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Histamin-Intoleranz

  • Erbse (Microgreens)

     Erbse

     Fakten
    Unverträglich bei Histamin-Intoleranz /  HIT
     Geschmack  Frisch, süß
     Keimung  2 - 3 Tage
     Wachstum bis zur Ernte  6 - 14 Tage
     Stickstoffbedarf  gering - Schwachzehrer
     pH - Bereich  6,0 - 7,0  passende Pflanzen
     Ec - Bereich  0,8 - 1,8  passende Fische
     Größe  10 cm

     

    Erbsen Microgreens
       

      

     Anzucht
     Einweichen der Samen  empfohlen (6 - 24 Stunden) 
     Tränken des Mediums  ja
     Wachstumsmedium - Blumenerde gemixt (organisch bevorzugt)
    - Kokosnuss Erde
    - Torffreie Anzuchterde
    - Hanfmatten
     Licht  12 Stunden Belichtung pro Tag
     Keimungstemperatur  21 ° C
     Bewässerung  - 2 mal täglich fluten und abfließen
    - morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen
     Bevorzugtes System

     Ebbe - Flut Systeme, Tiefwasser Nährstoff Film Technik

     

     Nährwerte pro 100g
     Kohlenhydrate  8 g
     Fasern  3 g
     Proteine  2 g
     Vitamin A  2% tägl. Bedarf
     Vitamin C  50% tägl. Bedarf
     Vitamin K  15% tägl. Bedarf
     Calcium  4% tägl. Bedarf
     Eisen  10% tägl. Bedarf
     Magnesium  22 mg

     

    Schritte der Anzucht

    1. Geben Sie die Samen für 6 - 24 Stunden in eine Schüssel mit klarem Wasser um sie einzuweichen, die Samen werden doppelt so groß werden wie im trockenen Zustand

    2. Wachstumsmedium vorbereiten und großzügig oberflächlich befeuchten

    3. Samen gleichmäßig verteilen und partielle Anhäufungen meiden

    4. Die Samen ausgiebig mit Wasserzerstäuber befeuchten

    5. Mit einer beliebigen Abdeckung abdecken und beschweren (z.B. zwei Backsteine), dunkel lagern  

    6. Keimung erfolgt in 2 - 3 Tagen

    7. Abdeckung entfernen und in das Aquaponik-System übertragen 

    8. Nach 6 bis 14 Tagen können die reifen Microgreens geerntet werden 

    9. Ernte sollte morgens oder abends stattfinden aufgrund der kühleren Temperaturen

    Bild: //www.flickr.com/photos


    Kontext: 

    ID: 215

  • Histamin-Intoleranz

    Unter einer Histamin-Intoleranz (Histaminose) versteht man die Unverträglichkeit von Histamin, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Diese Unverträglichkeit gibt es als angeborene Störung, aber auch als erworbene Folge von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder infolge von Medikamenten oder Giftstoffen. Nach Aufnahme histaminreicher Nahrung kommt es zu verschiedenen, oft unspezifischen Symptomen, die häufig Ähnlichkeit mit allergischen Reaktionen haben.

     Histamine

    Mögliche Symptome nach Aufnahme histaminreicher Nahrung sind:

    • Hautrötung, Nesselsucht, Ekzeme, Juckreiz
    • Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Migräne, Schwindel
    • verengte oder rinnende Nase, Atembeschwerden, Asthma bronchiale, Halsschmerzen
    • Blähungen (Flatulenz), Durchfall, Verstopfung, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Magenstechen, Sodbrennen
    • Bluthochdruck, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, niederer Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung und Schleimhautreizungen der weiblichen Geschlechtsteile
    • Wassereinlagerung, Knochenmarködem, Gelenkschmerzen
    • Erschöpfungszustände, Seekrankheit, Müdigkeit, Schlafstörungen
    • Verwirrtheit, Nervosität, depressive Verstimmungen

     

    Potentiell unverträgliche Nahrungsmittel

    Unter anderem:

    • Sauerkraut
    • Tomaten (inkl. Ketchup und Pizza)
    • Erdbeeren
    • Avocado
    • Spinat 

    Quelle u.a.: https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz


    Kontext: 

    ID: 291

  • Spinat (Microgreens)

    Spinat

     Fakten
    Unverträglich bei Histamin-Intoleranz /  HIT
     Geschmack  Wie Spinat
     Keimung  4 - 5 Tage
     Wachstum bis zur Ernte  7 - 10 Tage
     Stickstoffbedarf  niedrig - Schwachzehrer
     pH - Bereich  5,5 - 7,0  passende Pflanzen
     Ec - Bereich  1,8 - 2,3  passende Fische
     Größe  bis 7,5 cm

     

    Spinat2 Microgreens
       

      

     Anzucht
     Einweichen der Samen  empfohlen, mindestens 6 Stunden  
     Tränken des Mediums  nicht notwendig 
     Wachstumsmedium  - Blumenerde gemixt (organisch bevorzugt)
    - Kokosnuss Erde
    - Torffreie Anzuchterde
    - Hanfmatten
     Licht  mindestens 6 Stunden Belichtung pro Tag
     Keimungstemperatur  21° C
     Bewässerung

    - 2 mal täglich fluten und abfließen morgens und abends oberflächlich mit Wasserzerstäuber besprühen

     Bevorzugtes System  Ebbe - Flut Systeme

      

     Nährwerte pro 100g
     Kalorien  5 kcal 
     Kohlenhydrate  1,38 g 
     Phosphate   2,9 mg 
     Vitamin C  0,05 mg 
     Fett  0,3 g 
     Proteine  0,18 g 
     Fasern  0,85 mg 
     Magnesium 5,4 mg 
     Calcium 31 mg 
     Eisen  1,1 mg 

     


     

    Schritte der Anzucht

    1. Geben Sie die Samen für 6 Stunden in eine Schüssel mit klarem Wasser um sie einzuweichen

    2. Wachstumsmedium vorbereiten und großzügig oberflächlich befeuchten

    3. Samen gleichmäßig verteilen und partielle Anhäufungen meiden

    4. Die Samen ausgiebig mit Wasserzerstäuber befeuchten 

    5. Mit einer beliebigen Abdeckung abdecken und beschweren (z.B. 2 Kg), dunkel lagern  

    6. Keimung erfolgt in 4 - 5 Tagen

    7. Abdeckung entfernen und in das Aquaponik-System übertragen 

    8. Nach 7 bis 10 Tagen können die reifen Microgreens geerntet werden 

    9. Ernte sollte morgens oder abends stattfinden aufgrund der kühleren Temperaturen

    Bild: https://pixnio.com/flora-plants/crops/green-spinach-agriculture#


    Kontext: 

    ID: 240

  • Tomaten Richtwerte

    Düngung von Tomaten in Hydro- bzw. Substratkultur

    Die folgenden Richtwerte sind aus einer Masterarbeit der Fachhochschule Südwestfalen entnommen. Link siehe unten.


    Düngung von Tomaten in Substratkulturen erfolgt oft nach Werten die in mmol/l angegeben sind. Um sie etwas verständlicher darzustellen, sind die Richtwerte zusätzlich in g/l umgerechnet. In der folgenden Tabelle ist ein Überblick über den Bedarf an Anionen, Kationen und Spurenelementen von Tomaten dargestellt.

    Beispiele wie Mol in Gramm und umgekehrt berechnet werden finden Sie hier.

    Grenzen mmol/l
       
     Richtwert bei 3,7 EC in mmol/l
     Richtwert in g/l (gerundet)  von bis
    NO3 Nitrat 23 1.426 13 25
    Cl Chlorid     1 6
    S Schwefel 4 0.128 3.5 6.5
    HCO3 Bicarbonat 0.5 0.030 0.1 1
    P Phosphor 1.3 0.03 0.5 1.5
    NH4 Ammonium < 0.2 0.003 0.1 0.5
    K Kalium 8 0.312 5 10
    Na Natrium     1 6
    Ca Calcium 8 0.320 5 10
    Mg Magnesium 4 0.097 2.5 5
    Si Silizium        
    Fe Eisen 25 0.001 9 30
    Mn Mangan 7 0.0004 3 10
    Zn Zink 4 0.0004 5 10
    B Bor 75 0.0053 26 80
    Cu Kupfer 1 0.000064 0.5 1.5
    Mo Molybdän 0.5 0.000048    
               
    Pepper, tomato, celery, and beans.
    Vaughan's Seed Store (1906) 

     

     

    Grundsätzlich wird der Anbau von Tomaten als Substratkulturen folgendermaßen durchgeführt:

    - Ansetzen der Setzlinge im Dezember/Januar

    - Veredlung der Setzlinge:
       - Köpfen nach dem 3 Blatt  1 Samen = 2 Triebe (Saatgutkosten sparen)
       - Evtl. erneutes Köpfen nach dem 6. Blatt möglich

    - Es werden kontinuierlich Triebe geerntet, welche Tomaten tragen

    - Pro Jahr etwa 30 Ernten

    - Ernte pro Strauch: 600 g Tomaten
       - 600 g x 2,5 Pfl./m2 x 30 Ernten = 45 kg Tomaten / m2
       - Für 20m² Gewächshaus 900 kg Tomatenernte / Jahresernte

     

    Folgende Punkte sind bei der Düngung von Tomaten in Substratkulturen zu beachten:

    - Generell müssen für die Nährstoffe eine A- und B-Lösung hergestellt werden.

    - Beide Lösungen dürfen nicht zeitgleich in das Wasser gegeben werden, da es sonst zu Gipsbildung bzw. Ausfällung kommt (hoher Calcium-Gehalt)

    - Eine Düngergabe erfolgt i. d. R. nach Einstrahlungswerten (LUX)
       - 20 bis 30 Starts bei hoher Sonneneinstrahlung im Sommer, z. B. 100 cm3/Pflanze bei ca. 20 kg
       - 2 bis 3 Starts bei Dunkelheit (Februar/März)

    - In der Startphase benötigen Tomaten alle 8 h 50 cm3/Pflanze

    -  Ansonsten 3 bis 5 l/Pflanze im Hauptwachstum

    -  Für den Geschmack ist ein hoher Salzgehalt nötig
       - Tragen die Tomatensträucher keiner Früchte, ist weniger Kalium zu düngen

    -  Ammonium wird nur zum Stabilisieren des pH-Wertes in der Matte gegeben

    -  Kalium und Calcium sollen in einem Verhältnis von 1:1 in der Matte oder im Dränwasser vorliegen

     - Wenn mit einem geschlossenen System kultiviert wird, werden für die Nährlösung 8 mmol K und 4 bis 5 mmol Ca empfohlen

     -  Die Schwefelgehalte können in der Nährlösung auf 2 mmol gesenkt werden.

     - In Tomatenkulturen werden Anpassungen an den Entwicklungsstand der Kultur vorgenommen (s. nachfolgende Tabelle):

     

    Nährstoff Startphase Ertragsphase
      reduzieren gleich zusätzlich reduzieren gleich zusätzlich
    NO3   -     -  
    K -1.5         +1
    Ca     +1 -0.5    
    B     +20      
    Fe           +10

     

    Kosten der Düngung:

    1300 l Wasser pro m2 / Jahr werden benötigt (davon 300 l wiederverwertbar als Prozesswasser)
    das entspricht 1,3 m3 Wasser/m2 

    1 m3 Wasser = 0,30 € - 1,00 €
    für die Nährlösung werden folgende Werte angenommen:
    Preis Dünger je m3 Wasser = 1,00 € - 1,20 €

    Umgerechnet auf 2,5 Pflanzen pro mergeben sich Düngungskosten von ca. 1,70 € bis 2,90 € pro m/ Jahr.
    Für eine exakte Düngebedarfsrechnung kann ein Programm genutzt werden, welches im Folgenden verlinkt ist:
    http://www.haifagroup.com/Dutch/knowledge_center/expert_sofwares/


    Fazit

    Systeme
    Es gibt unterschiedliche Hydrokultursysteme, die nach verschiedenen Kriterien betriebsindividuell ausgewählt werden müssen. Welche Kultur/en sollen angebaut werden, welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung und welche Arbeitszeit kann/soll eingebracht werden? Für die Kombination eines Systems mit einer Aquakultur eignen sich vor allem N.F.T. oder Ebb and flow auf Grund der einfachen Struktur und einem abgetrennten Bereich für die Nährlösung.


    Prozesswasser
    Mit Hilfe der Futterzusammensetzung ist die Grundlage gegeben, um die theoretische Wasserbelastung und die für die Hydrokultur zur Verfügung stehenden Nährstoffe abzuschätzen. Die anfallenden Nährstoffmengen sind aber variabel und abhängig von der Futterzusammensetzung (Höhe des XPGehaltes), der Fütterungsintensität, den Besatzdichten (kg/m³) und der Verteilung der Fütterungsintervalle über den Tag. Durch eine 24 StundenFütterung sind Schwankungen in der Wasserbelastung zu senken und damit wird ein gleichmäßigerer Wasserdurchfluss/Wasseraustausch ermöglicht.
    Die gesamte Ammoniumstickstoffproduktion setzt sich zusammen aus 51,3 % des enthaltenen N/kg Futter als nicht fäkale Verluste und 9,4 % des enthaltenen N/kg Futter als fäkale Verluste. Die restlichen 39,3 % des enthaltenen N/kg Futter werden für das Wachstum der Fische verbraucht. Ziel der Modellrechnung ist es, die Nitratmenge (g) im Wasser bei unterschiedlichen
    Besatzdichten der Fische möglichst exakt zu errechnen, um anfallende Stickstoffmenge abschätzen zu können. Dafür wurden unterschiedliche Faktoren einbezogen und als Variablen in einer Tabelle verwendet. Bei einer
    Futterintensität von 3 % ergibt dies eine Mastdauer von 147 Tagen. Dabei bildet insbesondere eine intensive Besatzdichte (450 kg/1,5m³) sehr hohe Nitratmenge. Während eine geringe Besatzdichte (75 kg/1,5m³) nicht annähernd diese Menge hervor bringt. Die hat zur Folge, dass die Nitratmengen sehr variieren.

     

    Nährstoffversorgung

    Die Düngung in Hydrokulturen orientiert sich an Richtwerten für bestimmte Salzgehalte im Wasser. Diese Salzgehalte sind durch den EC-Wert (Elektronische Konduktivität) beschrieben. Ein EC-Wert von 3,7 ist im Durchschnitt ein repräsentativer Richtwert. Dafür entsprechend werden die Nährstoffe berechnet. Die Nährstoffzugabe erfolgt in zwei Schritten, A und B Lösung. Damit wird ein Verklumpen (Vergipsung) der Nährlösung verhindert. Entsprechend der Pflanzenentwicklung wird die Nährstoffmenge angepasst. Im Durchschnitt liegt die Nährstofflösungsmenge bei 3-5 l je Pflanze im Hauptwachstum.


    Schlussfolgerung:

    I) Pflanzen
    Nitratbedarf: 1,426 g/l NO3
    Pflanzenmenge: 5 l/Pflanze
    Anzahl Pflanzen: 2,5 Pflanzen/m²
    Gesamtfläche: 20 m²
    Rechnung (1): 1,426 g/l NO3 * 5 l/Pflanze * 2,5 Pflanzen/m² * 20 m² = 356,5 g NO3/Jahr u. Gesamtfläche

    II) Prozesswasser
    Annahme: 75 kg/ Becken
    Nitratmenge: 312,14 g aus drei Becken
    Masttage: 147
    Durchgänge: 365 : 147 = 2,5
    Rechnung (2): 2,5 Durchgänge * 312,14 g NO3/Jahr u. Gesamtfl. = 780,35 g NO3/Jahr
    Rechnung (3): 780,35 g NO3/Jahr : 356,5 g NO3/Jahr u. Gesamtfl. = 2,19

    Bei einer Besatzdichte von 75 kg/ Becken steht zurzeit 2,19-mal so viel Nitrat zur Verfügung wie die Tomaten benötigen.

    III) Empfehlung:
    Rechnung (4): 75 kg/ Becken : 2,19 = 34,25 ~ 34 kg/ Besatzdichte
    Für die benötigte Nitratmenge der Pflanzen bei einer Gesamtfläche von 20 m² ist eine Besatzdichte der Fische von 34 kg als empfehlenswert anzusehen.

     


    Quelle: https://www.fh-swf.de/media/neu_np/fb_aw_2/dozentinnen/professorinnen_2/lorleberg/projekte_masterstudiengang/Report_Planung_Aquaponik-Demonstrationsanlage_2015.pdf

    Kontext:

    ID: 383