Hydroponik
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Amaranth (Hydroponik)
Amaranth
Empfehlung Pflanzabstand 50 cm Wurzellänge 50 cm Pflanzenhöhe 50 - 300 cm Sonne volle Sonne Beleuchtung 12 - 16 Stunden Bodentyp (bei Erdanbau) beliebig Nährstoffbedarf Summe hoch Nährstoffdosierung (NPK) 4-18-38 pH - Bereich 5,5 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 0,8 - 1,6 passende Fische Klimazone (USDA) 12a ~ > 8 °C Wachstum bei Frost nein Temperaturschäden ab < 4 °C Frost-Resistenz nein (Varietät caudatus: ja) Tage bis zur Keimung 7 Tage bis zur Ernte 120 - 150 Vegetationsperiode 1 Jährig Im Anbau übliche Sorten:- Amaranthus cruentus
- Amaranthus hypochondriacus
- Amaranthus caudatus
Amaranthaceae
Gehört zur Gattung der Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae). Diese sind vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Afrika zu Hause, ebenso in tropischen, sub-tropischen und warm-gemäßigten Klimazonen aller Kontinente.
Anzucht
Bevorzugte Systeme Nährstoff Startphase Ertragsphase Dosis - + - + NO3 1,5 K 1,0 1,0 Ca 1,0 0,8 B 20,0 Fe 10,0 Alle Angaben in mMolSiehe auch: Mangelerscheinungen Quellen u.a.:Dosierung Dünger: images//produkte/studien//Fertilizer%20Management%20for%20Amaranth.pdfWeiterführende Informationen:Likpètè, D.D., Adjogboto, A., Akponikpe, P.B.I., Djenontin, A.J., Baco, M.N., Sossa-Vihotogbe, C.N.A. and Agbossou, E.K. (2019). Water use efficiency of local amaranth as affected by timing and application methods of fertilizer micro-dosing. Acta Hortic. 1238, 45-54, DOI: 10.17660/ActaHortic.2019.1238.6: https://doi.org/10.17660/ActaHortic.2019.1238.6
Kontext:
ID: 282
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Anlagenvergleich nach Kosten/Nutzen
By Adam Arthur CCBY2 Die Wahl der Aquaponik oder Hydroponikanlage
Die Wahl der Bewässerungsart richtet sich nach verschiedensten Faktoren wie Kosten für den Aufbau der Anlage, Betriebskosten, Platzbedarf, Wasserverbrauch, gewünschter Produktivität (Ertrag) und vielen weiteren Aspekten. Um Ihnen eine Entscheidung zu erleichtern haben wir hier ein Beispiel für Sie erstellt, das Ihnen einen ersten Eindruck über die zu erwartenden Kompromisse geben kann.
Das in diesem Beispiel verwendete System nennt sich DAR (Decision Analysis and Resolution) und stammt aus der Industrie, genauer gesagt stammt dieser Ansatz aus CMMI. Sie ist ein Hilfsmittel um verschiedene Varianten und Alternativen bei der Realisierung eines komplexen Projektes präzise und exakt zu formulieren, die einzelnen Aspekte zu gewichten und daraus eine Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Variante eines Projektes zu fällen. Darüber hinaus erleichtert sie auch subjektive Argumente in entscheidungserleichternde Zahlen und Werte zu fassen. Im Nachhinein kann damit auch der Entscheidungsprozess leicht nachvollzogen werden. Hier ein kurzer Artikel in Englisch dazu.
Hier nur eine einfache Übersicht einzelner Faktoren. Bitte wenden Sie sich an uns für eine ausführliche Beratung die genau auf Sie zugeschnitten ist. Unter anderem:
- Anlagentyp
- Platzbedarf
- Energiebedarf
- Ausfallsicherheit
- Produktivität
- Erstellungskosten
- Betriebskosten
- Break Even Point
- etc.
Unter dem Stichwort Business finden Sie weitere Informationen dazu.
Eine erste Entscheidungshilfe
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Aspekte die bei einer Planung solcher Anlagen bestimmend sind auf dem Weg bis zu einer Realisierung. Ein solches Projekt besteht aus vielen kleinen Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Vorgehensweise oder Investition. Neben den Kosten und der Nutzungsanalyse fallen viele schwer zu quantifizierende Aufwendungen sowohl zeitlicher als auch monetärer Art an. Von der Grundstückssuche, der Erstellung der Anlage bis hin zu Schulungen für Mitarbeiter und dem anfallenden Arbeitsaufwand reicht die Bandbreite.
Hier einige Stichworte zu diesem Thema:
Sie finden in den folgenden Dateiformaten ein Beispiel wie ein solch komplexer Entscheidungsprozess gestaltet werden kann und auch subjektive Aspekte quantifiziert und in Gruppen leichter entschieden werden kann. Auch wenn dies nur ein Ansatz von vielen ist bekommen Sie doch einen ersten Eindruck welchen Umfang die Gestaltung und Planung einer Aquaponik- oder einer reinen Hydroponikanlage annehmen kann.
DAR (Decision Analysis and Resolution) im Format Excel 97–2003 (.xls)
DAR (Decision Analysis and Resolution) im Format Open Document (.ods)
Hier ein Screenshot der Berechnungs-Matrix (Tabellenkalkulation). Diese können Sie sich herunterladen und für Ihre Belange anpassen oder erweitern.
Bei Fragen wenden Sie sich einfach an uns.
Weiterführender Artikel: Unsere Leistung
ID: 20
Kontext:
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Aquakultur und Aquaponik
Aquakultur ist nicht Aquaponik
Wir konsumieren heute mehr Fisch als in den Meeren und Seen vorhanden ist oder sich fangen lässt.
Aquakulturen in den Meeren und Seen sind die Basis für den hohen Fischkonsum. Aquakulturen erscheinen heute als die Lösung überhaupt, um die hohe Nachfrage nach Fisch abzudecken, dennoch ergeben sich auch negative Folgen für Mensch und Umwelt, besonders für die im Wasser lebenden Organismen. Klar ist, dass schon mehr als die Hälfte aller Fischprodukte, die weltweit verzehrt werden, aus Aquakulturen stammen.
Doch was ist eigentlich Aquakultur? Aquakultur oder auch Aquafarming ist die systematische Zucht und der Fang von Fischen, Meeresfrüchten, etc. in Süß- oder Meerwasser. Gleichwohl ist der Unterschied, verglichen mit dem herkömmlichen Fischfang sehr groß. Beim klassischen Fischfang werden Fische aus öffentlichen Gewässern entnommen, wobei sich bei Aquafarming die einzelnen Fischarten in separaten Netzgehegen befinden und dort gezüchtet, gefüttert und anschließend gefangen werden.
Dies geschieht im Meer, in Buchten oder in Wassertanks. Die Fische sind somit Eigentum des Halters und können sich nur in ihrem Netzgehege aufhalten, anders als bei Fischen, die auf herkömmliche Weise gefischt werden. In der Freilandzüchtung gibt es viele zusätzliche Probleme: das nicht verbrauchte Futter fällt im Meer einfach zu Boden und ab einer bestimmten Menge führt dies zu unerwünschten Reaktionen der Umwelt.
Der Unterschiede der Systeme
Schon jetzt ist deutlich, dass bei der Aquakultur und der Hydroponik Umweltaspekte und eine höhere Produktionsmenge eine entscheidende Rolle spielen. Die Systeme belasten Meere und Ackerland weniger mit Nebenprodukten und können zudem örtlich ungebunden betrieben werden. Der Unterschied ist der: Hydroponik ist für den Anbau von Pflanzen, die Aquakultur für die Zucht von Tieren gedacht.In der Aquaponik werden die beiden Systeme kombiniert, um die jeweiligen Nachteile zum Vorteil des anderen Systems zu gestalten. Es geht kaum Wasser verloren da die Kreisläufe nahezu geschlossen sind - mit der Ausnahme des entnommenen Materials (Obs, Gemüse, Fisch, etc.) geht extrem wenig Wasser aus dem System heraus. Das bedeutet das auch nur entsprechend wenig Wasser wirklich verbraucht wird. Dazu muss nicht regelmäßig Dünger bzw. Nährlösung in das System gegeben werden. Daher kann die Aquaponik auch als Weiterentwicklung von Aquakultur und Hydroponik bezeichnet werden.
Aquaponik – Kombinierte Systeme
Sich ein Aquakultur- oder auch ein Hydroponik-System zuzulegen ist wenig Aufwand.Es bieten sich zwei Ansätze an: beides einzeln errichten oder in einem kombinierten System zu bauen. In Aquaponik-Systemen werden die Vorteile der beiden beschriebenen Systeme einnfach kombiniert. Pflanzen werden nur in einem Substrat angebaut, die Fische werden in einem großen Becken gehalten.Ein Erdersatz ist Blähton, auch wenn dieser nicht günstig ist. Kies, Steinwolle, Kokosfaser oder andere Stoffe sind auch möglich, bedürfen aber eines gewissen austestens, da nicht alle Pflanzen alle Varianten gleichermaßen vertragen.
Ein wesentlicher Teil des Kreislaufes ist der Sammelbehälter für das Hydroponik-Wasser in dem letztlich die Fische gehalten werden. Diese werden durch die Pflanzen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Durch die Ausscheidungen der Fische erhalten die Pflanzen fast alles Notwendige. Das Ergebnis ist, dass außer etwas Wasser keine Zusätze verwendet werden müssen. Das geschlossene System funktioniert, bis auf eine kleine Wasserpumpe autonom.
Soviel zur Theorie, hier eine interessante Studie der Fachhochschule Südwestfalen die die gesamte Problematik einer solchen Anlage im richtigen Leben zeigt.
Bild: Principles of aquaponics - by Dr. James Rakocy
Kontext:
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Aquaponik
Aquaponik ist ein Verfahren, das die Aufzucht von Fischen in einer Aquakultur mit dem Anbau von Pflanzen in Hydrokultur kombiniert. Es gibt verschiedene Ansätze, um die Nährstoffe zu den Pflanzen zu bringen.
Die Idee ist den von den Fischen abgegebenen Stoffe direkt als Dünger für Pflanzen zu verwenden. In der Regel müssen diese zuerst aufbereitet werden, was über Bakterien erfolgt.
Graphic courtesy of I. Karonent, adapted for aquaponics by S. Friend.
Wir bieten Ihnen Steueranlagen zur automatischen Bewirtschaftung Ihrer Aquaponik- und Hydroponikanlage an. Unser Angebot reicht von Anlagen die nur der Dokumentation dienen, bis hin zur vollautonomen Anlagensteuerungen.
Einen Detaillierteren Artikel über Aquakultur bzw. Aquaponik finden Sie hier.
Kontext:ID: 82 -
Aquaponik und Hydroponik
Aquaponik ist ein Verfahren, das die Aufzucht von Fischen in einer Aquakultur mit dem Anbau von Pflanzen in Hydrokultur kombiniert. Es gibt verschiedene Ansätze um die Nährstoffe, die die Fische produzieren, zu den Pflanzen zu bringen.
Hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Arten der Bepflanzung.
Eine Übersicht der Aquaponik-Anlagentypen sind hier zu sehen.
Aquaponik- wie auch Hydroponiksysteme sind immer Teil eines geschlossenen Kreislaufes. Aquaponik, für die Fischproduktion, enthält immer ein hydroponisches System für den Pflanzenanbau. Das System funktioniert, indem die Ausscheidungen aus der Fischzucht als Nährstoffe für die Pflanzen verwendet werden. Dies geschieht in unseren Anlagen automatisch über Dosiersysteme. Durch eine entsprechende Steuerung der Nährstoffzufuhr - die auf die jeweils ausgewählte Pflanzenart und die Entwicklungsphase optimiert ist. Der geschlossene Kreislauf führt dazu, dass weit über 90% der notwendigen Nährstoffe, d.h. der Investitionen, tatsächlich in den beiden Endprodukten (Gemüse & Fisch) enthalten sind.
Im Gegensatz zur bodengebundenen Anpflanzung ergeben sich folgende Vorteile
- Hoher Ertrag: 500m2 bringen bis zu 8 Tonnen Fisch und 16 Tonnen Tomaten pro Jahr.
- Minimaler Platzbedarf: Rentabilität ab 500 m2
- Wetterunabhängigkeit: Ganzjähriger Betrieb und Ertrag
- Unabhängigkeit von Niederschlägen: geschlossener Kreislauf
- Sehr geringer Wasserverbrauch
- Kein Einsatz von Pestiziden
- Kein Einsatz von Herbiziden
- Kein Einsatz von Medikamenten
- Keine Schädigung des Grundwassers: geschlossener Kreislauf
Wir bieten Ihnen Steueranlagen zur automatischen Bewirtschaftung Ihrer Aquaponik- und Hydroponikanlage an. Unser Angebot reicht von Anlagen die nur der Dokumentation dienen, bis hin zur voll-autonomen Anlagensteuerung.
Fortführender Artikel: Was ist Aquaponik?
Aquaponik und Hydroponik: Situation, Marktbedarf und Entwicklung
Die Nahrungsmittelproduktion ist abhängig von der Verfügbarkeit der Ressourcen wie Land, Süßwasser, fossiler Energie und Nährstoffen (Conijn et al. 2018), und der derzeitige Verbrauch oder Abbau dieser Ressourcen übersteigt ihre globale Regenerationsrate (Van Vuuren et al. 2010). Das Konzept der planetarischen Grenzen zielt darauf ab, die ökologischen Grenzen zu definieren, innerhalb derer die Menschheit in Bezug auf die endlichen und teils knappen Ressourcen arbeiten kann (Rockström et al. 2009).
Biochemische Flussgrenzen, die die Nahrungsmittelversorgung begrenzen, sind strenger als der Klimawandel (Steffen et al. 2015, siehe Abbildung unten). Neben dem Nährstoffrecycling sind Ernährungsumstellungen und Abfallvermeidung unabdingbar, um die derzeitige Produktion zu verändern (Conijn et al. 2018; Kahiluoto et al. 2014). Daher besteht eine große Herausforderung darin, das wachstumsorientierte Wirtschaftsmodell auf ein ausgewogenes ökologisches Wirtschaftsparadigma umzustellen - das unendliches Wachstum durch nachhaltige Entwicklung ersetzt (Manelli 2016).
Um eine ausgewogene, praktikablere und nachhaltigere Situation zu erhalten, sind innovative und ökologische Anbausysteme erforderlich, so dass Kompromisse zwischen den unmittelbaren menschlichen Bedürfnissen ausgeglichen werden können und gleichzeitig die Fähigkeit der Biosphäre die erforderlichen Güter und Dienstleistungen bereitzustellen gegeben ist (Ehrlich und Harte 2015).
In diesem Zusammenhang wurde die Aquaponik (Aquakultur + Hydroponik) als ein landwirtschaftlicher Ansatz identifiziert, der durch Nährstoff- und Abfallrecycling dazu beitragen kann, sowohl die planetarischen Grenzen (siehe Abbildung unten) als auch die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen, insbesondere in trockenen Regionen oder Gebieten mit nicht landwirtschaftlich nutzbaren Böden (Goddek und Körner 2019; Appelbaum und Kotzen 2016; Kotzen und Appelbaum 2010).
Aquaponik wird auch als eine Lösung für die Nutzung von Grenzertragsflächen in städtischen Gebieten für eine marktnahe Lebensmittelproduktion angesehen. Zu einer Zeit der „Technologie für Hinterhöfe“ (Bernstein 2011), entwickelt sich die Aquaponik jetzt schnell in die industrielle Produktion, da durch technische Verbesserungen in Design und Praxis die Produktionskapazitäten und die Produktionseffizienz erheblich gesteigert werden konnten. Ein solcher Bereich der Entwicklung ist die gekoppelte und die entkoppelte Aquaponik.
Traditionelle Entwürfe für Aquaponiksysteme mit einem Kreislauf umfassen sowohl Aquakultur- als auch Hydroponikeinheiten, zwischen denen das Wasser zirkuliert. In solchen traditionellen Systemen ist es ist es notwendig, Kompromisse bei den Bedingungen der beiden Teilsysteme in Bezug auf pH-Wert, Temperatur und Nährstoff-Konzentration einzugehen (Goddek et al. 2015; Kloas et al. 2015, Kapitel 7).
Ein entkoppeltes Aquaponiksystem kann die Notwendigkeit von Kompromissen verringern, indem es die Komponenten trennt und so die Bedingungen in jedem Teil-System optimiert werden können.
Gerade die Problematik des aufwendigen Transportes
(Aus der Region für die Region) wird zunehmend zum Umwelt- und Kostenproblem in Städten.
Erste Versuche wie etwa der Kräuteranbau in Hydroponik-anlagen die in den ersten Super- bzw. Detailmärkten zu sehen sind, veranschaulicht das Potential mit dem Effekt der Kostenreduktion, durch Einsparung von Transport und Lagerung sowie gleichzeitig dem Gewinn von Kundenakzeptanz und deren Interesse an der Problematik der zukünftigen Versorgung, da die Kräuter in diesen Anlagen vor Ort vom Kunden selbst gepflückt werden können.
Das Bild zeigt ein Anlage in einem Supermarkt der Edeka-Kette der Firma Infarm / Berlin.
Laut dem World Wild Fund for Nature (WWF) entfallen etwa 70 Prozent des globalen Süßwasserverbrauchs auf die Landwirtschaft und der Weiterverarbeitung. Dem gegenüber ermöglicht Aquaponik eine Lebensmittelproduktion mit einem um 50 bis 90 Prozent verringerten Wasserverbrauch: 50 Prozent beträgt die Ersparnis bei den alten Einkreislaufsystemen – schlicht aufgrund der Doppelnutzung des Wassers.
Ein Zweikreislauf-System mit Wasserrückgewinnung kommt sogar auf eine Ersparnis von etwa 90 Prozent. Frischwasser muss bei diesem Produktionssystem nur die Verluste durch Verdunstung und die Entnahme von Biomasse aus dem System ausgleichen.
Verfügbare Ressourcen für Ernährung
Aufgrund der Ressourcensituation ist ein Umdenken in der Nahrungsmittelversorgung unausweichlich. Der aktueller Stand der Kontrollvariablen für sieben der planetarischen Grenzen wie beschrieben von Steffen et al.(2015) ist in der Graphik oben zu sehen.
Die grüne Zone ist der sichere Betriebsbereich, die gelbe Zone stellt die Zone der Ungewissheit dar (zunehmendes Risiko), die rote Zone ist eine Zone mit hohem Risiko, und die grauen Zonengrenzen sind diejenigen die noch nicht quantifiziert wurden. Die blau umrandeten Variablen (d. h. Landsystemveränderung, Süßwassernutzung und biochemische Flüsse) zeigen die planetarischen Grenzen auf, auf die die Aquaponik einen positiven Einfluss haben kann.
Diese Graphik zeigt anschaulich das die „Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome, 1972) bereits erreicht sind. Für die traditionelle Landwirtschaft ist nicht zuletzt durch die Auslaugung der Böden durch verschiedenste Chemikalien (etwa Glyphosat, siehe Studie des BUND, 2013) bereits eine beträchtliche Ertragseinbusse zu beobachten – zumindest dort wo der Einsatz dieser Chemikalie noch erlaubt ist.
Kontext:
Weitere Informationen und Zahlen
Was ist Aquaponik: Beitrag des BR
Der Düngemitteleinsatz in der deutschen Landwirtschaft hat die Grenze von 200 Tonnen pro Hektar und Jahr bereits überschritten.Erträge im ökologischen Landbau:Erfolgskostenrechnung im Pflanzenbau:Erträge in der Aquaponik:
Literatur und Quellenangaben
Appelbaum S, Kotzen B (2016) Further investigations of aquaponics using brackish water resources of the Negev desert. Ecocycles 2:26. https://doi.org/10.19040/ecocycles.v2i2.53
Bernstein S (2011) Aquaponic gardening: a step-by-step guide to raising vegetables and fish together. New Society Publishers, Gabriola Island
Conijn JG, Bindraban PS, Schröder JJ, Jongschaap REE (2018) Can our global food system meet food demand within planetary boundaries? Agric Ecosyst Environ 251:244–256. https://doi.org/ 10.1016/J.AGEE.2017.06.001
Ehrlich PR, Harte J (2015) Opinion: to feed the world in 2050 will require a global revolution. Proc Natl Acad Sci U S A 112:14743–14744. https://doi.org/10.1073/pnas.1519841112
Emerenciano M, Carneiro P, Lapa M, Lapa K, Delaide B, Goddek S (2017) Mineralizacão de sólidos. Aquac Bras:21–26
Goddek S (2017) Opportunities and challenges of multi-loop aquaponic systems. Wageningen University, Wageningen. https://doi.org/10.18174/412236
Goddek S, Keesman KJ (2018) The necessity of desalination technology for designing and sizing multi-loop aquaponics systems. Desalination 428:76–85. https://doi.org/10.1016/j.desal.2017. 11.024
Goddek S, Körner O (2019) A fully integrated simulation model of multi-loop aquaponics: a case study for system sizing in different environments. Agric Syst 171:143–154. https://doi.org/10. 1016/j.agsy.2019.01.010
Kotzen B, Appelbaum S (2010) An investigation of aquaponics using brackish water resources in the Negev desert. J Appl Aquac 22:297–320. https://doi.org/10.1080/10454438.2010.527571
Manelli A (2016) New paradigms for a sustainable Well-being. Agric Agric Sci Procedia 8:617–627. https://doi.org/10.1016/J.AASPRO.2016.02.084
Monsees H, Keitel J, Kloas W, Wuertz S (2015) Potential reuse of aquacultural waste for nutrient solutions in aquaponics. In: Proc of Aquaculture Europe. Rotterdam, The Netherlands
Steffen W, Richardson K, Rockström J, Cornell SE, Fetzer I, Bennett EM, Biggs R, Carpenter SR, de Vries W, de Wit CA, Folke C, Gerten D, Heinke J, Mace GM, Persson LM, Ramanathan V, Reyers B, Sörlin S (2015) Planetary boundaries: guiding human development on a changing planet. Science 347(80):736
Studien
Glyphosat-Studie des Bundes
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/umweltgifte/glyphosat_urin_hintergrund.pdf
Marktstudien
Data Bridge Market Research
https://www.databridgemarketresearch.com/reports/global-aquaponics-market
Aquaponik-Marktanteilstrends 2022 Globale Wachstumsherausforderungen, Chancen und regionale Segmentierungsprognose bis 2024:
https://badenwurttembergzeitung.com/2022/04/03/aquaponik-marktanteilstrends-2022-globale-wachstumsherausforderungen-chancen-und-regionale-segmentierungsprognose-bis-2024/
Dr. Olaf Zinke, agrarheute vom 24.06.2021
https://www.agrarheute.com/markt/duengemittel/duengerpreise-steigen-extrem-hoch-kommt-noch-schlimmer-582641
ID: 50
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Arten der Anpflanzung
Grundlagen
In der Hydroponik und der damit verbundenen Aquaponik gibt es unterschiedliche Methoden um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Diese kann man in aktive und passive Systeme unterteilen. Passive Systeme haben den Vorteil unabhängig von Stromversorgung zu sein. Ihre Effizienz ist dabei geringer als die der aktiven Ansätze.
Passive und Aktive Hydroponik-Systeme
Passive Hydroponik-Systeme sind Systeme, die ohne Stromversorgung funktionieren. Bei der aktiven Hydroponik werden Pumpen, Belüfter, Luftbefeuchter oder Sprüh-Vernebler eingesetzt. Diese benötigen Strom. Aktive Hydroponik Systeme sind zwar komplexer im Aufbau, aber durch den Sauerstoffeintrag um ein vielfaches effektiver, was das Pflanzenwachstum betrifft.
Übersicht
Docht-Bewässerung
Ebbe - Flut Systeme
NFT - Nährstoff-Film-Technik
DWC - Tiefwasser-Kultur (Deep Water Culture)
DFT - Tiefwasser Nährstoff Film Technik (Deep Flow Technique)
Tröpfchenbewässerung
Aeroponik - Nebel aus Nährstofflösung
Aquaponik - Pflanzenanbau und Fischzucht
Aquaponik - CHOP (Constant Height, One Pump)Eine kurze Übersicht der gebräuchlichsten Systeme in Aqua- und Hydroponik
Passive Hydroponik: Docht-Bewässerung
Das Dochtsystem (Wick Watering) benötigt keinerlei beweglichen Teile und auch keinen Strom. Die Pflanzen werden in einem Substrat kultiviert, das durch die Kapillarwirkung des "Dochtes" mit der Nährstofflösung versorgt wird. Die Versorgung der Pflanzen über dieses System ist nicht sehr effektiv. Zusätzlich kann der Docht durch Mineralienablagerungen seine Eigenschaften des Nährstofftransportes weitgehend verlieren. Ebenfalls nachteilig ist, dass den Wurzeln kein extra Sauerstoff zugeführt wird. Das System ist technisch einfach aber das Pflanzenwachstum ist langsamer als bei anderen, aktiven, hydroponischen Systemen.
Pro:
- günstige Anschaffung
- ohne Strom
- ohne Technik
- geringer Nährstoffverbrauch
- geringer Kontrollaufwand
Kontra:
- sehr geringer Ertrag
- langsames Wachstum
Aktive Hydroponik: Ebbe - Flut Systeme
Ebbe-Flut Systeme (Ebb and Flood oder Flood and Drain) verwenden Pumpen (4), die die Pflanzen zeit-gesteuert mit der Nährstofflösung flutet (2). Die Pflanzen sind in einem Netz-Topf eingebettet. Nach Abstellen der Pumpe wird die überschüssige Nährstofflösung über einen Überlauf (3) in den Vorratsbehälter (1) zurückgeführt. Oft bleibt eine Restmenge stehen, um das System weniger anfällig zu machen, falls die Pumpen einmal ausfallen sollten bleibt genug Wasser im Pflanzbecken, da der Überlauf ein Minimum an Wasserversorgung sicherstellt.
Über das Heben und Senken des Flüssigkeitsspiegels (2) wird im Wurzelbereich Sauerstoff eingebracht, was zu intensiverem Pflanzenwachstum führt. Eine Steuerungselektronik muss den Ebbe-Flut Rhythmus den Anforderungen der Pflanzen anpassen.
Pro:
- geringer Nährstoffverbrauch
- geringer Wasserverbrauch
- hoher Ertrag
- bei Strom- oder Pumpenausfall: kein Ernte-Verlust
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- Kontrollaufwand
1) Vorratsbehälter2) Flut- & Ebbebecken3) Überlauf4) Zufuhr via PumpeAktive Hydroponik: NFT - Nährstoff-Film-Technik
NFT bzw. Nährstoff-Film-Technik Systeme (Nutrient Film Technic) liefern einen permanenten Nährstofffluss, der in einem dünnen „Film“ die Wurzeln umfließt. Eine Pumpe fördert die Nährstofflösung auf eine schiefe Ebene, auf der die Pflanzenwurzeln liegen und dadurch kontinuierlich versorgt. Die ständige Strömung verhindert eine Nährstoff-Ansammlungen.
Durch den Aufbau von NFT-Systemen wird der Nährstofflösung auch Sauerstoff zugeführt, etwa durch Fallrohre oder Verwirbellungssysteme. Auf das Pflanzsubstrat wird meist verzichtet, so dass die Wurzeln direkten Zugang zu Nährstoffen und Sauerstoff haben und somit schnell wachsen können.
Ein Nachteil ist der Verlust aller Pflanzen bei defekten Pumpen oder Stromausfall.
Pro:
- geringer Nährstoffverbrauch
- geringer Wasserverbrauch
- sehr hoher Ertrag
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- Kontrollaufwand
- bei Strom- oder Pumpenausfall: Ernte-Verlust
Aktive Hydroponik: DWC - Tiefwasser-Kultur (Deep Water Culture)
Bei Tiefwasser-Kultur-Systemen, auch bekannt als DWC-System, werden bereits bewurzelte Pflanzen in einem Netztopf auf einer schwimmenden Platte in das Flüssigkeitsreservoirs eingelegt, wie ein Floß. Zur Stabilisierung der Pflanze kann der Netztopf mit Substrat, etwa Tonkugeln, gefüllt werden. Die Wurzeln hängen direkt in der Nährstofflösung, die mit Sauerstoff angereichert wird. Dies geschieht mittels einer Luftpumpe und Belüftungssteinen, die sehr feine Luftblasen ins Wasser eintragen.
Da die Wurzeln ständig mit sauerstoffreicher Nährlösung versorgt werden wachsen die Pflanzen sehr schnell und kräftig. Das System ist einfach und sicher, auch bei einem Stromausfall passiert den Pflanzen noch nichts. Durch das große Wasserreservoir kann man das System auch einige Tage alleine lassen, ohne sich darum kümmern zu müssen.
Beim DWV-System können die Pflanzen auch auf einer Art Floss sitzen und auf der Nährstofflösung schwimmen.
Pro:
- geringer Nährstoffverbrauch
- geringer Wasserverbrauch
- sehr hoher Ertrag
- schnelles Wachstum (Sauerstoff)
- bei Strom- oder Pumpenausfall: kein Ernte-Verlust
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- Kontrollaufwand
Aktive Hydroponik: DFT - Tiefwasser Nährstoff Film Technik (Deep Flow Technique)
Aktive Hydroponik: DFT - Tiefwasser Nährstoff Film Technik (Deep Flow Technique)
Die Tieffluss-Technik, besser bekannt als DFT, ist eine Variante der NFT Technik, die auch als Nutrient Film bzw. Nährstoff-Film-Technik bezeichnet wird. Statt des dünnen Nährstofffilms werden die Pflanzen von einer ca. 2-4 cm hohen Nährstofflösung umströmt. Das prinzipielle Verfahren ist gleich und arbeitet rezirkulierend.Die Tieffluss-Technik DWT macht dieses Anbausystem sicherer, da bei einem Pumpenausfall die Wurzeln weiterhin versorgt sind. Das Verfahren hat sich aber in der Industrie kaum durchgesetzt, da besonders bei längeren / größeren Systemen, die Versorgung der Pflanzen mit Sauerstoff unterschiedlich ist und die Pflanzen dadurch ungleichmäßig wachsen. Es zählt zu den aktiven Hydroponics Systemen.
Pro:
- geringer Nährstoffverbrauch
- geringer Wasserverbrauch
- sehr hoher Ertrag
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- Kontrollaufwand
- bei Strom- oder Pumpenausfall: Ernte-Verlust
Aktive Hydroponik: Tröpfchenbewässerung
Bei der Tröpfchenbewässerung (Drip System) wird über eine Tropfleitung die Nährstofflösung auf das Substrat um die Pflanzen getropft. Die Nährstofflösung fließt an den Wurzeln vorbei und versorgt diese direkt. Die überschüssige Flüssigkeit fließt ab und liefert dabei Sauerstoff in den Wurzelbereich.
Nicht rezirkulierendes System:
Im industriellen Anbau gibt es non-recovery Systeme um ohne Messtechnik einen hohen Ertrag zu erzielen. Die Pflanzen werden hierbei immer mit frischer und gleich eingestellter Nährstofflösung versorgt. Der Nährstoff wird nicht in den Kreislauf zurückgeführt um die Verbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden. Dieses Verfahren verbraucht mehr Wasser und unbenutzte Nährstoffe gehen dabei verloren. Dieses System benötigt keine Kontrolle der Nährstoffe ist aber auf die Erfahrung mit Nährstoffverbrauch angewiesen. Man kann die Anlage "blind" fahren.Pro:
- sehr hoher Ertrag
- schnelles Wachstum
- bei Strom- oder Pumpenausfall: keine Ernte-Verlust
- geringer Kontrollaufwand
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- hoher Nährstoffverbrauch
- hoher Wasserverbrauch
Rezirkulierendes System:
Die Nährstofflösung wird dem System wieder zugeführt, wodurch nur die Nährstoffe verbraucht werden die die Pflanze tatsächlich benötigt. Die Durchflussmenge wird an den Bedarf der Pflanzen angepasst. Durch das geschlossene System ist aber eine Kontrolle der Nährstoffe nötig um diese dem wachstumsphasenabhängigen Verbrauch an zu passen. Dieses System benötigt eine regelmäßige Kontrolle der Nährstoffkonzentration.Pro:
- sehr hoher Ertrag
- schnelles Wachstum
- bei Strom- oder Pumpenausfall: keine Ernte-Verlust
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- Kontrollaufwand
Ohne Kreislauf
Mit geschlossenem Kreislauf
Aktive Hydroponik: Aeroponik - Nebel aus Nährstofflösung
In einem aeroponischen Anbausystem (Aeroponic System) hängen die Wurzeln von Stecklingen oder Pflanzen nicht in einer Flüssigkeit, sondern in einem Nebel aus Nährstofflösung. Die Pflanzen werden mit Netztöpfen in eine Kammer eingehängt, wo die Wurzeln durch Wasserdüsen / Nebeldüsen mit Nährstofflösung besprüht beziehungsweise eingenebelt werden.
Aeroponische Systeme bieten die optimale Versorgung der Wurzeln mit allem, was sie zum Wachsen benötigen, sie arbeiten sehr effektiv und liefern maximales Pflanzenwachstum und zählen deshalb zu den aktiven Hydroponik Systemen. Der technische Aufwand ist wegen des hohen Wasserdrucks für die Düsen oder die eingesetzten Vernebler jedoch hoch. Außerdem muss durch technische Maßnahmen ein Verstopfen der Düsen vermieden werden. Nachteilig ist, dass ein Ausfall der Vernebler nicht lange Zeit von den frei hängenden Wurzeln verkraftet wird.
Pro:
- sehr hoher Ertrag
- schnelles Wachstum
Kontra:
- hohe Anschaffungskosten
- Stromversorgung nötig
- hoher Nährstoffverbrauch
- hoher Wasserverbrauch
- Kontrollaufwand
Aktive Hydroponik: Aquaponik - Pflanzenanbau und Fischzucht
Aquaponik (Aquaponic) setzt sich zusammen aus Aquakultur (Fischzucht) und Hydroponik (Pflanzenzucht), es werden also zwei Anbausysteme kombiniert. Die Ausscheidungen der Fische werden verwendet, um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen, sie werden recycelt und dienen als Dünger.Die Umwandlung der Ausscheidungen in von Pflanzen verwertbare Nährstoffe erfolgt mithilfe von Mikroorganismen. Dabei erfolgt auch gleichzeitig eine Reinigung des Wassers, so dass es in das Fischbecken zurückgeführt werden kann und die Fische gute Lebensbedingungen haben. So entsteht ein Kreislauf mit Win-Win Situation. Neben dem Anbau von Salat und Gemüse werden Fische als Nahrungsmittel gezüchtet oder Teiche mit Zierfischen sauber gehalten.
Die Fischzucht kann mit allen Anlagen kombiniert werden, die durch einen Kreislauf eine Trennung und Kontrolle der Nährstoffe erlauben.
Aktive Hydroponik: Aquaponik - Sumpfbehältnis (CHOP: Constant high, one pump)
Der entscheidende Vorteil der Einführung eines Sumpfbehältnisses besteht darin, dass die Höhe des Wasserspiegels – insbesondere im Fischbecken – stets konstant bleibt. Nur dann, wenn Wasser von oben durch die Pumpe ins Fischbecken gelangt, fließt Wasser durch den Überlauf wieder zurück. Dies bedeutet einerseits weniger Stress für die Fische und andererseits ist das Becken selbst bei Versagen des Systems (bspw. durch Rohrbruch) mit Wasser gefüllt, da der Wasserstand niemals unterhalb des Überlaufs sinken kann.
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Kontext:
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Biofilter (de)
Das Herzstück eines Aquaponik-Systems ist sein Biofilter. Die heterotrophen und autotrophen Bakteriengemeinschaften im Biofilter verarbeiten auf natürliche Weise organische Abfälle und liefern biologisch stabiles Wasser, das monatelang recycelt werden kann. Bei der Auswahl eines Biofiltrationssystems für die kommerzielle Aquakulturproduktion sind die Effizienz der Technologie und des Substrats sehr wichtig, da sie die Größe, die Kosten und den Energieverbrauch der teuersten Behandlungskomponente in Kreislaufsystemen bestimmen.
Artikelübersicht
Biofilter
Abbildung: Aquakulturingenieure müssen bei der Auswahl des besten Biofilters für eine bestimmte Anwendung eine Reihe von Entscheidungen treffen. Nacheinander getroffene Entscheidungen an jedem Knotenpunkt des "Entscheidungsbaums" führen zum zuverlässigsten und kostengünstigsten Filter.
FBBs (Floating Bead Bioclarifiers) bieten eine bessere Feststoffabscheidung (100 % bis zu 30 µm) als Mikrosiebe und Sedimentationsbecken und vermeiden gleichzeitig das Problem des Verbackens, das bei hohen organischen Belastungen typischerweise mit Sandfiltern verbunden ist.
Unter Wasser oder über Wasser ?
Aerobe Filter benötigen Sauerstoff. Wenn der Biofilm im Wasser, das zum Filter transportiert wird, ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann, wählen Sie einen Unterwasserfilter. Andernfalls sollten Sie sich für einen aufsteigenden Filter entscheiden. Emergente (aufsteigende) Filter (EGSB) verwenden ein kaskadenförmiges Gemisch aus Wasser und Luft, um sicherzustellen, dass ein hoher Sauerstoffgehalt an der Oberfläche des Biofilms aufrechterhalten wird. Tropfkörper verteilen das Wasser über eine mit Biofiltermedien gefüllte Säule. Rotierende biologische Kontaktoren - manchmal auch Nass-/Trockenfilter genannt - verwenden einen eher mechanischen Ansatz. Sie drehen sich langsam in einen Wassertank hinein und wieder heraus, wobei das Medium immer nass bleibt, aber zusätzlich belüftet wird.
Überwasserfilter
Emergente Filter sind in der Lage, eine extrem hohe flächenmäßige Umwandlung von TAN (umgewandelte TAN in Gramm pro Quadratmeter Oberfläche) zu erreichen, werden jedoch durch eine geringe spezifische Oberfläche (Quadratmeter Biofilm pro Kubikmeter Einheitsvolumen) eingeschränkt. Infolgedessen können auftauchende Filter 5 bis 10 Mal größer sein als die untergetauchten Alternativen, und bei einigen Medientypen ist Vorsicht geboten, um eine mögliche Verstopfung zu verhindern. Diese Filter bieten sekundäre Vorteile in Form von Belüftung und Kohlendioxidstrippung. Sie eignen sich am besten für stark belastete Systeme, wo ihre Fähigkeit, dem Biofilm Sauerstoff zuzuführen, einen gewissen Nutzen bringen kann.
TAN: Total ammonia nitrogen / Gesamt-Ammoniak-Stickstoff
Unterwasserfilter
Befürworter von Tauchfiltern weisen darauf hin, dass die Fische in Kreislaufsystemen auf der Zulaufseite der Filter leben und die TAN-Werte sehr niedrig gehalten werden müssen. Sie argumentieren, dass nicht die Sauerstoffdiffusion, sondern die TAN-Diffusion in Biofilme die Leistung der Biofiltration begrenzt. Die Befürworter von Unterwasserfiltern konzentrieren sich in der Regel zunächst auf die Maximierung der spezifischen Oberfläche und dann auf Biofilme und Feststoffmanagement, um die TAN-Diffusionsraten zu verbessern.
Unterwasser-Schüttbett
Die ältesten Biofilter bestehen lediglich aus einem Bett aus untergetauchten Medien, durch die das das Wasser in einem Kreislauf geführt wird. Diese Filter haben im Allgemeinen keine Biofilm- oder Feststoffmanagement-Funktionen, und der spezifischen Oberfläche wird nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Diese Filter werden mit großem Erfolg in Haltungssystemen für Meeresfrüchte, leicht belasteten Aquakulturen, Schauaquarien und dergleichen eingesetzt. Die großen, preiswerten Filter leisten gute Arbeit, bis sie überlastet werden und in eine Zone mit positivem Bakterienwachstum geraten, die sie unbrauchbar macht, da kein Wasser mehr in den Filter eindringen kann. Diese Unzulänglichkeiten von getauchten Schüttbetten wurden durch Filter behoben, die das Problem der Feststoffansammlung in den Griff bekommen können.
Expandierbare Granulatfilter
Expandierbare Granulatfilter unterscheiden sich von anderen Filtertypen durch einen Rückspülmechanismus. Expandierbare Granulatfilter, zu denen Feinsandfilter, Kiesfilter und Beadfilter gehören, haben eine ähnliche Rückspülstrategie, die es ihnen ermöglicht, in einem breiten Spektrum von Funktionen zu arbeiten. Diese Wahl steuert den Wasserverlust und hat großen Einfluss darauf, wie einfach die Biofilme der Filter manipuliert werden können. Expandierbare Granulatfilter haben die einzigartige Fähigkeit, als mechanische Filter, Biofilter oder Bioklärer zu arbeiten. Ihre Wirksamkeit in diesen drei Bereichen ist jedoch sehr unterschiedlich.
Feinsandfilter
Feinsandfilter werden in den meisten Anwendungen hauptsächlich als mechanische Filter eingesetzt, tragen aber in Kreislaufsystemen zu einer gewissen Nitrifikation bei. Diese Filter eignen sich in den meisten kommerziellen Anwendungen schlecht als Biofilter, da die Entwicklung eines Biofilms den Waschmechanismus schnell außer Kraft setzt. Alle Sand- und Kiesfilter benötigen hohe Durchflussraten, um ihre Expansion in Gang zu setzen, was auch zu hohen Wasserverlusten bei der Rückspülung führt. Diese Wasserverluste können Biofilm-Management-Strategien behindern, die die Leistungsfähigkeit der Biofilter verbessern. Sandfilter werden häufig als Klärbecken für Schauaquarien, als mechanische Zulauffilter in Aquakulturanlagen und als Biofilter in sehr schwach belasteten Kreislaufsystemen eingesetzt. Grobe Sand- und Kiesmedien werden mit einigem Erfolg eingesetzt, da sie über ausreichende Abrasionskapazitäten verfügen, um Bioflocke abzuschlagen und die Probleme des Verbackens zu vermeiden, die feinere Sandbetten plagen.
Schwimmende Bead-Filter
Floating-Bead-Filter besitzen praktisch alle Eigenschaften von Sand- und Kiesfiltern, reduzieren oder eliminieren jedoch die Probleme des Biofouling und des Wasserverlusts. Je nach Anwendung können Beadfilter effektiv als mechanische Filter, Biofilter oder Bioklärer eingesetzt werden, wobei sie gleichzeitig Feststoffe abfangen und als Biofilter fungieren. Der Rückspülmechanismus und die Häufigkeit der Rückspülung der Anlagen werden als Instrument zur Verwaltung des Biofilms eingesetzt. Gut gemanagte Anlagen sind daher in der Lage, volumetrische TAN-Umwandlungsraten zu erzielen, die mit anderen Biofiltrationsformaten in hohem Maße konkurrenzfähig sind. Darüber hinaus liegt der Wasserverlust bei diesen Filtern zwischen knapp über 1 Prozent und 10 Prozent des Rückspülbedarfs für gleichwertige Kiesfilter.
Expandierte Biofilter
Expandierte Biofilter, bei denen Sand oder Perlen kontinuierlich expandiert werden, fangen keine Feststoffe ab, werden aber als hochwirksame Biofilter eingesetzt. Biofilter mit fluidisiertem Sandbett halten die Sandpartikel gleichmäßig in Suspension, so dass sich das Medium wie eine Flüssigkeit verhält. Die extrem hohe spezifische Oberfläche des Feinsandmediums ermöglicht einen effektiven Betrieb der Filter bei niedrigen Ammoniakwerten von weniger als 0,1 mg-N pro Liter, selbst wenn sie ungünstigen Bedingungen wie einem niedrigen pH-Wert ausgesetzt sind. Feinsandpartikel eignen sich am besten für leicht belastete Systeme, in denen sehr niedrige TAN-Konzentrationen erforderlich sind. Sie werden zum Beispiel mit großem Erfolg in der Zierfischindustrie eingesetzt. Die Einheiten neigen jedoch dazu, Sand zu verlieren, wenn der Substratgehalt steigt, und sind nur begrenzt in der Lage, Biofilm abzutragen.
Träger für Biofilter
Die meisten Biofilter verwenden Medien wie Sand, Schotter, Flusskies oder eine Form von Kunststoff- oder Keramikmaterial in Form von kleinen Perlen und Ringen.
Beim Betrieb eines Biofilters liegt ein Hauptproblem darin, eine stellenweise Austrocknung oder Vernässung des Filtermaterials zu verhindern und dadurch ein gleichmäßiges Durchströmen des Filterbettes zu ermöglichen. Dies lässt sich vor allem durch die Kapselung der Biofilter erreichen. Nachteilig ist oftmals der große Platzbedarf dieser Anlagen, die kostenintensive Ventilatorenergie zur Druckerhöhung und die dauerhafte Bewässerung. Im Vergleich zu anderen Verfahren, wie der Ionisation mit Ionisationsröhren, ist das konstante biologische Reinigungsverfahren oftmals durch CO2-Einsparungen und zahlreiche ökonomische Aspekte, wie mittlere Anschaffungskosten, langjährige Filterstandzeiten und mittlere Betriebskosten, von Vorteil.
Kommerziellle Biofilter Medien (SSA: Specific Surface Area): (A) K1, K3, (B) Atlantic Bio-Balls, (C) Honeycomb Bio-Balls, und (D) MB3 Media.
Schematischer Querschnitt der Kontaktfläche des Bettmediums in einem Tropfkörper.
Grober Sand
Grobsandfilter haben immer noch eine ausgezeichnete spezifische Oberfläche, sind sehr abrasiv und eignen sich gut für höhere Beladungskapazitäten. Grobsand-Wirbelschichten unterstützen sehr hohe TAN-Umsetzungen, allerdings in der Regel nur bei erhöhten Ammoniakwerten von mehr als 1,5 mg-N pro Liter. Bei niedrigen Substratkonzentrationen wird der Biofilm überstrapaziert.
Der Filter... der keiner ist
Es handelt sich hierbei nicht um einen Filter im eigentlichen Sinne, da der Hauptzweck die Abscheidung von gasförmigen bzw. gelösten Substanzen und nicht von festen Partikeln ist. Im Gegensatz zum Biorieselbettreaktor einerseits, bei dem sich auf Einbauten im Reaktor ein sogenannter biologischer Rasen bildet, der kontinuierlich gespült wird, und dem Biowäscher anderseits, bei dem die Mikroorganismen überwiegend in einer Waschflüssigkeit suspendiert sind, sind die Mikroorganismen beim Biofilter auf einer Matrix, die teilweise für die Nährstoffversorgung sorgt, fixiert.
Die Idee, Abluft und Abwässer auf biologischem Wege zu reinigen, existierte bereits in den 1920er-Jahren, spätestens in den 1960er-Jahren erfolgte der technische Einsatz. Im Laufe der Jahre wurden Biofilter für eine Vielzahl von Anwendungen optimiert.
Funktion
Ein Biofilter filtert zum einen physikalisch unerwünschte Feststoffe und zum Anderen verwandelt er mit Hilfe von Mikroorganismen u.a. das Ammoniak aus den Fisch-Ausscheidungen in Nitrat, was somit von den Pflanzen als Dünger verwendet werden kann.
Mechanische Filterung
Aus dem Fischtank werden neben Wasser auch feste Ausscheidungen der Fische, Futterreste oder Algen in die Pflanzbeete gepumpt. Damit das Substrat der Filter nicht verstopft, müssen entweder Würmer dafür sorgen, dass diese Feststoffe umgesetzt werden oder die Feststoffe müssen vorab mechanisch entfernt werden.
(C) Daniele Pugliesi
Je nach Anlagengestaltung bietet sich auch ein Absetzbecken an (auch Absetzanlage genannt). Diese ist ein nahezu strömungsfreies Becken, in dem durch die Schwerkraft Wasserinhaltsstoffe sedimentiert werden und damit eine Abtrennung absetzbarer Stoffe von einer Flüssigkeit erzielt werden können. Hier wird die Wassergeschwindigkeit so weit herabgesetzt, dass sich Schwebstoffe am Grund absetzen können. Von dort können sie mit einem Mulmsauger oder einem mechanischen Rechen entfernt werden.
Verwertung der Schwebstoffe durch Würmer
Da auch in den Schwebstoffen Nährstoffe enthalten sind, ist es natürlich besser (und einfacher), diese auch zu nutzen. Deshalb setzt man in die Pflanzbeete Würmer ein. Nicht alle Würmer sind zu diesem Zweck gleich gut geeignet. Die typischen „Regenwürmer“ aus dem Garten brauchen andere Bodentiefen, als wir sie in der Aquaponik bereitstellen können. Gut geeignet sind Rotwürmer (Eisenia foetida, Eisenia andrei, Dendrobena veneta), die für Wurmkompost oder als Angelköder verkauft werden.
Dauergeflutete Pflanzbeete mit einfachem Überlauf eigenen sich nicht für die Verwendung von Kompostwürmern. Die regelmäßige Überflutung in gepumpten Systemen hingegen schadet den Würmern nicht.
Chemische Filterung
Das Substrat bildet auch den Lebensraum für die Bakterien, die in einem zweistufigem Prozess von den Fischen ausgeschiedenes Ammoniak in Nitrat umwandeln. Der erste Schritt dieser sogenannten Nitrifikation läuft aerob (in sauerstoffhaltiger Umgebung) als Oxidation des Ammoniak zu Nitrit durch Nitritbakterien ab.
Im zweiten Prozessschritt wandeln Nitratbakterien Nitrit durch Oxidation in Nitrat um. Auch diese Bakterien leben aerob, brauchen also Sauerstoff. Verstopfen die Filter durch Schwebstoffe, entstehen anaerobe Zonen, in denen die Bakterien des Nitrifikationsprozesse sterben und anaerobe Fäulnisprozesse einsetzen. Den Sauerstoff erhält das Wasser durch das Einpumpen in das Substrat und mit Druckluft die zugegeben wird.
Wirkung von Nitrat
Nitrat ist ein wichtiger Pflanzendünger, der vor allem Blattwachstum erzeugt. Bei Salaten ist dieses im gewissen Umfang wünschenswert. Zu hohe Nitratmengen lagern sich in den Blättern ab und werden beim Verzehr im Körper aufgenommen. Nitrat und Nitrit stehen im Verdacht durch Umwandlung in Magen und Darm zu u.a. Nitrosaminen krebserregend zu sein.
Darüber hinaus führt ein Überangebot an Nitrat bei fruchtbildenden Pflanzen (z.B. Tomaten) zu übermäßigem Blattwachstum und Verkümmern der Fruchtansätze. Daher ist auf ein ausgewogenes Verhältnis von Biofiltern zu Biomasse Fisch zu achten.Umweltbedingungen
Ein Produkt der Nitrifikation ist Säure, daher kann das Wasser im Kreislauf zunehmend versauern. Die Bakterien im Biofilter benötigen aber eher eine basische bis neutrale Umgebung, weshalb im Rahmen der regelmäßigen Wartung Gegenmaßnahmen zur Stabilisierung des pH-Wertes zu ergreifen sind.
Je nach Jahreszeit und Breitengrad muss auf die Temperatur geachtet werden. Minimal sollten, je nach verwendeten Mikroorganismen Temperaturen von 400 Celsius keinesfalls überschritten werden. Auch unter 10° Celsius verlangsamen manche Bakterien ihre Arbeit soweit, das sie keinen Nutzen mehr haben. Ab 0° Celsius sterben die Bakterien der Biofilter ab. Ein solches System muss immer "Eingefahren" werden !
Noch ein Wort zu TAN ( Total ammonia nitrogen / Gesamt-Ammoniak-Stickstoff )
Quantifizierung der Nitrifikation
In der Vergangenheit wurden in Studien die Nitrifikationsraten auf der Grundlage der spezifischen Oberfläche der Medien angegeben, wobei höhere SSA-Werte (Specific Surface Area) bevorzugt wurden. Theoretisch gilt: Je größer die SSA, desto mehr Lebensraum für Bakterien. In einer idealen Welt würde dies zu höheren Nitrifikationsraten führen.
In der realen Welt der kommerziellen Aquakultur bilden die Bakterien jedoch einen Biofilm, der das Medium effektiv bedecken kann, möglicherweise in einer Weise, die die topografischen oder porösen Merkmale des Mediums verstopft, die zur Vergrößerung der spezifischen Oberfläche gedacht sind. Durch diese Bedeckung des Mediums wird im Wesentlichen eine neue Medientopografie geschaffen und die tatsächlich von den Bakterien genutzte Oberfläche verringert.
Volumetrische TAN-Umwandlungsrate
Daher spiegelt die theoretische Nitrifikationskapazität eines bestimmten Filtermediums auf der Grundlage der SSA (Specific Surface Area) nicht immer die tatsächlich erreichte Nitrifikation in der realen Welt wider. Kürzlich wurde vorgeschlagen, dass die Nitrifikationsraten von Biofiltern auf der TAN-Umsetzung (TAN: Total Ammonia Nitrogen / Gesamt-Ammoniak-Stickstoff) pro Volumeneinheit des nicht expandierten Filtermediums basieren sollten. Als volumetrische TAN-Umwandlungsrate (VTR) bezeichnet, sind typische Einheiten für dieses Standardmaß der Nitrifikation Gramm entfernte TAN pro Kubikmeter Biofiltermedium pro Tag.
Weiterführender Artikel: Biofilter: Bakteriengemeinschaften
Kontext:
ID: 158
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Biofilter Medien kaufen
Die Anschaffung von Biofilter-Material ist irreführend!
Hierbei ist der Preis gemeint, der sich scheinbar als Zielgruppe direkt an Koizüchter wendet. Selbst für kleinere Anlagen mit 5'000 bis 10'000 Fischen (etwa Telapi) benötigen Sie, je nach Biofiltermedium, etwa 0,5 bis 1 Kubikmeter des üblichen Biofiltermediums für ein Flow-Bed-Filter und noch einmal die gleiche Menge für ein Absetzbecken, das dem vorgeschaltet ist. Somit müssen Sie für mindestens 1'000 bis 2'000 Liter (1 bis 2 Kubikmeter) Biofiltermedium kalkulieren.Sie finden Biofilter die wir verwenden und empfehlen in unserem Online-Shop unter Material.Hier eine Übersicht der technischen Daten: Model PE01 PE02 PE03 PE04 PE05 PE06 PE08 PE09 PE10 Dimension mm φ12*9 φ11*7 φ10*7 φ16*10 φ25*10 φ25*10 φ5*10 φ15*15 φ25*4 Loch Anzahl Löcher 4 4 5 6 19 19 8 40 64 Geschützte Oberfläche m2/m3 >800 >900 >1000 >800 >500 >500 >3500 >900 >1200 Dichte g/cm3 0.96-0.98 0.96-0.98 0.96-0.98 0.96-0.98 0.96-0.98 1.02-1.05 1.02-1.05 0.96-0.98 0.96-0.98 Anzahl / Stück Stück/m3 >630000 >830000 >850000 >260000 >97000 >97000 >2000000 >230000 >210000 Porosität % >85 >85 >85 >85 >90 >90 >80 >85 >85 Dosier-Verhältnis % 15-67 15-68 15-70 15-67 15-65 15-65 15-70 15-65 15-65 Membran Entstehung Tage 3-15 3-15 3-15 3-15 3-15 3-15 3-15 3-15 3-15 Nitrifizierungs Effizienz / Tag g NH4-N/m3 400-1200 400-1200 400-1200 400-1200 400-1200 400-1200 500-1400 500-1400 500-1400 BOD5/BSB5 Oxidierung / Tag g BOD5/m3 2000-10000 2000-10000 2000-10000 2000-10000 2000-10000 2000-10000 2500-15000 2500-15000 2500-20000 COD/CSB Oxidierung / Tag g COD/m3 2000-15000 2000-15000 2000-15000 2000-15000 2000-15000 2000-15000 2500-20000 2500-20000 2500-20000 Temperatur Arbeitsbereich ℃ 5-60 5-60 5-60 5-60 5-60 5-60 5-60 5-60 5-60 Lebensspanne Jahre >15 >15 >15 >15 >15 >15 >15 >15 >15 Kontext:ID: 66 -
Die Idee Fischhaltung und Pflanzenzucht zu kombinieren
Die Idee Fischhaltung und Pflanzenzucht zu kombinieren ist alles andere als neu. Im Moment erlebt die Aquakultur bzw, die Aquaponik als Methode durch die technischen Neuerungen in jüngster Vergangenheit einen enormen Aufschwung. In den USA gibt es mittlerweile eine große Zahl kleinerer und mittlerer Produzenten. Genaue Zahlen, wie hoch das Produktionsvolumen in Aquaponik-System weltweit einzuschätzen ist, gibt es allerdings nicht und die Methode kommt nicht flächendeckend zum Einsatz. Die Produktion dürfte zurzeit im Vergleich zu konventionellen Systemen noch als äußerst gering einzustufen sein.
Eine aktuelle Analyse der regionalen Aspekte des Aquaponik-Marktes in den USA zeigt, dass die wachsende Nachfrage die Region Nordamerika dazu veranlasst hat, bis 2025 einen großen Anteil von 42,0 % bis 45,0 % des globalen Aquaponik-Marktes auf ihrem Gebiet zu halten. Aquaponik erfordert minimale Wasserflächen für den Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse, was stark zum Marktwachstum beiträgt. Da die Produkte frei von Pestiziden und Herbiziden sind, führt der Obst- und Gemüsetyp das Segment an und entwickelt sich mit einer einer jährlichen Wachstumsrate von 14,5% - 15,5% während des Prognosezeitraums von 2020 bis 2025. Kontext:
ID: 101
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Dimensionierung
"Photograph - Orient Line, RMS Orcades, Refrigeration Circulating WaterPump & Sewerage Unit, Engine Room, 1948", Public Domain Mark 1.0.Zahlen
Bei der Dimensionierung einer Aquaponikanlage sind mehrere wesentliche Faktoren zu berücksichtigen, um eine effiziente und nachhaltige Anlage zu planen. Hier sind einige wichtige Schlagworte, die technische Aspekte der Dimensionierung einer Aquaponikanlage beschreiben:
Systemgröße und Kapazität
- Gesamtfläche der Anlage
- Anzahl der Fischbehälter und Pflanzenbestand
- Gesamtwasser- und Luftvolumen
Die Kapazität entscheidet über die Amortisation, genauer gesagt den Break-Even Point - also ab wann mit wie viel Gewinn gerechnet werden kann. Hier sind verfügbares Kapital, Marktbedarf, Konkurrenz und nicht zuletzt gesetzliche Auflagen ausschlaggebend. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben hier ein paar Zahlen:
Für eine Produktion von ca. 2'700 kg (ganzjährig) Tilapia mit einem Ertrag von etwa 180 kg/Alle 4 Wochen benötigen Sie eine Anlage die etwa 100.000.- € kostet. Der aktuelle (2024-05) Preis für Tilapia pro Kilogramm kann je nach Quelle und Verfügbarkeit variieren. Nach den Suchergebnissen kann man feststellen, dass der Preis für Tilapiafilet ohne Haut und Beutel 800g, Stück 140-200g, einzeln entnehmbar, zwischen €15,99 und €29,99 pro Kilogramm liegt.
Das wären bei 15.- € pro Kilo etwa 2'700.- € pro Monat Einnahmen. Wesentlich schwieriger wird eine generelle Antwort zu den Personal- und Betriebskosten. Hier werden Sie ohne eine Beratung, etwa durch uns, keine realistischen Zahlen bekommen können. Die Fragestellung hierbei ist komplex.
Im Folgenden einige Schlagworte um den Umfang der Komplexität zu zeigen
Wasserqualität und -management
- pH-Wert des Wassers
- Ammoniak-, Nitrit- und Nitratkonzentrationen
- Temperaturkontrolle und -management
- Sauerstoffgehalt im Wasser
- Filtrationssysteme (mechanisch und biologisch)
Fischbesatz und -arten
- Auswahl der Fischarten basierend auf Umweltfaktoren und Marktnachfrage
- Dichte und Größe der Fische pro Behälter
- Fütterungsregime und Futterqualität
Pflanzenauswahl und -anbau:
- Auswahl der Pflanzenarten basierend auf Wachstumsbedingungen und Marktnachfrage
- Wurzelraum und Pflanzdichte in den Beeten
- Beleuchtung und Beschattung für das Pflanzenwachstum
Hydroponische Komponenten:
- Art der Hydrokultur (z.B., NFT, Ebbe-Flut, Tropfbewässerung)
- Substratwahl und -verfügbarkeit
- Nährstofflösungszusammensetzung und -management
Energie- und Ressourceneffizienz:
- Einsatz von erneuerbaren Energien (z.B., Solarenergie, Windkraft)
- Wasserrückgewinnung und -recycling
- Effiziente Nutzung von Raum, Licht und Wärme
Regelung und Überwachung:
- Automatisierung von Bewässerung, Fütterung und Belüftung
- Überwachungssysteme für Wasserparameter und Umweltbedingungen
- Alarme und Notfallmaßnahmen bei Abweichungen
Wirtschaftliche Aspekte:
- Kosten-Nutzen-Analyse für den Bau und Betrieb der Anlage
- Rentabilität und finanzielle Prognosen
- Marktanalyse und Absatzmöglichkeiten für Fisch und Gemüse
Regulatorische Anforderungen:
- Einhaltung von Umweltvorschriften und -gesetzen
- Genehmigungen und Lizenzen für den Betrieb einer Aquaponikanlage
- Sicherheits- und Hygienevorschriften für Lebensmittelproduktion
Die Dimensionierung einer Aquaponikanlage erfordert eine sorgfältige Planung und Berücksichtigung aller oben genannten Faktoren, um eine erfolgreiche und nachhaltige Anlage zu gewährleisten. Wir bieten eine professionelle Beratung mit Experten aus den Bereichen Aquakultur, Hydrokultur, Ingenieurwesen und Agrarwissenschaften. Sprechen Sie uns an.
ID: 577
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Dünger
by Boston Public Library, PD Düngemittel-Programme
Vorab: Sollten Sie eine Dünger-Empfehlung bekommen, ohne das Sie erklärt haben welche Pflanzen Sie ganz genau züchten, können Sie solche Empfehlungen beherzt ignorieren. Es gibt nicht hunderte von Düngersorten, weil es eine Antwort gibt.
Jede Pflanzenart hat einen individuellen Nährstoffbedarf der sich auch noch dahingehend unterscheidet in welcher Wachstumsphase sie sich befindet. Darüber hinaus kann ein wahlloses Düngen, Überdüngung, Unterdüngung, falsche Zusammensetzung etc. für viele Pflanzen verheerende Folgen haben, welche von Unterversorgung bis hin zu spezifischen Pflanzenkrankheiten reichen. Um die beste Nährstoffmischung für eine spezielle Pflanze zu erreichen, kommt man um eine Analyse der Pflanze selbst nicht herum. Wir empfehlen schon aus Kostengründen die Nährstoffzusammensetzung selbst anzufertigen.
Hydroponikdünger selber mischen ?
Die im Handel erhältlichen Düngemittel bestehen aus einem Volldünger, der mit Makronährstoffen ergänzt wird. Sie werden von einigen Hydrokultur- und/oder Düngemittelfirmen angeboten und variieren je nach Hydrokulturpflanze. Ein Beispiel für ein Düngemittelprogramm ist das von Hydro-Gardens angebotene Programm für Hydrokultur-Tomaten.
Bei diesem Programm kaufen die Züchter die Hydro-Gardens Chem-Gro-Tomatenformel. Es hat eine Zusammensetzung von 4-18-38 und enthält auch Magnesium und Mikronährstoffe. Um eine Nährlösung herzustellen, wird sie mit Kalziumnitrat und Magnesiumsulfat ergänzt, je nach Sorte und/oder Wachstumsstadium der Pflanze.
Vorteile von Düngeprogrammen
Programme wie diese sind einfach zu bedienen. Es ist nur eine minimale Bestellung von Düngemitteln erforderlich (nur 3 im Beispiel von Hydro-Gardens).
Die Herstellung von Nährstofflösungen erfordert nur sehr wenige oder gar keine mathematischen Berechnungen.Nachteile von Düngeprogrammen
Düngeprogramme ermöglichen keine einfachen Anpassungen der einzelnen Nährstoffe. Zum Beispiel, wenn die Blattanalyse zeigt, dass mehr Phosphor benötigt wird. Bei der ausschließlichen Verwendung eines Düngeprogramms kann nicht einfach nur Phosphor hinzugefügt werden.
Ein weiterer Nachteil ist, dass die Düngeprogramme den Landwirten nicht erlauben, die bereits in der Wasserquelle enthaltenen Nährstoffe zu berücksichtigen. Wenn eine Wasserquelle beispielsweise einen Kaliumgehalt von 30 ppm aufweist, gibt es keine Möglichkeit, die im Düngeprogramm zugeführte Kaliummenge anzupassen. Und zuviel Kalium kann wiederum die Aufnahme von anderen Nährstoffen blockieren.
Düngeprogramme können teurer sein als die Verwendung vonRezepten zur Herstellung von Nährstofflösungen.Rezepte für Nährstofflösungen / Hydroponik Dünger selber mischen
Es gibt auch Rezepte für die Herstellung von Nährstofflösungen. Die Rezepte enthalten eine bestimmte Menge jedes Nährstoffs, der der Nährlösung zugesetzt werden soll. Sie sind spezifisch für eine bestimmte Kulturpflanze und in einer Vielzahl von Quellen erhältlich, z. B. bei den Beratungsstellen der Universitäten, im Internet und in Fachzeitschriften. Ein Beispiel ist die unten abgebildete modifizierte Sonovelds-Lösung für Kräuter (Mattson und Peters, Insidegrower).
Modifiziertes Sonneveld-Rezept / Kräuter
Element Konzentration Stickstoff 150 ppm Phosphor 31 ppm Kalium 210 ppm Kalzium 90 ppm Magnesium 24 ppm Eisen 1 ppm Mangan 0,25 ppm Zink 0,13 ppm Kupfer 0,023 ppm Molybdän 0,024 ppm Bor 0,16 ppm
Es liegt im Ermessen des Züchters, welche Düngemittel er zur Herstellung einer Nährlösung nach einem Rezept verwendet. Zu den üblicherweise verwendeten Düngemitteln gehören:Dünger Dosierung, enthaltene Nährstoffe Kalziumnitrat 15.5 – 0 – 0, 19% Kalcium Ammoniumnitrat 34 – 0 – 0 Kaliumnitrat 13 – 0 – 44 Sequestrene 330TM 10% Eisen Kaliumphosphat monobasisch 0 – 52 – 34 Magnesium-Sulfat 9.1% Magnesium Borax (Wäschequalität) 11 % Bor Natriummolybdat 39% Molybdän Zinksulfat 35.5% Zink Kupfersulfat 25% Kupfer Magnesiumsulfat 31% Mangan Die Landwirte berechnen die Menge des Düngers in der Nährlösungauf der Grundlage der Menge eines Nährstoffs im Dünger und der inder Rezeptur angegebenen Menge.Vorteile von Nährstofflösungsrezepten
Nährlösungsrezepte ermöglichen die Anpassung von Düngemitteln auf der Grundlage der in Wasserquellen enthaltenen Nährstoffe. Ein Beispiel: Ein Gärtner verwendet eine Wasserquelle mit 30 ppm Kalium und stellt die modifizierte Sonneveld-Lösung für Kräuter her, die 210 ppm Kalium erfordert. Er müsste dem Wasser 180 ppm Kalium (210 ppm - 30 ppm = 180 ppm) hinzufügen, um die in diesem Rezept geforderte Menge an Kalium zu erhalten.
Mit Rezepten lassen sich Nährstoffe leicht anpassen. Wenn ein Blattanalysebericht anzeigt, dass eine Pflanze Eisenmangel hat. Es ist einfach, der Nährlösung mehr Eisen zuzusetzen.
Da Rezepte eine einfache Anpassung ermöglichen, können Düngemittel effizienter eingesetzt werden als in Düngeprogrammen. Die Verwendung von Rezepten kann weniger kostspielig sein als die Verwendung von Düngeprogrammen.
Nachteile von NährstofflösungsrezeptenEs muss berechnet werden, wie viel Dünger der Nährlösung zugesetzt werden muss. (Link zu der Durchführung von Berechnungen). Manche Menschen mögen sich durch die damit verbundenen Berechnungen eingeschüchtert fühlen. Die Berechnungen erfordern jedoch nur unkomplizierte mathematische Fähigkeiten, die auf Multiplikation und Division beruhen.
Für die Messung von Mikronährstoffen ist auch eine hochpräzise Waage erforderlich, da die benötigten Mengen sehr klein sind. Eine solche Waage ist bereits ab 30.- € auf Amazon zu finden: z.B.: KUBEI 100g/0.001g.Hier geht es zur Berechnung von Nährstofflösungen für den Eigenbedarf
Kontext:
ID: 153
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Dünger: Berechnen Sie ein Nährstoff-Rezept
By Boston Public Library, licensed CC BY 2.0 Nachdem Sie nun die beiden grundlegenden Gleichungen für die Herstellung von Nährstofflösungen kennengelernt haben, wollen wir sie verwenden, um die für ein Nährstofflösungsrezept benötigten Düngermengen zu berechnen.
Wenn Sie mit den beiden Gleichungen nicht vertraut sind, lesen Sie zuerst dies: Hydroponische Systeme: Berechnung der Konzentrationen von Nährstofflösungen mit Hilfe der beiden Gleichungen.
Hier ist unser Problem: Wir wollen eine modifizierte Sonneveld-Lösung (Mattson und Peters, Insidegrower) für Kräuter in einem NFT-System verwenden. Wir verwenden zwei 5-Gallonen-Behälter und Injektoren, die auf eine Konzentration von 100:1 eingestellt sind, und nennen sie Vorratstank A und Vorratstank B. Wie viel von jedem Dünger müssen wir in jeden Vorratstank geben ?
Sie werden nun vielleicht fragen: wozu zwei Vorratstanks? Dies ist dem Umstand geschuldet, das bestimmte Chemikalien unserer Düngerlösung miteinander reagieren sobald sie in Kontakt zueinander kommen. In allen Nährstofflösungen (Düngermischungen) haben Sie Kalzium, Phosphate und Sulfate - da, unter anderem, auch diese drei Chemikalien für alle Pflanzen lebensnotwendig sind. Die beiden Letzten reagieren mit Kalzium und sind so nicht mehr in der Form vorhanden die wir in unserer Nährlösung benötigen. Sie verbinden sich mit einander und fallen als weiße Flocken (Ausfällungen) auf den Boden des Behälters. Darum muß man Phosphate und Sulfate von Kalzium getrennt aufbewahren und beim Einbringen in die Nährlösung des Systems (mittels Dosierpumpe oder Messbecher) vor einem direkten Vermischen bewahren.
Modifiziertes Sonneveld-Rezept für Kräuter
Element Konzentration Stickstoff 150 ppm Phosphor 31 ppm Kalium 210 ppm Kalzium 90 ppm Magnesium 24 ppm Eisen 1 ppm Mangan 0,25 ppm Zink 0,13 ppm Kupfer 0,023 ppm Molybdän 0,024 ppm Bor 0,16 ppm Dies sind die Düngemittel, die wir verwenden werden. Einige Dünger enthalten mehr als einen Nährstoff in der Rezeptur, während andere nur einen enthalten. Hier eine kleine Übersicht Handelsüblicher Dünger aus denen Sie ihr Rezept zusammenstellen können
Dünger Enthaltene Nährstoffe(Stickstoff-Phosphat-Kalium und andere Nährstoffe)Kalziumnitrat 15.5-0-0, 19% Ca (Kalcium) Ammoniumnitrat 34-0-0 Kaliumnitrat 13-0-44 Kaliumphosphat monobasisch 0-52-34 Magnesiumsulfat 9.1% Mg (Magnesium) Sequestrene 330 TM 10% Fe (Eisen) Mangansulfat 31% Mn (Mangan) Zinksulfat 35.5% Zn (Zink) Kupfersulfat 25% Cu (Kupfer) Bor 11% B (Bor) Natriummolybdän 39% Mo (Molybden) Hier finden Sie eine Liste der Düngerzusammensetzungen einiger Hersteller, die Sie als Basis für Ihre Düngerrezepte verwenden können...
Als erstes fällt auf, dass wir drei Quellen für Stickstoff (Kalziumnitrat, Ammoniumnitrat und Kaliumnitrat), zwei Quellen für Kalium (Kaliumnitrat und Kaliumphosphat einbasig) und eine Quelle für Kalzium (Kalziumnitrat) und Phosphor (Kaliumphosphat einbasig) haben. Wir können mit der Berechnung des Kalziums oder Phosphors in der Rezeptur beginnen, da nur ein Dünger jeden Nährstoff liefert. Beginnen wir mit Kalzium.
Das Rezept sieht 90 ppm Kalzium vor. Wir berechnen, wie viel Kalziumnitrat wir verwenden müssen, um dies zu erreichen, indem wir die erste unserer beiden Gleichungen anwenden.
Wir müssen 895,3 g Calciumnitrat hinzufügen, um 90 ppm Calcium zu erhalten. Calciumnitrat enthält jedoch auch Stickstoff. Wir verwenden die zweite Gleichung, um zu bestimmen, wie viel Stickstoff in ppm zugeführt werden soll.
Wir fügen 73,4 mg N/l oder 73,4 ppm Stickstoff hinzu. Unser Rezept sieht 150 ppm Stickstoff vor. Wenn wir davon 73,4 ppm Stickstoff abziehen, müssen wir noch 76,6 ppm Stickstoff hinzufügen.
Berechnen wir nun, wie viel Kaliumphosphat einbasig wir verwenden müssen, um 31 ppm Phosphor zu liefern.
Wir müssen 262 g Kaliumphosphat einbasig hinzufügen, um 31 ppm Phosphor zu erhalten. Allerdings enthält Kaliumphosphat einbasig auch Kalium. Wir verwenden die zweite Gleichung, um zu bestimmen, wie viel Kalium in ppm zugeführt werden soll.
Wir fügen 39 mg K/l oder 39 ppm Kalium hinzu. Unser Rezept sieht 210 ppm Kalium vor. Wenn wir davon 39 ppm Kalium abziehen, sehen wir, dass wir noch 171 ppm Kalium hinzufügen müssen.
Wir haben nur eine weitere Quelle für Kalium, nämlich Kaliumnitrat. Berechnen wir, wie viel wir davon verwenden müssen.
Wir müssen 885 g Kaliumnitrat hinzufügen, um 171 ppm Kalium zu erhalten. Kaliumnitrat enthält jedoch auch Stickstoff. Wir verwenden die zweite Gleichung, um zu bestimmen, wie viel Stickstoff in ppm zugeführt werden soll.
Wir fügen 61 mg N/l oder 61 ppm Stickstoff hinzu. Unser Rezept sieht 150 ppm Stickstoff vor. Wir haben 73,4 ppm Stickstoff aus Kalziumnitrat zugeführt und mussten noch 76,6 ppm Stickstoff hinzufügen. Jetzt können wir 61 ppm Stickstoff subtrahieren. Wir müssen noch 15,6 ppm Stickstoff hinzufügen. Die einzige Stickstoffquelle, die uns bleibt, ist Ammoniumnitrat.
Berechnen wir nun, wie viel Ammoniumnitrat wir verwenden müssen, um 15,6 ppm Stickstoff zu liefern.
Wir müssen 86,7 g Ammoniumnitrat hinzufügen, um 15,6 ppm Stickstoff zu erhalten.
An dieser Stelle haben wir den Stickstoff-, Phosphor-, Kalium- und Kalziumteil des Rezepts abgeschlossen. Für die übrigen Nährstoffe brauchen wir nur die erste Gleichung zu verwenden, da die Düngemittel, die wir für ihre Versorgung verwenden, nur einen Nährstoff in der Rezeptur enthalten.
Wir müssen 498,5 Gramm Magnesiumsulfat hinzufügen, um 24 ppm Magnesium zu erhalten.
Wir müssen 18,9 Gramm Sequestren 330 hinzufügen, um 1 ppm Eisen zu erhalten.
Wir müssen 1,5 Gramm Mangansulfat hinzufügen, um 0,25 ppm Mangan zu erhalten.
Es ist einfacher, kleine Mengen von Düngemitteln in Milligramm zu wiegen. Daher wird die Umrechnung von Milligramm in Gramm wie folgt vorgenommen.
Wir müssen 692 Milligramm Zinksulfat hinzufügen, um 0,13 ppm Zink zu erhalten.
Wir müssen 0,17 Milligramm Kupfersulfat hinzufügen, um 0,023 ppm Kupfer zu erhalten.
Wir müssen 2,8 Milligramm Borax hinzufügen, um 0,16 ppm Bor zu erhalten.
Wir müssen 0,12 Milligramm Natriummolybdat hinzufügen, um 0,024 ppm Molybdän zu erhalten.
Zusammenfassung:
Element Zusatz Nährstofflösung Calcium 895,3 g Calciumnitrat 90 ppm Calcium Phosphor 262 g Kaliumphosphat einbasig 31 ppm Phosphor Kalium 885 g Kaliumnitrat 171 ppm Kalium Stickstoff 86,7 g Ammoniumnitrat 15,6 ppm Stickstoff Magnesium 498,5 Gramm Magnesiumsulfat 24 ppm Magnesium Eisen 18,9 Gramm Sequestren 330 1 ppm Eisen Mangan 1,5 Gramm Mangansulfat 0,25 ppm Mangan Zink 692 Milligramm Zinksulfat 0,13 ppm Zink Kupfer 0,17 Milligramm Kupfersulfat 0,023 ppm Kupfer Bor 2,8 Milligramm Borax 0,16 ppm Bor Molybdän 0,12 Milligramm Natriummolybdat 0,024 ppm Molybdän Nun sind alle Berechnungen abgeschlossen. Jetzt müssen wir entscheiden, in welchen Vorratstank, A oder B, wir die einzelnen Düngemittel geben. Im Allgemeinen sollte das Kalzium in einem anderen Tank aufbewahrt werden als die Sulfate und Phosphate, da sie Ausfällungen bilden können, die die Tropfkörper des Bewässerungssystems verstopfen können. Anhand dieser Richtlinie können wir das Kalziumnitrat in einen Tank geben und das einbasische Kaliumphosphat, Magnesiumsulfat, Mangansulfat, Zinksulfat und Kupfersulfat in den anderen Tank. Der Rest der Düngemittel kann in beide Tanks gegeben werden.
Sie sollten auch die Nährstoffmengen im Bewässerungswasser berücksichtigen. Wenn wir zum Beispiel ein Bewässerungswasser verwenden, das 10 ppm Magnesium enthält, müssen wir mit unserem Dünger nur 14 ppm mehr hinzufügen (24 ppm Mg, die in der Rezeptur gefordert werden, minus 10 ppm Mg im Wasser). Dies ist eine großartige Möglichkeit, Nährstoffe effizienter zu nutzen und Ihren Düngeplan fein abzustimmen.
Bei einigen Mikronährstoffen müssen Sie selbst entscheiden, was Sie hinzufügen möchten. Sie könnten ein kleines Experiment durchführen, um herauszufinden, ob Sie zum Beispiel 0,12 Milligramm Natriummolybdat zu Ihrer Stammlösung hinzufügen müssen oder ob Sie mit der Leistung Ihrer Pflanzen auch ohne diesen Zusatz zufrieden sind.
Ein letzter Punkt, den Sie beachten sollten. Manchmal funktionieren die Berechnungen nicht so gut wie hier bei Düngemitteln, die mehr als einen benötigten Nährstoff enthalten, und es kann sein, dass Sie mehr von einem Nährstoff hinzufügen müssen, als in der Rezeptur vorgesehen ist, um den anderen Nährstoff zu liefern.
Wenn Sie zum Beispiel Kalziumnitrat ausbringen, um den Kalziumbedarf zu decken, kann es sein, dass die Lösung nicht genug Stickstoff enthält. In solchen Fällen müssen Sie entscheiden, welchem Nährstoff Sie den Vorrang geben wollen. Sie könnten zum Beispiel Kalziumnitrat ausbringen, um den Stickstoffbedarf der Pflanzen zu decken, da die überschüssige Kalziummenge den Pflanzen nicht schadet. Oder Sie entscheiden sich dafür, es auf der Grundlage des Kalziumbedarfs der Pflanze auszubringen, weil die fehlende Stickstoffmenge nur ein paar ppm beträgt.
Hier finden Sie welche Probleme es mit Mangel und Überschuss an Dünger geben kann
Kontext:
ID: 155
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Dünger: Berechnung von Nährstofflösungen
By Boston Public Library, license CC BY 2.0 Die Berechnung der Düngermenge, die den Nährlösungen zugesetzt werden muss, ist Teil einer erfolgreichen hydroponischen Produktion. Für die Berechnungen werden nur Multiplikation, Division und Subtraktion verwendet; es sind keine fortgeschrittenen mathematischen Kenntnisse erforderlich.
Wenn Sie mehr über die Zusammensetzungen und Konzentrationsangaben wissen wollen kann die Artikelreihe zu Stöchiometrie und ein Blick auf die Umrechnung von Mol und Gramm bei der Konzentrationsangabe der einzelnen Elemente und Verbindungen hilfreich sein die Komplexität der Thematik besser zu verstehen.
Wenn Sie das allgemeine Verfahren beherrschen, ist die Herstellung von Nährstofflösungen und die Anpassung der Nährstoffmengen ein Kinderspiel.
Düngemittelrezepte für Hydrokulturen werden fast immer in ppm (in der Langform: Teile pro Million) angegeben. Dies kann sich von den Düngeempfehlungen für den Gemüse- und Obstanbau im Freiland unterscheiden, die im Allgemeinen in lb/acre (pounds per acre) angegeben werden.
Als erstes müssen Sie ppm in mg/l (Milligramm pro Liter) umrechnen, indem Sie diesen Umrechnungsfaktor verwenden: 1 ppm = 1 mg/l (1 Teil pro Million entspricht 1 Milligramm pro Liter). Wenn zum Beispiel in einem Rezept 150 ppm Stickstoff gefordert werden, entspricht das 150 mg/l oder 150 Milligramm Stickstoff in 1 Liter Bewässerungswasser.
In Rezepten für Nährstofflösungen werden auch ppm P (Phosphor) und ppm K (Kalium) verwendet. Dies unterscheidet sich auch von den Düngeempfehlungen für den Gemüse- und Obstanbau auf dem Feld, bei denen P2O5 (Phosphat) und K2O (Kali) verwendet werden. Die Düngemittel werden auch als Phosphat und Kali angegeben. Phosphat und Kali enthalten Sauerstoff, der bei hydroponischen Berechnungen berücksichtigt werden muss. P2O5 enthält 43% P und K2O enthält 83% K.
Lassen Sie uns die bisherigen Gegebenheiten überprüfen:
1 ppm = 1 mg/l
P2O5 = 43% P
K2O = 83% KNährstofflösungstanks werden in den Vereinigten Staaten normalerweise in gal (Gallonen) gemessen. Wenn wir ppm in mg/l umrechnen, arbeiten wir mit Litern. Um Liter in Gallonen umzurechnen, verwenden Sie den Umrechnungsfaktor von 3,78 l = 1 gal (3,78 Liter entsprechen 1 Gallone). Weiter unten ist die Rechnung auch für kontinentale Interessenten angegeben.
Je nach der Waage, die Sie zum Wiegen von Düngemitteln verwenden, kann es nützlich sein, Milligramm in Gramm umzurechnen: 1.000 mg = 1 g (1.000 Milligramm entsprechen 1 Gramm). Wenn Ihre Waage in Pfund misst, sollten Sie diese Umrechnung verwenden: 1 lb = 454 g (1 Pfund = 454 Gramm).
Fassen wir diese Gegebenheiten zusammen:
3,78 l = 1 Gallone
1000 mg = 1 g
454 g = 1 lb
Jetzt haben wir alle notwendigen Gegebenheiten. Schauen wir uns ein Beispiel an.Wie bestimmt man, wie viel 20-10-20-Dünger benötigt wird, um 150 ppm N mit einem 5-Gallonen-Tank und einem Düngerinjektor zu liefern, der auf eine Konzentration von 100:1 eingestellt ist?
Schreiben Sie zunächst die Konzentration auf, von der Sie wissen, dass Sie sie erreichen wollen. In diesem Fall sind es 150 ppm N oder 150 mg N/l.
Beachten Sie, dass wir mit 1 multiplizieren. So können Sie die Einheiten, die im Zähler und im Nenner gleich sind, aufheben. Jetzt können wir "mg N" streichen und erhalten die Einheit g N/l Wasser.
Setzen Sie diesen Prozess fort, indem Sie Liter in Gallonen umrechnen. Die meisten Gebinde werden immerm noch in Gallonen (3,78 Liter) gehandelt. Unterhaltsam hierbei: das Metrische System wurde von den Britten erfunden. Wollen Sie ein metrisches Ergebnis, lassen Sie diesen Rechenschritt weg.
Jetzt bleiben nur noch Gramm Stickstoff pro Gallone Wasser übrig.
Wir kommen der Sache näher. Nun wollen wir Gramm Stickstoff in Gramm Dünger umrechnen. Denken Sie daran, dass unser Dünger ein 20-10-20 ist, was bedeutet, dass er 20 % Stickstoff enthält. Man kann sich das so vorstellen, dass 100 Gramm Dünger 20 Gramm Stickstoff enthalten.Wo stehen wir also jetzt? Wir haben berechnet, wie viel Gramm Dünger in jeder Gallone Bewässerungswasser benötigt werden. Im Moment haben wir eine normal starke Lösung. Unser Beispiel fordert uns auf, eine konzentrierte Lösung von 100:1 zu berechnen. Das bedeutet, dass für jede 100 Gallonen Wasser, die ausgebracht werden, auch 1 Gallone Stammlösung über einen Düngerinjektor ausgebracht wird. Wir wissen auch, dass unser Vorratstank 5 Gallonen fasst. Unten siehe Berechnung für metrisches System (Liter).
In Gallonen
Im Taschenrechner: 150 x 1 : 1000 x 3.78 x 100 : 20 x 100 x 5 ist 1417,5 Gramm auf 5 Gallonen Wasser (im Vorratstank)
Nachdem wir alles abgezogen haben, bleibt uns ein Gramm Dünger übrig. Das ist die Menge an Dünger, die wir in unseren Vorratstank geben müssen, um 150 ppm N bei einer Konzentration von 100:1 auszubringen. Multiplizieren und teilen Sie und Sie erhalten die Antwort 1417,5 Gramm Dünger.
In Litern
Im Taschenrechner: 150 x 1 : 1000 x 100 : 20 x 100 x 10 ist 1500 Gramm auf 10 Liter Wasser (im Vorratstank)
Nachdem wir alles abgezogen haben, bleibt uns ein Gramm Dünger übrig. Das ist die Menge an Dünger, die wir in unseren Vorratstank geben müssen, um 150 ppm N bei einer Konzentration von 100:1 auszubringen. Multiplizieren und teilen Sie und Sie erhalten die Antwort 750,0 Gramm Dünger.
Das bedeutet, dass für jede 100 Liter Wasser, die ausgebracht werden, auch 1 Liter Stammlösung über einen Düngerinjektor ausgebracht wird. Wir wissen auch, dass unser Vorratstank 10 Liter fasst.
Wenn wir in Pfund messen, müssen wir 0,75 kg / 1,15 lb Dünger in unseren Vorratstank geben, um 150 ppm N mit einer Konzentration von 100:1 auszubringen.
Sie haben gerade eine der beiden Gleichungen fertiggestellt. Schauen wir uns nun die andere an.
Wir haben gerade festgestellt, dass wir 750 Gramm Dünger hinzufügen müssen, um 150 ppm Stickstoff bei einer Konzentration von 100:1 zu liefern. Der von uns verwendete Dünger war ein 20:10:20. Zusätzlich zum Stickstoff fügen wir also auch Phosphor und Kalium hinzu. Mit der nächsten Gleichung bestimmen wir, wie viel Phosphor wir zuführen. Dies ist im Grunde die Umkehrung der ersten Berechnung.
Wir beginnen mit der Menge an Dünger, die wir in unseren Tank geben. Die endgültigen Einheiten sind ppm oder mg/l. Wie bei der vorherigen Berechnung verwenden wir unsere Vorgaben, bis wir diese Einheiten erhalten.
Multiplizieren Sie mit der Konzentration der Nährlösung.
Multiplizieren, um in Liter umzurechnen.
Als Nächstes rechnen Sie Milligramm Düngemittel in Milligramm Phosphat um.
Als Nächstes werden wir Gramm Phosphat in Gramm Phosphor umrechnen, wobei wir davon ausgehen, dass Phosphat 43 % Phosphor enthält.
Zum Schluss rechnen wir Gramm Phosphor in Milligramm Phosphor um.
Wenn wir dies berechnen, stellen wir fest, dass wir 32,25 mg/l P oder 32,25 ppm P hinzugefügt haben. Dies ist die zweite Gleichung. Wir können sie auch verwenden, um zu bestimmen, wie viel Kalium wir hinzugefügt haben.
Wir haben 124,5 mg/l K oder 124,5 ppm K hinzugefügt.
Mit diesen beiden grundlegenden Berechnungen können Sie jedes beliebige Nährlösungsrezeptprogramm verwenden. Wie sie zur Berechnung eines Rezepts verwendet werden, können Sie in diesem Artikel sehen:
Hier finden Sie eine Beispielrezeptur und wie sie berechnet wird.
Kontext:
ID: 154
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Dünger: Wesentliche Nährstoffe, Funktion, Mangel und Überschuss
Boston Public Library, Print Department Mangelerscheinungen
Bevor wir mit der Erörterung der Grundsätze der Pflanzennährstoffsysteme in hydroponischen Systemen beginnen, müssen wir definieren, was wir unter "hydroponisch" verstehen.
Unter Hydrokultur versteht man den Anbau von Pflanzen in nährstoffhaltigem Wasser. Beispiele für diese Art von Hydrokultursystemen sind NFT-Systeme (Nutrient Film Technique) und Tiefwasser-Schwimmsysteme, bei denen die Pflanzenwurzeln in Nährstofflösungen gesetzt werden. Eine andere Definition von Hydrokultur ist der Anbau von Pflanzen ohne Erde. Nach dieser Definition wird der Anbau von Pflanzen in erdelosen Medien (Blumenerde) oder anderen Arten von Aggregatmedien wie Sand, Kies und Kokosnussschalen als hydroponische Systeme betrachtet. Hier verwenden wir den Begriff Hydroponik für den Anbau von Pflanzen ohne Erde.
Wesentliche Nährstoffe
Pflanzen können ohne diese 17 essenziellen Nährstoffe nicht richtig funktionieren. Diese Nährstoffe werden benötigt, damit die für das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen wichtigen Prozesse ablaufen können. Magnesium ist zum Beispiel ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls. Chlorophyll (siehe Bild) ist ein Pigment, das dazu dient, Lichtenergie einzufangen, die für die Photosynthese benötigt wird. Es reflektiert auch grüne Wellenlängen und ist der Grund dafür, dass die meisten Pflanzen grün sind. Magnesium ist das Zentrum des Chlorophyllmoleküls. In der Tabelle unten sind die Funktionen der unabdingbaren Nährstoffe für Pflanzen aufgeführt.
Essenzielle Nährstoffe können grob in Makronährstoffe und Mikronährstoffe unterteilt werden. Die Einteilung Makro (groß) und Micro (winzig) beziehen sich auf die Mengen. Sowohl Makronährstoffe als auch Mikronährstoffe sind für das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen unerlässlich. Zu den Makronährstoffen gehören Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel, Kalzium und Magnesium. Zu den Mikronährstoffen gehören Eisen, Mangan, Zink, Bor, Molybdän, Chlor, Kupfer und Nickel. Der Unterschied zwischen Makro- und Mikronährstoffen liegt in der Menge, die die Pflanzen benötigen. Makronährstoffe werden in größeren Mengen benötigt als Mikronährstoffe. Tabelle 1 zeigt den ungefähren Gehalt der Pflanzen an essenziellen Nährstoffen.
Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff erhalten die Pflanzen aus Luft und Wasser. Die übrigen Nährstoffe stammen aus dem Boden oder im Falle der Hydrokultur aus Nährlösungen oder Aggregatmedien. Die Quellen der für die Pflanzen verfügbaren Nährstoffe sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Essenzielle Bestandteile von Nährlösungen
Nährstoff (Symbol) Ungefährer Gehalt der Pflanze (% Trockengewicht) Rolle in der Pflanze
Quelle des für die Pflanze verfügbaren Nährstoffs Carbon (C), hydrogen (H), oxygen (O) 90+ % Bestandteile von organischen Verbindungen Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) Nitrogen (N) 2–4% Bestandteil von Aminosäuren, Proteinen, Coenzymen, Nukleinsäuren Nitrate (NO3-) und Ammoniak (NH4+) Schwefel (S) 0.50% Bestandteil von schwefelhaltigen Aminosäuren, Proteinen, Coenzym A Sulfate (SO4-) Phosphor (P) 0.40% ATP, NADPZwischenprodukte des Stoffwechsels, Membranphospholipide, Nukleinsäuren Dihydrogenphosphat (H2PO4-), Hydrogenphosphat (HPO42-) Kalium (K) 2.00% Enzymaktivierung, Turgor, osmotische Regulierung Kalium (K+) Kalcium (Ca) 1.50% Enzymaktivierung, Signaltransduktion, Zellstruktur Calcium (Ca2+) Magnesium (Mg) 0.40% Enzymaktivierung, Bestandteil des Chlorophylls Magnesium (Mg2+) Manganese (Mn) 0.02% Enzymaktivierung, wichtig für die Wasserspaltung Mangan (Mn2+) Iron (Fe) 0.02% Redoxveränderungen, Photosynthese, Atmung Eisen (Fe2+) Molybdenum (Mo) 0.00% Redox-Veränderungen, Nitratreduktion Molybdat (MoO42-) Kupfer (Cu) 0.00% Redoxveränderungen, Photosynthese, Atmung Kupfer (Cu2+) Zink (Zn) 0.00% Kofaktor-Aktivator für EnzymeAlkohol-Dehydrogenase, CarboanhydraseZink (Zn2+) Bor (Bo) 0.01% Membranaktivität, Zellteilung Borat (BO3-) Chlor (Cl) 0.1–2.0% Ladungsausgleich, Wasserspaltung Chlor (Cl-) Nickel (Ni) 0.000005–0.0005% Bestandteil einiger Enzyme, biologische Stickstoff-Fixierung, Stickstoff-Stoffwechsel Nickel (Ni2+) Um einen Eindruck der benötigten Mengen zu bekommen, hier eine Düngemengeempfehlung der BISZ für Zuckerrüben im Ackerbau. An der Menge sehen Sie, daß z.B. 90 Gramm Kupfer auf 1 ha (10.000 m2) nur eine winzige Menge pro Quadratmeter und noch einmal ein Bruchteil dessen pro Pflanze benötigt wird. In diesem Beispiel: 0,009 Gramm pro Quadratmeter. Aber wenn dieses Element ganz fehlt, kann die Pflanze gar nicht wachsen, denn es ist unverzichtbar für die Photosynthese (siehe Tabelle oben). Im Trockenzustand findet es (Kupfer) sich auf Grund chmischer Prozesse bei der Trocknung gar nicht mehr.Nährstoffbedarf kg/ha Stickstoff 250 Phosphor 100 Kalium 400 Magnesium 80 Schwefel 20 – 30 Calcium 60 – 80 Nährstoffbedarf g/ha Bor 450 – 550 Mangan 600 – 700 Eisen 500 – 1.500 Kupfer 80 – 90 Zink 250 – 350
pH-Wert
Es ist unmöglich, über Pflanzenernährung zu sprechen, ohne den pH-Wert zu berücksichtigen. In der Hydrokultur geht es in erster Linie um den pH-Wert des Wassers, das zur Herstellung von Nährlösungen und zur Bewässerung der Pflanzen verwendet wird. Der pH-Wert ist ein Maß für den relativen Säuregrad oder die Wasserstoffionenkonzentration und spielt eine wichtige Rolle für die Verfügbarkeit von Pflanzennährstoffen. Er wird anhand einer Skala von 0 bis 14 Punkten gemessen, wobei 0 der sauerste, 7 der neutralste und 14 der alkalischste Wert ist. Die Skala ist logarithmisch, und jede Einheit entspricht einer 10-fachen Änderung. Das bedeutet, dass kleine Änderungen der Werte große Änderungen des pH-Werts bedeuten. Ein Wert von 7 ist zum Beispiel 10-mal höher als 6 und 100-mal höher als 5. Im Allgemeinen liegt der optimale pH-Bereich für den Anbau von Gemüse in Hydrokultur bei 5,0 bis 7,0.Dieses Diagramm zeigt die Beziehung zwischen der Verfügbarkeit von Nährstoffen und dem pH-Wert:
Graphik: Pensylvenia State University
Am unteren Rand des Diagramms sind verschiedene pH-Werte zwischen 4,0 und 10,0 angegeben. Am oberen Rand des Diagramms wird der relative Säuregrad oder die Alkalinität angegeben. Innerhalb des Diagramms wird die relative Nährstoffverfügbarkeit durch einen Balken dargestellt. Je breiter der Balken ist, desto besser ist der Nährstoff relativ verfügbar. Zum Beispiel ist der Stickstoffbalken bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 am breitesten. Dies ist der pH-Wert, bei dem er für die Pflanzen am besten verfügbar ist. Zwischen 4,0 und 4,5 ist er sehr schmal und nicht so leicht pflanzenverfügbar.
Es ist auch wichtig, die Alkalinität des Wassers zu berücksichtigen. Die Alkalinität ist ein Maß für die Kapazität. Sie misst die Fähigkeit des Wassers, die Säure zu neutralisieren. Dies ist in erster Linie auf die kombinierte Menge von Karbonat (CO3) und Bikarbonat (HCO3) zurückzuführen, aber auch Hydroxid, Ammonium, Borat, Silikat und Phosphat können dazu beitragen.
Wenn die Gesamtalkalität niedrig ist, hat das Wasser eine geringe Pufferkapazität. Infolgedessen ändert sich der pH-Wert leicht, je nachdem, was dem Wasser zugesetzt wird. Ist die Gesamtalkalität hoch, ist der pH-Wert des Wassers hoch. Um einen hohen pH-Wert des Wassers zu senken, kann dem Bewässerungswasser Säure zugesetzt werden. Die benötigte Menge an Säure hängt von der Alkalinität des Wassers ab.
Nährstoffantagonismus und Wechselwirkungen
Ein Beispiel: In einem Rezept für eine hydroponische Tomatennährlösung werden 190 ppm Stickstoff und 205 ppm Kalium angegeben. Aufgrund eines Fehlers bei der Berechnung der zu verwendenden Düngermenge werden 2.050 ppm Kalium hinzugefügt. Ein Überschuss an Kalium in der Lösung kann zu einem Antagonismus mit Stickstoff (und anderen Nährstoffen) führen und einen Stickstoffmangel zur Folge haben, selbst wenn 190 ppm Stickstoff hinzugefügt wurden. In der nachstehenden Tabelle sind häufige Antagonismen aufgeführt.
Nährstoff Antagonist von Stickstoff Kalium Phosphor Zink Kalium Stickstoff, Kalzium, Magnesium Natrium Kalium, Kalzium, Magnesium Kalzium Magnesium, Bor Magnesium Kalzium Eisen Mangan Zink Ionenkonkurrenz: hohe Konzentrationen an Schwermetallen, Kupfer und Phosphat vermindern die Aufnahmerate von Zink: Ursache für Zinkmangel in der Pflanze muss kein zinkarmer Boden sein Siehe auch: Wechselwirkungen
Probleme mit den Nährstoffen
Hydroponische Systeme verzeihen weniger als erdgebundene Systeme, und Nährstoffprobleme können schnell zu Pflanzenproblemen führen. Aus diesem Grund sind die Zusammensetzung der Nährstofflösung und die regelmäßige Überwachung der Nährstofflösung und des Nährstoffstatus der Pflanzen von entscheidender Bedeutung.
Das Minimumgesetz
Das Minimumgesetz von Carl Sprengel besagt, dass das Wachstum von Pflanzen durch die im Verhältnis knappste Ressource (Nährstoffe, Wasser, Licht etc.) eingeschränkt wird. So kommt es, dass etwa fehlender Stickstoff auch dazu führen kann, das die Pflanze andere Nährstoffe nicht verarbeiten kann. Zu viel von einer Komponente kann andererseits unerwünschte Folgen haben: So hemmt z.B. zu viel Kalk die Nährstoffaufnahme.
Achten Sie außerdem auf die Symptome vonMangelerscheinungen die häufig auf Probleme hinweisen:Hier eine kurze Übersicht der Mangelerscheinungen, die je nach Pflanzengattung variieren kann.
Symptome N P K Ca S Mg Fe Mn B Mo Zn Cu Überdüngung Obere Blätter gelb X X Mittlere Blätter gelb X Untere Blätter gelb X X X X Rote Stängel X X X Nekrose X X X X X Punkte X Triebe sterben X Weisse Blattspitzen X X Verkrüppeltes Wachsum X X X Eingerollte gelbe Blattspitzen X Verdrehtes Wachstum X Ursache: Schäden durch lösliche Salze können durch Überdüngung, schlechte Wasserqualität, Anhäufung von Salzen in Aggregatmedien im Laufe der Zeit und/oder unzureichende Auswaschung verursacht werden. Düngemittel sind Salze, und in Hydrokultursystemen werden sie am häufigsten gedüngt. Wenn das Wasser verdunstet, können sich lösliche Salze in den Aggregatmedien ansammeln, wenn sie nicht ausreichend ausgewaschen werden. Auch das Bewässerungswasser kann einen hohen Gehalt an löslichen Salzen aufweisen, was zu dem Problem beiträgt.
Die Symptome: Chemisch induzierte Trockenheit kann auftreten, wenn der Gehalt an löslichen Salzen in den Pflanzsubstraten zu hoch ist. Die Folge ist, dass die Pflanzen trotz ausreichender Bewässerung welken. Weitere Symptome sind dunkelgrünes Laub, abgestorbene und verbrannte Blattränder und Wurzelsterben.
Erkennung: Der Gehalt an löslichen Salzen kann überwacht/gemessen werden, indem man die elektrische Leitfähigkeit (EC) von Bewässerungswasser, Nährlösungen und Sickerwasser (eine Nährlösung, die aus dem Pflanzgefäß abgelassen wurde) verfolgt.Korrektur: Lösliche Salze können mit klarem Wasser ausgelaugt werden. Ermitteln Sie zunächst die Ursache für den hohen Gehalt an löslichen Salzen und beheben Sie ihn.
Bo Die Ursache: Defizit in der Düngermischung.Die Symptome: Unzureichende Blütenbildung, die Blüten sind kleiner und verformt. Bormangel betrifft die Scheitelmeristeme (Wachstumspunkte). Manchmal stirbt das Meristem vollständig ab und die Seitentriebe beginnen zu wachsen (Besen-Effekt). Die Meristeme haben kürzere Internodien, die oft dicker sind und zeigen kleine und deformierte Blättern an der Spitze. Durch die kürzeren Internodien kommt es teils zu einem Zwergwuchs. Die Stiele weisen oft Brüche und Einrisse auf. Die Früchte sind manchmal verformt und auch verkorkte. Es Sind ebenso Risse oder Flecken möglich. Ältere Blätter können Nekrose aufweisen.Erkennung: Blattanalyse.Korrektur: Borhaltige Dünger: Borax oder Borsäure, aber beachteN Sie, dass Borsäure hoch giftig ist. Alternativ: Wenn ein genereller Nährstoffmangel vorliegt, können auch Volldünger verwendet werden, die ebenfalls Bor enthalten.Bo Die Ursache: Die Bortoxizität wird durch eine zu hohe Borausbringung an Pflanzen verursacht. Von den üblicherweise als Düngemittel ausgebrachten Nährstoffen weist Bor die geringste Spanne zwischen Mangel und Toxizität auf. Es ist leicht, zu viel Bor auszubringen. Überprüfen Sie die Berechnungen der Düngemittel, bevor Sie sie ausbringen, und überprüfen Sie sie noch einmal. Es kann auch im Bewässerungswasser enthalten sein. Es ist wichtig, den Bor-Gehalt in einer Wasserquelle vor der Verwendung zu prüfen und bei der Zugabe von Bordünger das Bor im Wasser zu berücksichtigen.Die Symptome: Symptome einer Bortoxizität sind gelbe und tote Flecken an den Blatträndern. Auch ein vermindertes Wurzelwachstum kann auftreten.Erkennung: Überwachen Sie die Medien und führen Sie eine Pflanzenanalyse durch.Korrektur: Bestimmen Sie die Quelle des Borüberschusses und beheben Sie sie.Ca Die Ursache: Starke Temperaturänderungen können die Calciumaufnahme unterbrechen und behindern. Mangelndes Licht, kälte und/oder zu feuchte Umgebungs-Bedingungen. Düngeranteil zu niedrig. Calciummangel kann durch Unterdüngung, ein Nährstoffungleichgewicht oder einen zu niedrigen pH-Wert verursacht werden. Er hängt auch mit dem Feuchtigkeitsmanagement, hohen Temperaturen und geringer Luftzirkulation zusammen. Calzium ist ein mobiler Nährstoff und wird in den wasserführenden Geweben durch die Pflanze transportiert. Früchte und Blätter konkurrieren um Wasser. Eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen können zu einer erhöhten Transpirationsrate und einem verstärkten Transport zu den Blättern führen. In diesem Fall kann sich in den Früchten ein Kalziummangel entwickeln.
Die Symptome: Die Scheitelmeristeme / Apikalmeristeme (das sind die teilungsfähigen Bildungsgewebe der Pflanze) sind deformiert und sterben ohne erkennbare Symptome an den ältesten Blättern ab. Der obere Teil des Stiels und der Blütenknospe kann sich verbiegen. Kleine und deformierte Blätter an der Oberseite. Ungewöhnlich dunkelgrüne Blätter. Vorzeitiger Blüten- und Fruchtfall. Nach einer Unterversorgung, weisen die Blätter, die sich zum Zeitpunkt des Mangels in der Entwicklung befanden, oft eine typische Verformung/Austrocknung oder einen weißen Rand auf. Dies bezeichnet man als Spitzenbrand , er tritt besonders bei Salat und Erdbeeren häufig auf. Bräunung der Innenseite eines Stiels/Kopfes, um den Wachstumspunkt herum wie bei Sellerie (schwarzes Herz). Typische Symptome sind auch Blütenendfäule an Paprika und Tomaten. Symptome zeigen sich in der Regel zunächst als braune Blattränder an neuen Pflanzen oder an der Unterseite der Früchte. Blütenendfäule bei Tomaten und Paprika. Wenn die Symptome fortschreiten, können Sie braune, tote Flecken auf den Blättern sehen. Ein Mangel an ausreichend Calcium kann zu Fäulnis führen.
Erkennung: Blattanalyse. Früchte schlechter haltbar.
Korrektur: Stellen Sie sicher, dass der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegt. Calciumnitrat oder Calciumchlorid zufügen, je nachdem, ob Sie den zusätzlichen Stickstoff benötigen oder nicht.
Im Gewächshaus: Die Temperatur erhöhen. Mehr Licht. Ohne Wind wird der Nährstofftransport der Pflanze reduziert - im Gewächshaus für Luftbewegung sorgen.
Fe Die Ursache: Die häufigste Ursache für Eisenmangel ist ein hoher pH-Wert in den Medien und/oder im Bewässerungswasser. Er kann auch durch ein Ungleichgewicht der Nährstoffe verursacht werden.Die Symptome: Eisenmangel zeigt sich bei Pflanzen als Vergilbung zwischen den Blattadern. Achten Sie darauf, dass dieses Symptom zuerst am neuen Wachstum auftritt.Erkennung: Überwachen Sie die Medien und führen Sie eine Pflanzenanalyse durch.Korrektur: Korrigieren Sie den pH-Wert der Nährstofflösung. Gegebenenfalls Eisendünger verabreichen.S Die Ursache: Zuwenig oder falsch proportionierte Düngeranteile. Ein zu niedriger pH-Wert blockiert ebenso die Aufnahme von Schwefel. Ab einem pH-Wert von 4,0 wird die Schwefelaufnahme vollständig eingestellt. Zu wenig Magnesium.
Die Symptome: Umfassende Gelbfärbung des Blattgewebes wie auch der Blattadern. Zuerst oft die jüngeren Pflanzenteile und später der ganzen Pflanze. Symptome zeigen sich eher bei jungen oder frisch wachsenden Blättern an der Spitze der Pflanze. Schwefel ist ein immobiler Nährstoff. Das heißt Schwefel kann nur relativ langsam von der Pflanze re-disponiert werden (um-transportieren). Charakteristisch für Schwefelmangel sind lindgrün bis gelbe Verfärbungen an Blättern. Sie fangen am Blattstiel an und wandern zu den Blatträndern und zur -spitze. Im weiteren Verlauf werden die ganzen Blätter erst gelb, dann später braun und nekrotisch und sterben dann gänzlich ab. Manchmal lila/rötliche Blattstiele an den betroffenen Blättern oder sogar ein lila Stamm. Die Symptome bei leichtem Mangel bleiben meist auf die Spitze der Pflanze beschränkz. Der mittlere Teil der Pflanze wird kaum betroffen, untere Blätter so gut wie nie.
Erkennung: Blattanalyse.
Korrektur: Düngerdosis erhöhen. pH-Wert korrigieren: weit über 4,0 halten. 5,5 bis 6,5 ist für viele Pflanzen ein guter Mittelwert. Erde mit Epsom-Salz / Magnesiumsulfat / MgSO4 anreichern: ein Teelöffel pro 2 Liter Wasser (ca. 1% Konzentration).
N
Die Ursache: Stickstoffmangel kann durch Unterdüngung, Nährstoffungleichgewicht oder übermäßige Auswaschung verursacht werden.Die Symptome: Typische erste Symptome von Stickstoffmangel sind hellgrünes Laub und eine allgemeine Verkümmerung der Pflanzen. Man kann auch Welkeerscheinungen und abgestorbene und/oder gelbe Blattränder beobachten. Es zeigen sich Gelbfärbung des ganzen Blattes einschließlich der Blattadern. Zuerst werden die älteren Blätter gelb, der Stickstoffmangel führt aber schnell zu einer allgemeinen Vergilbung. Nekrose oder Verformung von Blättern oder Stängeln zeigen sich nicht im Anfangszustand.
Allgemeine Wachstumsverzögerung.Erkennung: Die Messung/Überwachung der elektrischen Leitfähigkeit (EC) von Nährlösungen kann helfen, Stickstoffmangel zu verhindern. Passen Sie den EC-Wert an, wenn er zu niedrig oder zu hoch ist.
Korrektur: Ermitteln Sie die Ursache und beheben Sie sie. Dies kann bedeuten, dass den Nährlösungen mehr Stickstoff zugesetzt wird. Es kann auch bedeuten, dass ein antagonistischer Nährstoff in der Nährlösung zu viel ist.K Die Ursache: Falsch dosierte Nährstofflösung. Verbrauch der Pflanzen höher als berechnet: zu einem Kaliummangel kommt es häufig bei Kulturen, die eine große Menge an Früchten tragen.Die Symptome: Welken der Pflanzen auch bei gemäßigten Temperaturen. Blattrand-Nekrose an den ältesten Blättern. Bräunung und Einrollen der unteren Blattspitzen sowie eine Gelbfärbung (Chlorose) zwischen den Blattadern. Auf der Blattunterseite können violette Flecken auftreten. Vergilbung: Die Vergilbung beginnt auch an den Rändern der ältesten Blätter und entwickelt sich zur Mitte des Blattes hin. In einigen Fällen ist der Blattrand nicht betroffen und die Nekrose beginnt im Blattinneren zwischen den Blattadern.
Erkennung: Nährstoffanalyse und / oder führen Sie eine Pflanzenanalyse durch.Korrektur: Nachdosieren. Antagonist auf Konzentration kontrollieren: Stickstoff, Kalzium, MagnesiumHinweis: Zu viel Kalium kann zu schwerer Wachstumsverzögerung, Rötung und schlechter Keimung führen. Übermäßige Kaliummengen können auch um die Aufnahme anderer Ionen wie Kalzium erschweren.Cu Die Ursache: Falsche Düngerzusammensetzung.Die Symptome: Weiße Entfärbung in den Spitzen der jüngeren Blätter. Die Blätter rollen sich korkenzieherartig zusammen. Später können sie absterben (nekrotisieren).
Die jüngsten Blätter haben Schwierigkeiten, sich zu entfalten. Die jüngsten Blätter rollen sich auf und verwelken. Nekrose an den jüngsten Wachstumspunkten und den Blatträndern der jüngsten Blätter.Korrektur: Speziellen Kupferdünger zufügen.Mg Ursache: Magnesium kann durch einen hohen pH-Wert des Mediums und/oder ein Nährstoffungleichgewicht verursacht werden zwischen Kalium, Kalzium und Stickstoff.
Die Symptome: Vergilben des Blattgewebes. Die Blattadern bleiben dabei grün. Diese Gelbfärbung beginnt bei den ältesten Blättern. Achten Sie auf eine Vergilbung zwischen den Blattadern als Symptom für Magnesiummangel: Chlorose oder Gelbfärbung. Magnesiummangel zeigt sich in der Regel zuerst auf den unteren bis mittleren Blättern, was die Unterscheidung von Eisenmangel erleichtert. Vorzeitiger Blattfall der betroffenen Blätter. Manchmal kann die Verfärbung eher bräunlich als gelb sein.Erkennung: Nährstoffanalyse und führen Sie eine Pflanzenanalyse durch.Korrektur: Korrigieren Sie den pH-Wert der Nährstofflösung. Bei Bedarf Magnesiumdünger verabreichen. Konkurierende Kationenlieferanten (K, Ca und N) auf Dosierung prüfen.Mn Ursache: Zu wenig oder fehlender Dünger. Der Manganmangel ähnelt teils dem Eisenmangel: Chlorose zwischen den Blattadern. Helles grünes Netz auf den Blättern. Auch ist eine Verwechslung mit Magnesiummangel möglich. Bei einem Manganmangel bleiben die Blattadern (auch die kleineren Adern) grün, die grünen Streifen bleiben jedoch sehr schmal.
Bei einem Magnesiummangel sind diese grünen Streifen um die Adern herum breiter und die feinsten Blattadern vergilben ebenfalls.Die Symptome: Ausgeprägtes Netz von grünen Adern. Auftreten manchmal an jungen, aber bereits voll entwickelten Blättern (Mittelblätter).Korrektur: Speziellen Mangandünger zufügen. Düngerdosierung anheben.Mo Die Ursache: Zu wenig oder fehlender Dünger. Viele Symptome eines Mangels an Molybdän und Stickstoff sind ähnlich. Die Pflanze kann Stickstoff nicht ohne Molybdän nutzen und verarbeiten.Die Symptome: Die Pflanzen sind kleiner und zeigen eine blassgrüne Farbe. Die Verfärbung kann sich zu einer Vergilbung zuerst an den Rändern und dann zwischen den Hauptadern entwickeln. Die Blattscheibe verschwindet fast vollständig, nur die Hauptader des Blattes bleibt mit kleinen Blattstücken zurück. Diese Hauptader ist in der Regel auch gewellt. (Peitschenstielsymptome). Die Blätter bleiben kleiner und nehmen manchmal eine löffelartige Form an: gewellter Rand und gebogene Hauptader.Korrektur: Speziellen Molybdändünger zufügen.P Die Ursache: Eventuell pH-Wert nicht im optimale Korridor von 5,5 bis 6,5. Ebenso kann auch ein Ungleichgewicht der Nährstoffe vorliegen. Antagonist Zink Dosierung prüfen. In kalten Perioden kann eine Zuckeransammlung in den Blättern die gleichen Symptome wie ein Phosphormangel zeigen.Die Symptome: Verkümmertes und spindelförmiges Wachstum, verringerte Blattgröße und verringerten Blattzahl. Stumpfe graugrüne Blätter mit roten Pigmenten in den Blättern. Der Phosphormangel zeigt sich vor allem durch die charakteristischen rötlichen bis purpurfarbenen Blattverfärbungen zuerst an älteren Blättern, oft sind dabei auch die Blattadern betroffen.Allgemeine Wachstumsverzögerung. Schlechte Wurzelentwicklung. Kleinere Pflanzen als üblich.
Erkennung: pH-Wert Kontrolle und Dosierung überwachen. Nährstoffanalyse.Korrektur: Korrigieren Sie den pH-Wert der Nährstofflösung. Eventuell Zinkanteil in der Nährstofflösung reduzieren.Hinweis: Ein Überschuss an Phosphor kann sich im Mangel an Spurenelementen wie Zn, Fe oder Co äußern.Zn Die Ursache:Eventuell zu hoher Phosphorgehalt in der Nährlösung oder zu wenig Zink in der Nährlösung.Die Symptome: Es können folgenden Erscheinungen auftreten: Chlorose: Gelbfärbung der Blätter. Je nach Art können junge Blätter am stärksten betroffen sein, bei anderen sind sowohl alte als auch neue Blätter chlorotisch (Bleichsucht). Nekrotische Flecken: also teilweises oder ganzes Absterben von Blattgewebe in Chlorosegebieten. Blattbronze: Chlorotische Bereiche können bronzefarben werden. Verzögertes Pflanzenwachstum: dies kann als Folge einer Abnahme der Wachstumsrate oder einer Abnahme des Internodiums (Sprossachse zwischen zwei Knoten), auftreten. Zwergblätter: kleine Blätter, die oft Chlorose, nekrotische Flecken oder Bronzieren zeigen. Missgebildete Blätter: Blätter sind oft schmaler oder mit gewelltem Rand.Erkennung: Überwachen Sie die Medien und / oder führen Sie eine Pflanzenanalyse durch.Korrektur: Korrigieren Sie den pH-Wert und / oder die Phosphormenge wenn Sie wissen das genug Zink in der Nährlösung vorhanden ist. Sonst Zink in kleinen Dosen zugeben. Bedenken Sie: Kupfer und Phosphat vermindern die Aufnahme von Zink !Kontext:ID: 156 -
Entkoppelte Aquaponik
Ob die entkoppelte Aquaponik (DAPS: Decoupled Aquaponics System) einen generellen Vorteil gegenüber herkömmlichen Kreislauf-Aquaponik-Systemen hat, wird im Internet und in der akademischen Welt viel diskutiert. Dies herauszufinden, war unser Ziel in den letzten Jahren und führte zu der Veröffentlichung „Navigation zu entkoppelten Aquaponiksystemen:Ein systemdynamischer Designansatz “. Dem KISS-Prinzip (Keep it simple, stupid!) folgend, werde ich die Hauptpunkte der Publikation kurz skizzieren und ein wenig in nicht-wissenschaftlichem Jargon diskutieren (ohne das Abstract des Papers).
DAPS Decoupled Aquaponics System ( Entkoppeltes Aquaponiksystem ) HP Hydroponik RAS Rezirkulierendes Aquakultur System Abstrakt
Das klassische Arbeitsprinzip der Aquaponik besteht darin, eine hydroponische Pflanzenkultureinheit mit nährstoffreichem Aquakulturwasser zu versorgen, das wiederum das Wasser reinigt, das in die Aquakulturtanks zurückgeführt wird. Ein bekannter Nachteil besteht darin, dass ein Kompromiss weg von optimalen Wachstumsbedingungen für Pflanzen und Fische erreicht werden muss, um sowohl Feldfrüchte als auch Fische unter den gleichen Umweltbedingungen zu produzieren. Das Ziel dieser Studie war die Entwicklung eines theoretischen Konzepts eines entkoppelten Aquaponiksystems (DAPS) und die Vorhersage von Wasser-, Nährstoff- (N und P), Fisch-, Schlamm- und Pflanzenwerten.
Dies wurde durch die Entwicklung eines dynamischen aquaponischen Systemmodells unter Verwendung von Eingaben aus Daten aus der Literatur angegangen, die die Bereiche Aquakultur, Hydroponik und Schlammbehandlung abdecken. Die Ergebnisse des Modells zeigten die Abhängigkeit der Aquakulturwasserqualität von der hydroponischen Evapotranspirationsrate. Dieses Ergebnis lässt sich dadurch erklären, dass DAPS auf Einwegflüssen basiert. Diese Einwegströmungen führen zu Ansammlungen von remineralisierten Nährstoffen in der hydroponischen Komponente, die optimale Bedingungen für die Pflanzen gewährleisten. Die Studie schlägt auch vor, die Anbaufläche basierend auf der P-Verfügbarkeit in der hydroponischen Komponente zu bemessen, da P eine erschöpfbare Ressource ist und als einer der wichtigsten einschränkenden Faktoren für das Pflanzenwachstum identifiziert wurde.
Entkoppelte Aquaponik
Obwohl viele Aquaponik-Systeme als Kreislauf konstruiert und betrieben werden, erweitern kommerzielle Erzeuger und Forscher dieses anfängliche Aquaponik-Systemdesign hin zu einer unabhängigen Kontrolle über jede Systemeinheit (d.h. RAS, Hydroponik und Nährstoffrückgewinnung durch Schlammremineralisierung: Rezirkulierten AquakulturSysteme).
Als entkoppelte Aquaponiksysteme (DAPS) werden Systeme bezeichnet, bei denen Fische, Pflanzen und ggf. Remineralisierung als separate Funktionseinheiten integriert sind, die aus einzelnen Wasserkreisläufen bestehen, die unabhängig voneinander gesteuert werden können. Der Unterschied zwischen den Konzepten von One-Loop- und Multi-Loop- (d.h. entkoppelten) Aquaponiksystemen ist in den Abbildungen 1 und 2 zu sehen. Im Zusammenhang mit der Wiederverwertung aller Nährstoffe, die in das System gelangen, kann entkoppelte Aquaponik als bevorzugte Option angesehen werden da sie eine zusätzliche Entladung vermeiden.
Abb. 1 - Das Ein-Schleifen-Aquaponiksystem ist der traditionelle Aquaponik-Ansatz. Anstatt den hydroponischen Teil mit Dünger zu ergänzen, sind beide Komponenten recht ähnlichen Bedingungen ausgesetzt
Abb. 2 - Im Gegensatz zu einem Einkreislauf-Aquaponiksystem zielt ein Mehrkreislauf-Aquaponiksystem darauf ab, optimale Bedingungen sowohl für Fische als auch für Pflanzen zu schaffen. In diesem Fall wird der aus dem RAS stammende Fischschlamm remineralisiert und der Hydroponik zugeführt.
Abbildung 3 zeigt eine Prozessflusszeichnung eines grundlegenden DAPS-Layouts. Bitte beachten Sie – dies ist nur ein Beispiel und kann modular angepasst werden. Die blauen Markierungen in der Abbildung umfassen die RAS-Komponente, die grünen Markierungen die hydroponische Komponente und die roten Markierungen die Remineralisierungskomponenten. Die Abfolge der Komponenten wird numerisch in den Tags dargestellt und bezieht sich auf die vertikale Richtung, in die sich der Durchfluss bewegen muss.
Das bedeutet, hohe Zahlen beziehen sich auf eine hohe Positionierung und niedrige Zahlen auf eine niedrige Positionierung.
Während RAS (Rezirkulierten AquakulturSysteme) und Hydroponik seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung sind, steckt die Remineralisierung von Fischschlamm noch in den Kinderschuhen. In der Abhandlung haben wir die Vor- und Nachteile der aeroben Vor- und Nachbehandlung der anaeroben Vergärung diskutiert, derzeit untersuchen wir jedoch die Leistung der reinen anaeroben Vergärung. Wir werden Sie auf dieser Website über unsere Ergebnisse auf dem Laufenden halten.
Leider müssen wir alle enttäuschen, die sich dafür begeistert haben, ein entkoppeltes Aquaponik-System in ihrem Garten zu bauen. Entkoppelte Aquaponiksysteme erfordern viel Steuerungstechnik und sind nur sinnvoll, wenn man bereit ist, hohe Nährlösungen in der Hydrokultureinheit zu erzielen. Außerdem ist die Dimensionierung des Systems im Vergleich zur Dimensionierung herkömmlicher Systeme mit einer Schleife viel komplexer. Die Ermittlung der erforderlichen Evapotranspirationsrate der hydroponischen Pflanzen, die erforderlich ist, um eine Akkumulation von Stickstoffformen im RAS zu vermeiden, erhöht die Komplexität zusätzlich. Folglich sind diese Art von Systemen am besten für kommerzielle Systeme im großen Maßstab geeignet, insbesondere wegen ihrer Fähigkeit, mit kommerziellen Hydrokultursystemen zu konkurrieren.
Wachstumsvorteile
Der Sweet-Spot der Aquaponik ist für die meisten Menschen der nachhaltige Ansatz sowie die symbiotische Wirkung des RAS-Wassers auf die Pflanzen und umgekehrt. Aus kaufmännischer Sicht kann man die Landwirte mit diesen Argumenten nicht überzeugen, auch wenn sie durchaus stichhaltig sein könnten. In aktuellen Experimenten konnten wir Wachstumsvorteile von entkoppelten Aquaponik-Systemen beobachten. Wir beobachteten ein um 39 % gesteigertes Pflanzenwachstum im Vergleich zu einer reinen Hydroponik-Kontrollnährlösung bei Ergänzung der Hydroponik-Komponente mit zusätzlichem Dünger. Außerdem konnten wir zeigen, dass anaerobe Gärreste auch das Pflanzenwachstum steigerten. Im Moment scheint es, dass sowohl das RAS-Wasser als auch die Gärreste pflanzenwachstumsfördernde Rhizobakterien (PGPR) enthalten, die das Pflanzenwachstum fördern könnten. Wir planen derzeit weitere Experimente zu diesem Thema und werden auch versuchen, einige dieser PGPR zu identifizieren und zu isolieren.
Empfindliche Fischarten
In dem Artikel haben wir erklärt, warum entkoppelte Aquaponik für sensible Fischarten geeignet ist. Wir fanden heraus, dass die Verwendung von künstlichem Gewächshauslicht zu geringeren Schwankungen der RAS-Nährstoffkonzentrationen führt, da die Evapotranspiration der Pflanzen konstanter ist. Inwieweit sich künstliche Beleuchtung auszahlt, muss in einer ernte- und fischabhängigen ökonomischen Bewertung untersucht werden.
Hybrider Hinterhofansatz
Das hybride entkoppelte System ist eine Kombination aus dem One-Loop- und dem entkoppelten Ansatz (Abb. 4). Heim- und Gartenzüchter, die immer noch in die entkoppelte Aquaponik einsteigen wollen, sollten diesen Ansatz vielleicht ausprobieren. Die Größenänderung einer bestehenden Anlage wäre obsolet, da der remineralisierte Schlamm als Nährstoffquelle für die zusätzlichen Kulturbeete dienen würde.
Abb. 4 - Hybrides entkoppeltes Aquaponic-System. Ein Ansatz für Heimgärtner?
Fazit
Wir glauben, dass entkoppelte Aquaponiksysteme das Potenzial haben, ähnliche oder sogar höhere Leistungen als die Hydrokulturproduktion zu erzielen. Wir wissen, dass dies eine gewagte Aussage ist, aber aktuelle Beobachtungen stützen diese Annahmen. Ob diese Wachstumsvorteile von DAPS gegenüber Hydroponik auch unter perfekten Wachstumsbedingungen (dh optimale Klimatisierung, Lichtintensität und CO2-Zugabe) noch zu beobachten sind, muss allerdings noch geklärt werden. Der entscheidende Vorteil ist jedoch der nachhaltige Ansatz, der darauf abzielt, alles zu recyceln, was in das System gelangt. Allein dieser Aspekt ist eine volle Rechtfertigung für entkoppelte Aquaponik.
In Bezug auf die Remineralisierungskomponente besteht weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich ihrer Remineralisierungsleistung in Abhängigkeit von unterschiedlichen hydraulischen Verweilzeiten (HRT) und Schlammverweilzeiten (SRT). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass technische Forschung in diesem Bereich zwar wichtig ist, aber zusätzliche geografisch abhängige Folgestudien erforderlich sind, die sich mit der wirtschaftlich vertretbaren Größe von DAPS sowie dem Vergleich mit gleichwertigen hydroponischen Systemen befassen.
Quellen:
Dieser Artikel beruht auf Auszügen, Ergänzungen, Zusammenfassungen und Übersetzungen verschiedener wissenschaftlicher Publikationen. Verwendung hierbei fanden unter anderem:
MDPI and ACS Style
Goddek, S.; Espinal, C.A.; Delaide, B.; Jijakli, M.H.; Schmautz, Z.; Wuertz, S.; Keesman, K.J. Navigating towards Decoupled Aquaponic Systems: A System Dynamics Design Approach. Water 2016, 8, 303. https://doi.org/10.3390/w8070303AMA Style
Goddek S, Espinal CA, Delaide B, Jijakli MH, Schmautz Z, Wuertz S, Keesman KJ. Navigating towards Decoupled Aquaponic Systems: A System Dynamics Design Approach. Water. 2016; 8(7):303. https://doi.org/10.3390/w8070303Chicago/Turabian Style
Goddek, Simon, Carlos Alberto Espinal, Boris Delaide, Mohamed Haissam Jijakli, Zala Schmautz, Sven Wuertz, and Karel J. Keesman. 2016. "Navigating towards Decoupled Aquaponic Systems: A System Dynamics Design Approach" Water 8, no. 7: 303. https://doi.org/10.3390/w8070303Decoupled Aquaponics – The Future of Food Growing?http://www.developonics.com/2016/07/decoupled-aquaponics/
Navigating towards Decoupled Aquaponic Systems: A System Dynamics Design Approachhttps://www.mdpi.com/2073-4441/8/7/303/htm
Kontext:ID: 186 -
Fortschritte in der Hydroponik-Forschung: Innovationen für das Pflanzenwachstum
Hydroponik, die bodenlose Anbaumethode, steht weiterhin im Mittelpunkt der Agrarforschung und verspricht ein nachhaltiges und effizientes Pflanzenwachstum. Jüngste Studien zeigen Fortschritte bei der Optimierung der Nährstoffzufuhrsysteme und der Steigerung der Ernteerträge.Die Forscher erforschen innovative hydroponische Techniken, die Technologien der Präzisionslandwirtschaft integrieren und eine genaue Kontrolle der Nährstoffkonzentration und der Umweltbedingungen gewährleisten. Dies maximiert nicht nur die Ressourceneffizienz, sondern minimiert auch die Auswirkungen auf die Umwelt.Darüber hinaus ermöglicht die Integration intelligenter Sensoren und Automatisierung in hydroponische Anlagen die Überwachung und Anpassung wichtiger Parameter in Echtzeit und trägt so zur Schaffung einer reaktionsschnellen und anpassungsfähigen Kulturumgebung bei. Dies fördert ein dynamisches Gleichgewicht in hydroponischen Systemen und damit die optimale Gesundheit und das Wachstum der Pflanzen.Im Bereich der hydroponischen Nährstofflösungen befassen sich Studien mit der Formulierung maßgeschneiderter Nährstoffmischungen, die den spezifischen Anforderungen der Pflanzen in den verschiedenen Wachstumsphasen gerecht werden. Dieser gezielte Ansatz minimiert die Nährstoffverschwendung und verbessert die Effizienz der Nährstoffaufnahme, was letztlich die Gesamtproduktivität der Pflanzen erhöht.Die Forscher erforschen auch nachhaltige Praktiken in der Hydrokultur, wie die Verwendung organischer Nährstoffquellen und die Einführung geschlossener Kreislaufsysteme, die die Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Diese Ansätze stehen im Einklang mit dem übergeordneten Ziel einer umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Landwirtschaft.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die laufende Forschung auf dem Gebiet der Hydroponik die Zukunft der Präzisionslandwirtschaft prägt und den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und innovative Technologien legt, um die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu decken.Ein detaillierter ÜberblickIn der Hydroponik-Forschung wurden bedeutende Durchbrüche erzielt, wobei sich die Studien auf nuancierte Aspekte konzentrierten, um die Effizienz und Nachhaltigkeit dieser erdlosen Anbaumethode zu verbessern.1) Präzision und Formulierung von Nährstoffen:Jüngste Untersuchungen haben sich auf die präzise Nährstoffverabreichung konzentriert und dabei die Fortschritte in der Präzisionslandwirtschaft genutzt. Forscher entwickeln ausgeklügelte Nährstoffformulierungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzenarten und Wachstumsstadien zugeschnitten sind. Dieser gezielte Ansatz minimiert die Nährstoffverschwendung und optimiert die Aufnahme durch die Pflanzen, was letztlich zu höheren Ernteerträgen führt.2) Automatisierung und intelligente Technologien:Mit der Integration intelligenter Sensoren und Datenanalyse steht die Automatisierung im Mittelpunkt der Hydroponikforschung. Diese Technologien ermöglichen die Echtzeitüberwachung von Umgebungsvariablen wie pH-Wert, Temperatur und Nährstoffkonzentration. Automatisierte Anpassungen sorgen dafür, dass die Pflanzen optimale Bedingungen vorfinden, und tragen so zu einer dynamischen und reaktionsfähigen Kulturumgebung bei.3) Geschlossene Kreislaufsysteme für Nachhaltigkeit:Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, und in Studien werden geschlossene hydroponische Kreislaufsysteme erforscht. Diese Systeme zielen darauf ab, die Umweltauswirkungen durch Recycling und Wiederverwendung von Wasser und Nährstoffen zu minimieren. Durch die Schaffung eines in sich geschlossenen, kreisförmigen Systems arbeiten die Forscher daran, den Ressourcenverbrauch und die Abfälle zu reduzieren und die Hydroponik mit umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Praktiken in Einklang zu bringen.4) Organische Nährstoffbeschaffung:Ein weiterer bemerkenswerter Trend ist die Erforschung von organischen Nährstoffquellen in der Hydrokultur. Forscher untersuchen die Möglichkeit, organische Verbindungen in Nährstofflösungen einzubringen, um die Pflanzengesundheit und den Ertrag zu verbessern und gleichzeitig umweltbewusste landwirtschaftliche Praktiken zu unterstützen.5) Mikrobielle Interaktionen in hydroponischen Systemen:Das Verständnis der mikrobiellen Dynamik in hydroponischen Umgebungen ist ein aufstrebendes Forschungsgebiet. Studien befassen sich mit den Wechselwirkungen zwischen Pflanzenwurzeln, nützlichen Mikroben und Krankheitserregern in Abwesenheit von Erde. Die Nutzung nützlicher mikrobieller Gemeinschaften könnte sich als entscheidend für die Verbesserung der Nährstoffaufnahme und der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen erweisen.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die laufende Hydroponik-Forschung durch einen Schwerpunkt auf Präzision, Automatisierung, Nachhaltigkeit und ein tieferes Verständnis der mikrobiellen Dynamik im erdelosen Anbau gekennzeichnet ist. Diese Fortschritte unterstreichen das Engagement der Forscher, die Hydroponik in eine effizientere und umweltfreundlichere Zukunft zu führen.Sie können leicht detaillierte Informationen und spezifische Referenzen finden, indem Sie in angesehenen akademischen Datenbanken wie PubMed, ScienceDirect oder anderen Fachzeitschriften suchen. Darüber hinaus können die Websites von landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Konferenzen zum Thema Hydroponik wertvolle Quellen für die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich der Hydroponik sein.Kontext:ID: 548 -
Hanf (Hydroponik)
Hanf
Empfehlung Pflanzabstand 75 cm Wurzellänge 80 cm Pflanzenhöhe 60 - 200 cm Sonne volle Sonne Beleuchtung 12 - 16 Stunden Bodentyp (bei Erdanbau) beliebig, Vorzug Schwarzerde Nährstoffbedarf Summe sehr hoch Nährstoffdosierung (NPK) 20-20-40 pH - Bereich 6,0 - 7,0 passende Pflanzen Ec - Bereich 0,8 - 2,0 passende Fische Klimazone (USDA) 12a ~ > 8 °C Wachstum bei Frost nein Temperaturschäden ab < 5 °C Frost-Resistenz nein Tage bis zur Keimung 7 - 12 Tage bis zur Ernte 90 - 120 Vegetationsperiode 1 Jährig Im Anbau übliche Sorten:- Canabis Sativa
- Canabis Indica
Cannabis sativa L., aus Köhler’s Medizinal-Pflanzen
Cannabis: Früher Ersatz für Baumwolle oder Leinen (Kleidung, Seile, etc.) und auch als Arzneimittel eingesetzt.
Anzucht
Bevorzugte Systeme Nährstoff Startphase Ertragsphase Dosis - + - + NO3 10,0 K 5,0 1,0 Ca 1,0 0,8 B 20,0 Fe 10,0 pH und Ec Werte zu Hanf Alle Angaben in mMolSiehe auch: Mangelerscheinungen Cannabis gehört zu den einjährigen Pflanzen, der gesamte Lebenszyklus erstreckt sich auf ein Jahr, wobei oft schon nach vier bis zehn Monaten die Pflanze ihren Lebenszyklus beendet hat. Je nach Wachstums-Phase verändert sich das Aussehen der Pflanze und ihre Bedürfnisse. Dies erfordert unterschiedliche Mengen an Licht, Wasser und Nährstoffen.
Hier die vier (Haupt) Phasen:
1. Keimphase (1 bis 2 Wochen)- Anzucht: Papiertuch/feucht, Jiffys, Kokosmatte, etc.
- Dauer: zwischen 24 Stunden und 7 Tagen. Cannabissorten mit einem hohen Indica-Anteil keimen schneller als Sativas.
2. Setzlingsphase (2 bis 4 Wochen)- Anfällig für Krankheiten und Schimmelpilze.
- So viel Licht wie möglich.
- Die Dauer der Setzlingsphase ist abhängig von Sorte und Umweltfaktoren
- Wenn die Pflanze bei einem neuen Blatt die volle Anzahl Finger produziert, ist die Setzlingsphase beendet.
3. Wachstumsphase / Vegetationsphase (2 bis 8 Wochen)- Wachstum bis zu 5 cm pro Tag.
- Dauer / grobe Schätzung: Selbstblühende Cannabissorten wechseln nach 2 bis 3 Wochen in die Blütephase. Reguläre oder feminisierte Sorten beginnen erst dann zu blühen, wenn die Tage kürzer werden. Auf der Nordhalbkugel ist das die Sommersonnenwende jeweils am 21.06. des Jahres (Outdoor). Indoor wird die Beleuchtungszeit auf 12 oder weniger Stunden verringert.
4. Blütephase (4 bis 12 Wochen)- Beginn der Reproduktion.
- Erst jetzt lässt sich mit Sicherheit das Geschlecht bestimmen.
- Hier kann speziellen Dünger verwendet werden um die Blütenbildung zu stimuliert.
- Viel Wasser.
- Eventuell die Pflanze stützen sodass sie das Gewicht der Blüten tragen kann.
- In Hinsicht auf die Hormonbildung sollte sie maximal bis in die zweite Woche der Blütephase zurückgeschnitten werden.
- Duer der Blühphase: Sortenabhängig. Selbstblühendes Cannabis kann bereits nach einem Monat erntereif sein, während Indica etwa 6 bis 8 Wochen benötigen.
- Bei manchen Sativa-Sorten können über 3 Monate vergehen.
Kontext:
ID: 562
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Pflanzempfehlungen
Album Vilmorin. The vegetable garden 1850-1895. Public Domain In diesem Artikel soll gezeigt werden, welche Pflanzen in einem Aquaponik-System kultiviert werden können. Bevor auf die einzelnen Pflanzen eingegangen wird hilft ein Überblick welche Systeme in der Aquaponik verwendet werden, da einige Pflanzen beispielsweise in System A besser funktionieren als in System B. Wieder andere haben sich dagegen in System B bewährt. Allein dadurch wird deutlich, dass es nicht das beste oder das eine System gibt und beim Aufbau bzw. bei der Planung des Designs genau darauf geachtet werden sollte, für welche Pflanzen das System geeignet sein sollte.
Allgemein gesagt kann jede Pflanze in einem Aquaponik- oder Hydroponik-System kultiviert werden. Also in einem Hydroponiksystem, dem "nur" die Fische fehlen. Es gibt aber einige Ausnahmen, bei denen herkömmliche Methoden besser funktionieren. Dazu später mehr in den einzelnen Kategorien. In diesem Beitrag finden Sie eine Liste mitErfahrungswerten zu einzelnen Pflanzen.
Ein ganz anderer Ansatz findet sich bei Microgreens / Mikrogrün und Sprossen. Letztere bedürfen in der Regel nur einer feucht zu haltenden Unterlage und sind schon nach ein bis zwei Wochen zum Verzehr geeignet. Zumindest sollte erwähnt werden, dass bei der Kultivierung von Sprossen einiges zu beachten ist, da diese auf Grund biologischer Eigenschaften - Stichwort Phasin - je nach Gattung in dieser Wachstumsphase unbekömmlich oder sogar giftig sind können, wenn sie roh gegessen werden. Sie sind immer auf der sicheren Seite wenn sie die Sprossen vor dem Verzehr blanchieren, kochen oder anbraten. Lesen Sie hierzu diesen Artikel.
Salate und Kräuter
Salate und Kräuter sind die wohl am besten in Aquaponic funktionierende Pflanzengruppe. Sie sind in der Regel Schwachzehrer und werden im Aquaponik-System bestens versorgt. Darüber hinaus wachsen Salate und Kräuter in jedem System, egal ob stehend im Kies (Steady Flow / Flood & Drain), in Pflanzkörben sowohl auf Styropor o.ä. (DWC) als auch im PVC-Rohr (NFT).
Empfohlene Sorten:
Bewährt haben sich jegliche Salate wie Mangold, Spinat, Kopfsalat, Eisbergsalat, Endivien, Rucola, Portulak und so weiter genauso wie Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Thymian und Oregano.
Nicht zu empfehlen:
Die Minze sollte im Aquaponik-System gemieden werden, weil sie wuchert. Sie liebt feuchte Standorte und befindet sich in einem Aquaponik-System wie im Paradies. Sollte sie isoliert ihr eigenes System haben, sollte es keine Probleme geben, aber zusammen mit anderen Pflanzen wird sie diese zeitnah überwuchert haben.
Fruchtgemüse
Fruchtgemüse gehören zu den Starkzehrern und sind auch im Aquaponik-System sehr beliebt. Es sollte allerdings bedacht werden, dass einige Fruchtgemüse sehr groß werden können. Ausreichend Platz nach oben und untereinander sollte dementsprechend gegeben sein.
Tomatenpflanzen wachsen beispielsweise sehr stark. Gurken und andere Kürbispflanzen werden sehr breit und bewuchern schnell den gesamten zu Verfügung stehenden Raum. Auch hier sollte im Vorfeld darüber nachgedacht werden, ob dieser Raum vorhanden ist.
Darüber hinaus ist nicht jedes System für Fruchtgemüse geeignet. Weder ein DWC- noch ein NFT-System sind von der Stabilität im Normalfall in der Lage, derart große Pflanzen zu stemmen. Theoretisch ist zwar auch dies möglich, aber hier müsste regelmäßig mit unterstützenden Maßnahmen, beispielsweise mit Seilen oder anderen Aufhängungen, nachjustiert werden.
Empfohlene Sorten:
Empfehlen möchten wir für den Privathaushalt eher kleinere Fruchtgemüse, wie beispielsweise Chili-Pflanzen oder Paprika. Kleinere Tomatenpflanzen, wie Cocktailtomaten, sind ebenfalls möglich.
Nicht zu empfehlen:
Jegliche Kürbisgewächse, Tomaten und andere Pflanzen, die sehr groß werden, sollten nur mit Bedacht in einem Aquaponik-System kultiviert werden. Durch den hohen Nährstoffgehalt im Wasser können zwar theoretisch enorme Ergebnisse erzielt werden, praktisch jedoch nur dann, wenn genügend Platz vorhanden ist.
Wurzel- und Knollengewächse
Botanisch zwar nicht ganz korrekt, aber fürs Verständnis sicher akzeptabel: Zu Wurzel- und Knollengewächsen zählen Pflanzen, die unterirdische essbare Teile entwickeln, wie beispielsweise Kartoffeln, Karotten, Rote Beete, Ingwer, Kurkuma, Pastinaken und Ähnliches.
Theoretisch ist es möglich, auch diese Pflanzen in einem Aquaponik-System zu kultivieren, allerdings sind hier einige Voraussetzungen nötig.
Weiche Knollen, wie bei der Kartoffel, sollten nicht ins Kiesbett (Steady Flow / Flood & Drain) gepflanzt werden, da sich die Knolle ums Kies herum bilden würde. Stattdessen hat sich bei weichen Knollen die Methode der Aeroponik bewährt.
Bei härteren Knollen, wie Ingwer und Kurkuma, ist das Kiesbett wiederum möglich, da sie den Kies durch ihre Stärke sukzessive wegdrücken.
Empfohlene Sorten:
Ingwer und Kurkuma kann ich an dieser Stelle empfehlen, jedoch nur, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.
Nicht zu empfehlen:
Kartoffeln, Karotten und andere Gewächse mit relativ weichen Knollen sind nicht zu empfehlen, nur wenn die nötigen Voraussetzungen geschaffen wurden – siehe dazu Aeroponik.
Lauchgewächse
Zu den Lauchgewächsen zählen die Esszwiebel, die Winterzwiebel, die Frühlingszwiebel, Schnittlauch, Knoblauch, Porree und viele mehr. All diese wachsen im Aquaponik-System hervorragend.
Empfohlene Sorten:
Je nach persönlichem Geschmack sollten aus der Liste der Lauchgewächse ein oder zwei herausgesucht werden, die nebenbei mitwachsen können. Sie sind pflegeleicht und die oberen Teile der Pflanzen können im Laufe des Jahres mehrfach geerntet werden.
Nicht zu empfehlen:
Zwiebeln und andere Lauchgewächse. Experimentieren Sie aber trotzdem.
Exoten
Wie oben bereits beschrieben, lassen sich theoretisch jegliche Pflanzen in einem Aquaponik-System kultivieren, sofern die benötigten Voraussetzungen gegeben sind. Es gibt Fälle, bei denen sogar die Kultivierung einer Bananen- und Papaya-Pflanze erfolgreich in einem eigens dafür konstruierten Aquaponik-System geglückt ist.
Zusammenfassung:
- Theoretisch ist jede Pflanze kultivierbar
- Salate, Kräuter und Lauchgewächse wachen besonders gut und sind pflegeleicht
- Bei Fruchtgemüse sollte im Vorfeld darüber nachgedacht werden, ob genügend Platz und Raum zur Entfaltung vorhanden ist
- Wurzel- und Knollengewächse sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zu empfehlen
Kontext:
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Pflanzen in der Hydroponik
Farm and Garden Annual 1923 "Bauartbedingt" sind nicht alle Pflanzen für eine Kultivierung in Aquaponik- und Hydroponikanlagen geeignet. Hier eine, stets unvollständige, Übersicht geeigneter Pflanzen.
Hier können Sie Erfahrungswerte zu pH- und EC-Werten für Pflanzen, Kräuter und Gemüse finden.
Die Unterteilung zwischen Obst, Gemüse und Kräutern ist keine biologische. Sie ist dazu noch von Kulturkreis zu Kulturkreis unterschiedlich.
Obst und Gemüse sind keine Gattungsbegriffe für bestimmte Pflanzenarten. Eine klare Definition ist schwierig. Könnte man sagen, Obst ist süß und Gemüse nicht? Das trifft zwar fast immer zu, aber Karotten zum Beispiel können auch süßlich schmecken, man kann Saft daraus machen. Die haben zwar einen deutlich geringeren Zuckergehalt als Äpfel oder Orangen, aber so ein richtig befriedigendes Kriterium ist das auch nicht. Denn dann müsste man einen bestimmten Zuckergehalt als Grenzwert festlegen und sagen: alles, was drüber liegt, läuft als Obst, alles andere als Gemüse. Das wäre dann ein eher willkürliches quantitatives Kriterium.
Gemüse ist häufig einjährig, Obst mehrjährig
Es gibt aber noch ein Merkmal, an das die wenigsten denken: Gemüse sind fast immer einjährige Pflanzen; die halten eine Saison, dann muss neu gesät oder gepflanzt werden. Auch hier gibt es bei Kartoffeln angefangen viele Ausnahmen. Obst wächst oft an Bäumen oder Sträuchern, die mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte lang leben. Auch da gibt es Ausnahmen, aber es sind schon viel weniger: Spargel zum Beispiel wäre ein solches mehrjähriges Gemüse, ebenso Artischocken.Mischdefinition: Entscheidung von Fall zu Fall
Tatsächlich benutzen wir in unserem Kopf wohl eher eine Mischdefinition. Wir haben mehrere Kriterien zur Hand und wenn sich mehrere Kriterien widersprechen, dann wägen wir intuitiv ab und entscheiden von Fall zu Fall, was am besten passt. Also: Spargel ist zwar mehrjährig, aber er ist nicht süß und wir essen auch nicht die Früchte, sondern den Trieb – also zählen wir ihn zum Gemüse. Rhabarber ist auch mehrjährig, wir essen den Trieb und kochen ihn sogar – aber er wird süß gegessen, also zählen wir ihn meist als Obst.Teile des Artikels sind von GÁBOR PAÁL übernommen. CC BY-NC-ND 4.0.
Übersicht erfolgreich gezüchteter Pflanzen in der Hydroponik & Aquaponik
Salat
Asia-SalatBlattsalatChicoréeEichblattsalatEissalatEndivieFeldsalatGrüner SenfKopfsalatMangoldLollo RossoMizunaRömersalatRoter SenfRucolaSauerampferSpinatStangensellerieFruchtgemüse
AubergineAvocadoBohneChiliErbseGurkeKürbisMelonenOkraPaprikaTomateZucchiniBeerenobst
ErdbeerenHeidelbeereKohlgemüse
GrünkohlKohlrabiRotkohlWeißkohlSpitzkohlWirsingBlumenkohlRosenkohlChinakohlBroccoliPak ChoiWurzel- & Knollengemüse
Die Fruchtbildung erfolgt unterhalb des Trägermediums: Systems beachten !KnollenfenchelKurkumaSüßkartoffelnKartoffelnKohlrabiRotebeeteRadieschenLauchzwiebelnKarottenKnollensellerieKräuter
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pH und Ec Finder
Hier können Sie sich die Pflanzen anzeigen lassen, welche im ähnlichen Bereich der pH- und Ec-Werte liegen und somit, zumindest in dieser Hinsicht, gemeinsam in einer Aqua- oder Hydroponikanlage angepflanzt werden können. Achten Sie auch auf die Temperatur.
Wie hoch ist der Nährstoffbedarf für bestimmte Pflanzen? Dieser Liste zeigt die von der jeweiligen Pflanze bevorzugte Nährstoffkonzentration. Beachten Sie die Unterschiede innerhalb der Unterart/Züchtung. Bitte denken Sie daran: bei Tomaten gibt es 23.000 Sorten - natürlich variieren diese sowohl bei den bevorzugten Temperaturen wie auch dem Ec- und pH-Wert! Von der Feinabstimmung der Nährstoffzusammensetzung ist hier noch gar nicht die Rede. Mehr Details zu der Liste am Ende derselbigen.
Die Liste der pH- und Ec-Werte können Sie hier ebenso herunterladen. Diese Liste soll nur als Orientierung dienen und erspart Ihnen nicht die detaillierten Kontrolle Ihrer Anzucht. Vergessen Sie nicht, dass selbst innerhalb der gleichen Subspezies die Unterschiede sehr groß sein können. Und natürlich übernehmen wir keine Gewähr für die Angaben. Aber wir bieten auch für Ihre Pflanzen eine genaue Ermittlung des Nährstoffbedarfs an und können Ihnen damit einen Nährstoff-Fahrplan an die Hand geben. Sprechen Sie uns an.
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Der Ec-Wert
Die Salzkonzentration messen wir mit einem Ec-, TDS- bzw. PPM-Messgerät. Die Nährstoffe lösen sich im Wasser auf und liefern einen durch das EC- bzw. PPM-Messgerät gemessenen Wert der Ihnen anzeigt wie viel Dünger in der Närstoffflüssigkeit enthalten ist und somit auch wie viel gegebenenfalls an Dünger zugefügt werden muß.Sobald der Ec-Wert sinkt müssen Sie entsprechend nachdüngen. Messen, kontrollieren und steuern können Sie dies im Minutentakt mit einer unserer Anlagen oder auch mit einem Ec-pH-Messgerät per Hand. Der Vorteil der Steueranlage liegt auf der Hand: mit minimalen Schritten in der Zufuhr der Nährstofflösung durch eine Mikropumpe können Sie immer den genauen Bereich einhalten, der für die Pflanze optimal ist.Wenn der Ec-Wert steigt muss einfach mehr Wasser in die Nährstofflösung gegeben werden. Ein steigender Ec-Wert kann viele Gründe haben: Verunreinigung durch die Pflanzen selbst, zu mineralreiches Wasser, unbeabsichtigte Überdosierung, etc.Der pH-Wert
Wenn der pH-Wert unter den empfohlenen Wert sinkt (Richtung sauer / pH 1) können Sie mit einer basischen Lösung den pH-Wert wieder in Richtung basisch (pH 14) korrigieren.Wenn der pH-Wert über den empfohlenen Wert steigt (Richtung basisch / pH 14) können Sie mit einer sauren Lösung den pH-Wert wieder in Richtung sauer (pH 1) korrigieren. Messen, kontrollieren und steuern können Sie dies im Minutentakt mit einer unserer Anlagen - aber das haben wir ja schon erwähnt.Nach der alten Schulweisheit: Säure + Lauge ergeben Salz + Wasser, können Sie zur Korrektur des pH-Wertes alles von Haushaltsessig (Säure) bis Natron/Soda (Base) verwenden um den pH-Wert in die Eine oder Andere Richtung zu korrigieren. Aber: wie erwähnt entstehen dabei Salze. Diese verändern natürlich den Ec-Wert. An dieser Stelle des Prozesses müssen Sie die Pflanzen genau beobachten um Mangelerscheinungen rechtzeitig zu erkennen.Wenn es nur um 50 oder 100 Pflanzen geht ist ein kompletter Austausch der Nährlösung immer der sichere Weg. Als Orientierung: 100 Tomatenpflanzen verbrauchen in drei Monaten etwa 5 Liter Düngerkonzentrat in einer Außenanlage mit ca. 150 Liter Wasser/Nährstofflösung (Zentral Portugal, Hochsommer). In großen Anlagen bevorzugt man eine Analyse der aktuellen Nährstofflösung um einfach die fehlenden Komponenten gezielt zu ergänzen.Die hier angegebenen pH- und Elektroleitfähigkeitswerte (Ec-, TDM-, PPM-Werte) sind nur Richtlinien. Ihre spezifischen Anforderungen an den Pflanzenanbau variieren je nach Unterart der Pflanze, Wachstumsphase und vielen anderen Faktoren (UV-Wert, Helligkeit, Beleuchtungsdauer, Gattung/Züchtung/Unterart, Temperatur, etc). Für Hydroponik verwenden Sie anorganischen Dünger, für Erde organischen. Der organische Dünger benötigt Mikroorganismen um die Nährstoffe auf zu spalten. Diese Mikroorganismen fehlen in der Hydroponik.Die hier genannten Werte sind nur für Hydroponikpflanzen (Bodenpflanzen unterscheiden sich teilweise stark). In Erde dulden fast alle Pflanzen leichte Über- oder Unterkonzentrationen. Die Pflanze "verbraucht" unterschiedliche Mengen der einzelnen Substanzen (Nährstoffe). Wenn die Nährstofflösung nicht optimal zusammengesetzt ist können so schnell Mangelerscheinungen auftreten. Bei allgemeinen Nährstofflösungen bzw. Düngermischungen muss in der Regel alle drei bis vier Wochen die gesamte Nährstofflösung ausgetauscht werden. Eine Analyse bei diesen geringen Mengen ist in jedem Fall kostspieliger als die Düngermenge die sie statt dessen bezahlen.Die Temperatur
Die Temperatur beeinflusst den Ec- und pH-Wert der Nährstofflösung stark. Die meisten pH-Meter haben deshalb eine automatische Temperaturkompensation. Einige Ec- und pH-Meter werden mit einem Beutel geliefert, in dem eine Eich-Flüssigkeit enthalten ist, mit der das Messgerät kalibriert werden kann. Dies sollte, je nach Qualität der verwendeten Sensoren, alle paar Wochen durchgeführt werden. Hobbyisten empfehlen wir dringend einem oder mehreren hydroponischen Community-Foren bei zu treten.Im Folgenden einige Artikel zur weiteren Vertiefung in die Materie...
- Dünger bzw. Nährstofflösungen selbst erstellen (Artikelreihe)
- Mangelerscheinungen erkennen und beheben
- Beratung zu einem Nährstoff-Fahr-Plan
- Angebote für Analyse zu einem angepassten Nährstoffplan
Kontext:
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