wasser getränkt werden und anschließend gewendet werden, damit die Luft zirkulieren kann
5. Nach 3 Tagen sind sie erntereif
6. Mit kühlen und klarem Wasser die Sprossen nach der Ernte waschen und kühl lagern
Bild: https://pixnio.com/flora-plants/seeds/seed-green-pea-food-bean-kernel-vegetable
Kontext:
ID: 263
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Histamin-Intoleranz
Unter einer Histamin-Intoleranz (Histaminose) versteht man die Unverträglichkeit von Histamin, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Diese Unverträglichkeit gibt es als angeborene Störung, aber auch als erworbene Folge von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder infolge von Medikamenten oder Giftstoffen. Nach Aufnahme histaminreicher Nahrung kommt es zu verschiedenen, oft unspezifischen Symptomen, die häufig Ähnlichkeit mit allergischen Reaktionen haben.
Mögliche Symptome nach Aufnahme histaminreicher Nahrung sind:
- Hautrötung, Nesselsucht, Ekzeme, Juckreiz
- Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Migräne, Schwindel
- verengte oder rinnende Nase, Atembeschwerden, Asthma bronchiale, Halsschmerzen
- Blähungen (Flatulenz), Durchfall, Verstopfung, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Magenstechen, Sodbrennen
- Bluthochdruck, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, niederer Blutdruck
- Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung und Schleimhautreizungen der weiblichen Geschlechtsteile
- Wassereinlagerung, Knochenmarködem, Gelenkschmerzen
- Erschöpfungszustände, Seekrankheit, Müdigkeit, Schlafstörungen
- Verwirrtheit, Nervosität, depressive Verstimmungen
Potentiell unverträgliche Nahrungsmittel
Unter anderem:
- Sauerkraut
- Tomaten (inkl. Ketchup und Pizza)
- Erdbeeren
- Avocado
- Spinat
Quelle u.a.: https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz
Kontext:
ID: 291
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Kideney Bohne (Sprossen)
Kidney Bohne
Fakten Im rohen Zustand bedenklich ! Geschmack milder, fester nussiger geschmack Keimung 2 bis 3 Tage Wachstum bis zur Ernte 7 Tage Stickstoffbedarf niedrig - Schwachzehrer pH - Bereich 6,0 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 1,2 - 1,8 passende Fische Größe bis 3 cm Anzucht Einweichen der Samen für 12 Stunden Wachstumsmedium - Edelstahl-Sprossensieb
- Sprießer aus Glas oder Plastik
- Trays, gelocht, verschiede Größen erhältlichLicht nicht notwendig Keimungstemperatur 23°C Bewässerung - 2 bis 3 mal täglich fluten und abfließen, morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen falls trocken Bevorzugtes System Ebbe - Flut Systeme Nährwerte pro 100g Kalorien 29 kcal Kohlenhydrate 4,1 g Proteine 4,2 g Phosphate 37 mg Vitamin C 38,7 mg Natrium 6 mg Kalium 187 mg Calcium 17 mg Eisen 0,8 mg Fett 0,5 g Schritte der Anzucht
1. Samen zuerst kurz waschen und dann in klares, kühles Wasser geben
2. Für 12 Stunden einweichen
3. Die Samen nach dem Einweichen in die Sprieß-Gefäße der Wahl übertragen
4 Die Sprossen müssen jeden Tag 2 bis 3 mal mit Wasser getränkt werden und anschließend gewendet werden, damit die Luft zirkulieren kann
5. Nach 3 Tagen sprießen die Samen und nach maximal 7 Tagen sind sie erntereif
6. Mit kühlen und klarem Wasser die Sprossen nach der Ernte waschen und kühl lagern
Bitte beachten Sie, dass Kideney Bohnen nur gekocht verzehrtauglich sind!
Bild: https://www.pexels.com/photo/red-seed-lot-1313643/
Kontext:
ID: 341
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Phasin
Phasin ist ein Lektingemisch, das in rohem Gemüse, insbesondere der Gartenbohne vorkommt.
Für den Menschen ist Phasin giftig, da es die roten Blutkörperchen miteinander verklebt. Der Verzehr führt ab einer bestimmten Dosis zu Erbrechen, Durchfall sowie zu Magen- und Darmbeschwerden. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr tödlich sein, in manchen Fällen reichte schon eine Handvoll roher Gartenbohnen um den Tod zu verursachen. Bei besonders phasinreichen Arten wie z. B. roten Nierenbohnen reichen bereits 4 oder 5 rohe Samen, um beim Erwachsenen Symptome zu verursachen.
Vergiftungssymptome treten rasch ein, meist 1-3 Stunden nach Verzehr. Meist verschwinden sie ebenso rasch wieder - etwa 3-4 Stunden nach dem Einsetzen.
Phasin wird beim Kochen abgebaut, so dass phasinhaltiges Gemüse im gekochten Zustand konsumiert werden sollte. Durch den Keimvorgang wird Phasin ebenfalls teilweise abgebaut.
Phasingehalt verschiedener Hülsenfrüchte laut USFDA
SortePhasingehalt in hämagglutinierenden Einheiten (HAE)Rote Nierenbohne, roh20.000 - 70.000Weiße Nierenbohne, roh7.000 - 23.000Ackerbohne, roh1.000 - 7.000Rote Nierenbohne, gargekocht200 - 400ID: 285 -
Soja (Sprossen)
Soja
Fakten Im rohen Zustand bedenklich ! Geschmack Neutral, frisch, knackig Keimung 1 bis 2 Tage Wachstum bis zur Ernte 2 bis 6 Tage Stickstoffbedarf niedrig - Schwachzehrer pH - Bereich 5,8 - 6,2 passende Pflanzen Ec - Bereich 1,8 - 2,5 passende Fische Größe bis 6 cm Anzucht Einweichen der Samen Für 2 bis 12 Stunden Wachstumsmedium - Edelstahl-Sprossensieb
- Sprießer aus Glas oder Plastik
- Trays, gelocht, verschiede Größen erhältlichLicht Indirektes Licht ab dem zweiten Tag Keimungstemperatur 21°C Bewässerung - 2 bis 3 mal täglich fluten und abfließen, morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen falls trocken Bevorzugtes System Ebbe - Flut Systeme Nährwerte pro 100g Kalorien 122 kcal Kohlenhydrate 9,6 g Proteine 13,1 g Fasern 1,1 g Vitamin C 15,3 mg Kalium 484 mg Natrium 14 mg Calcium 67 mg Eisen 2,1 mg Fett 6,7 g Schritte der Anzucht
1. amen zuerst kurz waschen und dann in klares, kühles Wasser geben
2. Für 8 Stunden einweichen
3. Die Samen nach dem Einweichen in die Sprieß-Gefäße der Wahl übertragen
4. Die Sprossen müssen jeden Tag 2 bis 3 mal mit Wasser getränkt werden und anschließend gewendet werden, damit die Luft zirkulieren kann
5. Nach 2 Tagen keimen die Samen und sind nach bis zu 6 Tagen erntereif, sie können aber noch länger bis zur Wunschgröße weiterwachsen
6. Sojasprossen müssen nach der Ernte abgekocht werden!
7. Nach dem Abkochen Sprossen mit kühlen und klarem Wasser waschen und kühl lagern
Bild: https://pxhere.com/bg/photo/955571
Kontext:
ID: 272
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Solanin
Solanin, genauer α-Solanin, ist eine schwach giftige chemische Verbindung, die vor allem in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten enthalten ist. Chemisch ist Solanin das Saponin des Steroidalkaloids Solanidin mit dem Trisaccharid Solatriose, das aus Glucose, Galactose und Rhamnose besteht. Solanin wurde erstmals 1820 vom französischen Apotheker Desfosses aus den Beeren des Schwarzen Nachtschattens (Solanum nigrum) isoliert, nach dem es benannt wurde. Es wird fälschlich auch als „Tomatin“ bezeichnet.
Sicherheitshinweise Achtung
H- und P-Sätze H: 302 P: keine P-Sätze Toxikologie Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Solaninvergiftung
Die Solaninvergiftung kam früher sehr häufig vor, vor allem in Form eines „schweren Magens“ und in Form von Übelkeit; auch Todesfälle wurden beschrieben. Sie ist heute durch die geringen Konzentrationen in modernen Zuchtgemüsen praktisch verschwunden. Erste Vergiftungserscheinungen des Alkaloids wie Benommenheit, Berührungsüberempfindlichkeit (Hyperästhesie) und erschwerte Atemtätigkeit (Dyspnoe) treten beim Erwachsenen nach der Aufnahme von ca. 200 mg auf, bei fortgesetzter Solaninaufnahme Übelkeit und Erbrechen; diese Symptome werden auch als Solanismus beschrieben.[4] Weitere Symptome sind Brennen und Kratzen im Hals, Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Nierenentzündungen mit blutigem Harn, Gliederschmerzen, Fieber, Nierenreizungen, Durchfall und in schlimmen Fällen sogar die Auflösung der roten Blutkörperchen, Herzrhythmusstörungen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems (Krämpfe, Lähmungen). Als tödlich gilt eine Dosis von 400 mg.Solanin zerfällt beim Kochen nicht, sondern geht in das zum Kochen verwendete Wasser über, da es bei hohen Temperaturen wasserlöslich ist. Deshalb sollte das Kochwasser anschließend nicht weiter verwendet werden. Da Solanin hitzebeständig und fettunlöslich ist, wird es beim Frittieren oder Braten ebenfalls nicht zerstört. Der Solaningehalt kann bei Kartoffeln durch Abschneiden von grünen Stellen und Keimen verringert werden. Da die grüne Farbe vom Chlorophyll stammt und dessen Bildung erst nach der Biosynthese des Solanins erfolgt, können auch unverfärbte Kartoffeln eine erhöhte Solaninkonzentration aufweisen.
Quellen:q) https://de.wikipedia.org/wiki/Solanin1) J. R. Whitaker, R. E. Feeney: Toxicants occurring naturally in foods. Hrsg.: National Research Council (U.S.). Food Protection Committee. National Academy of Sciences, 1973, ISBN 0-309-02117-0, Enzyme inhibitors in foods, S. 276–298 (englisch).
2) Solanine and chaconine (WHO Food Additives Series 30). In: inchem.org. Abgerufen am 8. Mai 2020.4) J. R. Whitaker, R. E. Feeney: Toxicants occurring naturally in foods. Hrsg.: National Research Council (U.S.). Food Protection Committee. National Academy of Sciences, 1973, ISBN 0-309-02117-0, Enzyme inhibitors in foods, S. 276–298 (englisch).
Kontext: -
Spinat (Microgreens)
Spinat
Fakten Unverträglich bei Histamin-Intoleranz / HIT Geschmack Wie Spinat Keimung 4 - 5 Tage Wachstum bis zur Ernte 7 - 10 Tage Stickstoffbedarf niedrig - Schwachzehrer pH - Bereich 5,5 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 1,8 - 2,3 passende Fische Größe bis 7,5 cm Anzucht Einweichen der Samen empfohlen, mindestens 6 Stunden Tränken des Mediums nicht notwendig Wachstumsmedium - Blumenerde gemixt (organisch bevorzugt)
- Kokosnuss Erde
- Torffreie Anzuchterde
- HanfmattenLicht mindestens 6 Stunden Belichtung pro Tag Keimungstemperatur 21° C Bewässerung - 2 mal täglich fluten und abfließen morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen
Bevorzugtes System Ebbe - Flut Systeme Nährwerte pro 100g Kalorien 5 kcal Kohlenhydrate 1,38 g Phosphate 2,9 mg Vitamin C 0,05 mg Fett 0,3 g Proteine 0,18 g Fasern 0,85 mg Magnesium 5,4 mg Calcium 31 mg Eisen 1,1 mg
Schritte der Anzucht
1. Geben Sie die Samen für 6 Stunden in eine Schüssel mit klarem Wasser um sie einzuweichen
2. Wachstumsmedium vorbereiten und großzügig oberflächlich befeuchten
3. Samen gleichmäßig verteilen und partielle Anhäufungen meiden
4. Die Samen ausgiebig mit Wasserzerstäuber befeuchten
5. Mit einer beliebigen Abdeckung abdecken und beschweren (z.B. 2 Kg), dunkel lagern
6. Keimung erfolgt in 4 - 5 Tagen
7. Abdeckung entfernen und in das Aquaponik-System übertragen
8. Nach 7 bis 10 Tagen können die reifen Microgreens geerntet werden
9. Ernte sollte morgens oder abends stattfinden aufgrund der kühleren Temperaturen
Bild: https://pixnio.com/flora-plants/crops/green-spinach-agriculture#
Kontext:
ID: 240
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Toxizitätsdosisbegriff LC50 LD50
Was bedeutet LD 50 / LC 50 ?
LD steht für „Lethal Dose“. LD 50 ist die auf einmal gegebene Menge eines Stoffes, die bei 50 % (der Hälfte) einer Versuchstiergruppe den Tod verursacht. Die LD 50 ist eine Möglichkeit, das kurzfristige Vergiftungspotential (akute Toxizität) eines Materials zu messen.
Toxikologen können viele Arten von Tieren verwenden, aber am häufigsten werden Tests mit Ratten und Mäusen durchgeführt. Sie wird üblicherweise als Menge der verabreichten Chemikalie (z. B. Milligramm) pro 100 Gramm (für kleinere Tiere) oder pro Kilogramm (für größere Testpersonen) des Körpergewichts des Testtiers ausgedrückt. Die LD 50 kann für jeden Zugangs- oder Verabreichungsweg gefunden werden, aber dermale (auf die Haut aufgetragen) und orale (durch den Mund verabreichte) Verabreichungsmethoden sind die gebräuchlichsten.
LC steht für „Lethal Concentration“. LC-Werte beziehen sich normalerweise auf die Konzentration einer Chemikalie in Luft, aber in Umweltstudien kann es auch die Konzentration einer Chemikalie in Wasser bedeuten.
Gemäß den (Organisation for Economic Cooperation and Development) (OECD) Guidelines for the Testing of Chemicals werden bei einem traditionellen Experiment Gruppen von Tieren einer Konzentration (oder Reihe von Konzentrationen) für einen festgelegten Zeitraum (normalerweise 4 Stunden) ausgesetzt. Die Tiere werden bis zu 14 Tage klinisch beobachtet.
Die Konzentration der Chemikalie in der Luft, die 50 % der Versuchstiere während des Beobachtungszeitraums tötet, ist der LC 50 -Wert. Abhängig von bestimmten Gesetzen können andere Expositionsdauern (im Vergleich zu den herkömmlichen 4 Stunden) gelten.
Die zur Umrechnung von mg/l in ppm verwendete Gleichung lautet:
mg/l = ppm × Molekulargewicht (MW) / 24.450
Welche anderen Toxizitätsdosisbegriffe werden verwendet?
LD 01 Tödliche Dosis für 1 % der VersuchstierpopulationLD 100 Tödliche Dosis für 100 % der VersuchstierpopulationLDLO Die niedrigste tödliche DosisTDLO Die niedrigste Dosis, die eine toxische Wirkung verursacht
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