Sprache auswählen

insects AmericanSnoutByLaurieSheppard CC
In einer Ökoponikanlage müssen verschiedenste Lebewesen integriert werden, um ein gesundes, nachhaltiges und funktionierendes Ökosystem zu schaffen. Das Wechselspiel der einzelnen Teilnehmer ist hoch komplex und unerwünschte Interaktionen, sprich Wechselwirkungen, sind bisher kaum erforscht. Stichwort Biosphäre.
 
Hier nun einige Beispiele für die Zusammensetzung eines solchen Systems.
 
 

Pflanzen

Gemüse
  • Salate (z.B. Kopfsalat, Römersalat)
  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Kräuter (z.B. Basilikum, Minze, Koriander)
  • Blattgemüse (z.B. Spinat, Mangold, Rucola)
Es können in diesem System praktisch alle Pflanzen gezüchtet werden. Arten die in Hydroponik nicht oder nur schwer anbaubar sind, können hier im Erdreich bzw. in sogenannten Hydroponik-Töpfen gezogen werden.
 
Früchte
  • Erdbeeren
  • Melonen
  • Beeren (z.B. Himbeeren, Brombeeren)
 
 
Blumen und Zierpflanzen 
  • Ringelblumen
  • Lavendel
  • Rosen
 
 

Mikroorganismen

Nitrifizierende Bakterien
  • Nitrosomonas: Wandeln Ammoniak in Nitrit um.
  • Nitrobacter: Wandeln Nitrit in Nitrat um, das von Pflanzen als Nährstoff genutzt wird.
 
Mykorrhiza-Pilze
Diese fördern das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen.
 
Nützlinge und Bodenorganismen
  • Würmer (z.B. Regenwürmer), unterstützen die Kompostierung und verbessern die Bodenstruktur.
  • Marienkäfer: Fressen Blattläuse.
  • Florfliegen: Bekämpfen Schädlinge wie Blattläuse und Milben.
  • Nematoden: Bekämpfen bodenbürtige Schädlinge.
  • Raubmilben: Kontrolliert Spinnmilben und Thripse.
  • Asseln: Liefern nährstoffreichen Kot.
  • Springschwänze: Nahrungsquelle für andere Wasserbewohner.
  • Schnecken (Fressen alles Totmaterial, manche Arten sogar Küchenabfälle, z.B. Posthornschnecke).

Bestäuber
  • Bienen, z.B. Honigbienen und Hummeln bestäuben Blütenpflanzen und fördern die Fruchtbildung.
  • Schmetterlinge
Eine parallele Bienenzucht oder zumindest ein Bienenstock bietet sich in diesem System von selbst an.
 
Kompostwürmer
  • Rote Kompostwürmer (Eisenia fetida), helfen bei der Zersetzung organischer Abfälle und produzieren nährstoffreichen Wurmkompost.
 
Kleinlebewesen im Wasser
  • Wasserflöhe (Daphnia), helfen, das Wasser zu reinigen und Algenwachstum zu kontrollieren.
  • Amphipoden (z.B. Gammarus oder Flohkrebse / Klasse Malacostraca, etc.), zersetzen organisches Material und tragen zur Wasserreinigung bei.
 
Durch die Integration dieser Lebewesen in eine Ökoponikanlage wird ein gesundes, ausgewogenes Ökosystem geschaffen, das zur Pflanzengesundheit beiträgt, Schädlinge kontrolliert und die Nährstoffzyklen unterstützt.
 
Bild: Public Domain: https://www.flickr.com/photos/51896441@N04/32513567001
ID: 193
URL