Abbildungen 4 und 5 zeigen den Wasserfluss in traditionellen RAS- und Ein-Kreislauf-Aquaponiksystemen.
Während der Abfluss in RAS-Systemen hauptsächlich durch die Wasserdurchflussrate und die Schlammentfernung bestimmt wird, erfolgt der Hauptabfluss in Ein-Kreislauf-Aquaponiksystemen durch Evapotranspiration und Schlammentfernung.
Abbildung 6 veranschaulicht die Unterschiede zwischen DAPS und anderen Ansätzen. Obwohl der Hauptwasserabfluss ebenfalls durch Evapotranspiration bestimmt wird, reduziert DAPS den Wasserverlust durch die Schlammrückführung. Die Schlammproduktion kann durch die Aufrechterhaltung einer konstanten Fischbiomasse stabilisiert werden (Abbildung 7).
Da Aquakulturschlämme zu 95–97 % aus Wasser bestehen [32], wird durch die Schlammremineralisierung Wasser in die Hydroponikkomponente zurückgeführt (Abbildung 8). Je nach Dimensionierungsparameter und/oder Anbaufläche kann eine zusätzliche Denitrifikation im RAS erforderlich sein, falls der
verdunstungsabhängige Wasserfluss zur hydroponischen Komponente nicht ausreicht, um die erforderlichen Nitratwerte im RAS aufrechtzuerhalten.

Wasserqualität für die Fische zu gewährleisten. Dies führt zu einer Verschwendung von Wasser und Nährstoffen sowie zu Nährstoffemissionen. Zudem wird der nährstoffreiche Schlamm oft nicht zur Düngung wiederverwendet, sondern in die Kanalisation eingeleitet.
Abbildung 5. Wasserfluss in einem Ein-Kreislauf-Aquaponiksystem. Dieser Systemansatz bildet die Grundlage für die Aquaponik. Im Gegensatz zum RAS wird das nährstoffreiche Wasser nicht abgeleitet, sondern zur Düngung der Pflanzen verwendet. Beide Komponenten sind ähnlichen Wasserbedingungen ausgesetzt. In Ein-Kreislauf-Systemen verlässt das Wasser das System hauptsächlich durch die Evapotranspiration (ETc) der Pflanzen und den Schlamm. Geringfügige Wasserverluste sind im integrierten Wasserflussdiagramm in Abbildung 9 dargestellt.
Das Flussdiagramm zeigt außerdem weitere Anpassungen des Ein-Kreislauf-Aquaponiksystems: (1) eine ANRC, die den Schlamm remineralisiert und den Wasser- und Düngemittelbedarf reduziert; und (2) manuelle Nährstoffzugabe und nährstoffreiche Nährstoffausläufe der ANRC versorgen die Hydroponik-Komponente
mit optimalen Nährstoffkonzentrationen, die sich nicht im Gesamtsystem verdünnen.



Abbildung 9. Nährstoffflussdiagramm in einem DAPS. Die Nährstoffanreicherung kann den essbaren Pflanzenteilen, den essbaren Fischteilen (z. B. Fischfilet) und den Ausscheidungen zugeordnet werden. Die gestrichelte Linie zeigt den Einfluss eines ANRC auf die Nährstoffflüsse. Recycelte Nährstoffe werden dem Hydrokulturwasser zugesetzt und können sich im Pflanzengewebe anreichern, während die Fische keinen schädlichen Nährstoffkonzentrationen
im Wasser ausgesetzt sind.
Durch die Anwendung des Schlammbehandlungsverfahrens (siehe Abbildungen 8 und 9) lassen sich die Nachteile des Nährstoffverlusts begrenzen. Der in kommerziellen RAS-Systemen anfallende Schlamm muss vor der Entsorgung behandelt werden, sofern keine zentralen Abwasserbehandlungsanlagen zur Verfügung stehen [82]. Daher sollte bei der Planung von DAPS (Abbildung 6) die Implementierung zukunftsorientierter Recyclinglösungen berücksichtigt werden .
5. Ergebnisse
5.1. Schätzungen der Fischbiomasse
Die Ergebnisse des DAPS-Modells (siehe Abbildungen A1–A4) sind in den Abbildungen 10–19 dargestellt. Abbildung 10 zeigt die Ergebnisse eines Parametervariationsexperiments zur Bestimmung der benötigten Fischmenge für eine maximale Besatzdichte von 50 kg/m³ pro Becken. Basierend auf dieser Parametrisierung konnte die durchschnittliche Fischdichte ermittelt werden (Abbildung 11). Abbildung 11 verdeutlicht den Vorteil der Verwendung mehrerer
Fischbecken, um starke Schwankungen der Fischbiomasse und damit des Futtereinsatzes durch die Verwendung eines Bestandes unterschiedlicher Größenklassen zu vermeiden.






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Abbildung 18. Das erforderliche Volumen (L) des UASB-Reaktors hängt vom einfließenden Schlamm, dessen Schlammverweilzeit (SRT) und der hydraulischen Verweilzeit (HRT) ab. Hierbei wird angenommen, dass die Schlammdecke 60 % des Reaktorvolumens des UASB-Reaktors bedeckt. Die Gesamtfüllkapazität beträgt somit ca. 140 L und dient als guter Richtwert für die Dimensionierung des Reaktors. Die Tage sind auf der x-Achse dargestellt.
Auf dem Weg zu entkoppelten Aquaponik-Systemen 4
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